Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Archiv für das Schlagwort “Verladehalle”

Gesammelte Brauereikultur

Rund um den Bierdeckel dreht sich beim IBV-Treffen in Einbeck alles bei Präsident Günther Maldaner (r.) und seinem Vize Ulrich Schneider.

Sie sammeln Kronkorken, Bierdeckel, Etiketten, Pilsdeckchen, Kellnerblocks, Biergläser, Krüge, Flaschen, Emailleschilder, Spielkarten und vieles mehr, was mit Brauereikultur zu tun hat. Vier Mal im Jahr gibt es eine 400-seitige Sammlerzeitschrift, „Unser Steckenpferd“ genannt, für alle Mitglieder. Mehr als 1000 Mitglieder hat der IBV, der Internationale Brauereikultur-Verband, in 30 Ländern. Seit 1958 gibt es den Verband. Jetzt haben sich rund 80 Mitglieder zu einem von jährlich acht Tauschtreffen in Deutschland in Einbeck getroffen, erstmals wieder seit 1993, eigens wurde ein eigener Tauschtagsdeckel herausgegeben. Die Sammler sammeln nicht nur, sondern ordnen auch Bier- und Brauereikultur historisch ein, wie es Organisator und IBV-Vizepräsident Ulrich Schneider (Eschborn/Kassel) formuliert. Gleichzeitig fand die Verleihung des Goldenen Bierdeckels im Urbockkeller der Brauhaus AG in Einbeck statt. Beim Tauschtreffen gab es auf den Tischen in der Verladehalle alles, was das Sammlerherz begehrt.

Härke-Edelfan Joachim Bührig sucht nach dem Bierdeckel, der in seiner großen Sammlung noch fehlt.

Eigens aus Peine war Härke-Fan Joachim Bührig angereist, der einige der Kisten durchschaute, aber angesichts seiner umfassenden Härke-Sammlung kaum noch Hoffnung hatte etwas zu finden, was er noch nicht hat.

Im Oktober 2019 findet der alle zwei Jahre organisierte Weltkongress der Brauereikultur-Sammler statt, diesmal in Argentinien. 70 Clubs weltweit werden sich dort treffen. Vizepräsident Ulrich Schneider hat seine Reise schon gebucht.

Ziel des IBV ist es, den Bereich des Kulturgutes, der sich um das Volksgetränk Bier in vielfältigsten Erscheinungsformen entwickelt hat, zu bewahren, zu pflegen und zu fördern, wie es in der Satzung des IBV heißt. Er kümmert sich um die Geschichte der Brauereien, dokumentiert Beförderungsmittel für Bier und Behältnisse zum Biertransport, sammelt Bier-Werbeträger und -Trinkgefäße sowie Brauereiartikel aller Art.

Neu von einem Sammler aus Hamburg hat die Einbecker Brauerei eine 100 Jahre alte, bestens erhaltene Bierflasche ihres Vorgängers Domeier & Boden in ihre Sammlung aufnehmen können.

Export-Bier von Domeier & Boden, made in Einbeck.

Ulrich Meiser (r.) konnte eine Rarität zur Einbecker Sammlung hinzufügen, eine Einbecker Flasche mit Etikett Domeier & Boden.

Gut besucht war das Tauschtreffen in der Verladehalle in Einbeck.

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Getränke am Kreisverkehr

Ist Vergangenheit: Kreisverkehr-Baustelle mit Vollsperrung vor der Tür.

Ist Vergangenheit: Kreisverkehr-Baustelle mit Vollsperrung vor der Tür.

Bier zu verkaufen ist nicht einfach. Und wenn der Getränkemarkt dann durch eine Baustelle mehrere Monate lang extrem schlecht erreichbar ist, wird das Bier verkaufen nicht leichter. Von den Umwegen, die sich während der Bauphase auf mehrere Tausend Kilometer addiert haben dürften, ganz zu schweigen, die der Shuttle-Lkw-Verkehr zwischen der Verladehalle in der Brauerei an der Papenstraße und dem Logistikzentrum der Einbecker Brauhaus AG an der Hansestraße machen musste. Aufatmen daher bei den Verantwortlichen im Brauhaus, als der Kreisverkehr Hullerser Landstraße/Insterburger Straße gestern freigegeben wurde. Die Umleitungen haben ein Ende.

Froh und dankbar, dass die Vollsperrung der Hullerser Landstraße nach vier Monaten aufgehoben wird, sind Thorsten Eikenberg als Geschäftsführer und Marion Dietsch als Betriebsleiterin der Einbecker Getränke GmbH. Die Brauhaus-Tochtergesellschaft beliefert von dem Eckgrundstück Hullerser Landstraße / Insterburger Straße aus die Mehrheit der Einbecker Gaststätten und betreibt dort auch einen Getränkeabholmarkt. Für die treuen Kunden sei es in den vergangenen 14 Wochen wirklich nicht einfach gewesen, den langen Umweg zum Einbecker Getränkemarkt über den Walkemühlenweg und Sülbecksweg zu finden, heißt es aus dem Brauhaus. Gut sei, dass die Stadt Einbeck zumindest die Zeitplanung für die Baustelle eingehalten habe und Einbecker Getränke sich nun wieder mit breitem Sortiment und dem bereitgehaltenen Equipment (Schankwagen, mobile Zapfanlagen, Stehtische, Bierzeltgarnituren) „auf kurzem Weg“ den Kunden präsentieren könne.

Mit allen Sinnen

Jazz-Klänge der Mendelssohn-Musikschule in der Verladehalle der Einbecker Brauhaus AG.

Jazz-Klänge der Mendelssohn-Musikschule in der Verladehalle der Einbecker Brauhaus AG.

Ein musikalischer, in der Verladehalle der Einbecker Brauhaus AG seine überschäumende Krönung findender Stadtspaziergang stand am Beginn eines auf- und anregenden Wochenendes, mit dem die zum 30. Mal von der Sparkassenstiftung organisierten Niedersächsischen Musiktage eröffnet wurden. Hören, Sehen, Riechen und Schmecken, all‘ das konnten bei zwei Führungen rund 60 Besucher auf besondere Weise. Bei einem Rundgang, der am PS-Speicher begann, über Wallanlagen durch die Innenstadt und Marktstraße zum Brauhaus führte, durften die Teilnehmer in zwei Gruppen in besonderer Weise erleben, was Einbeck zu bieten hat. Und als krönender Abschluss lockte dann das Bier im Brauhaus, dazu spielte die Mendelssohn-Musikschule (MMS) Jazz vom Feinsten.

Experimentell wurde es zwischenzeitlich in der Straße Hören. Dort gestalteten Schüler der MMS unter Leitung des Komponisten Vladislav Bystrov eine Musik, die die Sinne erweitern sollte. Der Schwerpunkt lag in der Improvisation. Nicht improvisiert, sondern logistisch gut geplant sind die Abläufe in der Verladehalle des Brauhauses, die an diesem späten Sonnabend Nachmittag zum ersten Gerstensaft aus der Heimat guter Biere verlockte.

Stärkung in der Verladehalle des Einbecker Brauhauses.

Stärkung in der Verladehalle des Einbecker Brauhauses.

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