Einbecker Bierblog

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Bierorden 2019 für Hubertus Heil

Hubertus Heil. Foto: SPD / Susie Knoll

Der nächste, der mittlerweile 25. Einbecker Bierorden der Gesellschaft der Karnevalsfreunde Einbeck und der Einbecker Brauhaus AG wird am 25. Januar vor geladenen Gästen mit karnevalistischem Zeremoniell im historischen Rathaussaal der Stadt Einbeck an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verliehen. Der 46-Jährige folgt auf die Schlagersängerin und frühere bayerische Landtagsabgeordnete Claudia Jung, die aktuelle Trägerin des Bierordens 2018 ist. Das Geheimnis um den nächsten Ordensträger haben am Abend Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch und der Präsident der Gesellschaft der Karnevalsfreunde Einbeck, Albert Eggers, gelüftet. Mit dem Einbecker Bierorden werden seit 1994 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur ausgezeichnet, die Humor besitzen sowie Freude und Spaß am Leben ausstrahlen. „Es ehrt mich sehr, mich demnächst zum Kreise der Träger des Einbecker Bierordens zählen zu dürfen“, lässt sich der SPD-Politiker zitieren. Seine Heimatstadt Peine habe viele Gemeinsamkeiten mit Einbeck, in Peine werde das hervorragende Härke-Bier in langer Tradition gebraut, das so genannte Freischießen sei die fünfte Jahreszeit für jeden Peiner, erklärte der Minister aus Peine, der auch mal Generalsekretär der SPD war. Heil: „Als Peiner trinkt man Härke. Ich bin aber gerne bereit, als kultureller Botschafter zwischen unseren Regionen zu dienen, um mich von der Einbecker Braukunst überzeugen zu lassen.“ Die Braumanufaktur Härke in Peine gehört seit 2013 zur Einbecker-Gruppe.

Einbecker Bierordensträger sind u.a. Ministerpräsident Stephan Weil, der Unternehmer und Präsident von Hannover 96, Martin Kind, der frühere Präsident des niedersächsischen Landtags, Bernd Busemann, der damalige Direktor des Zirkus Barum, Gerd Simoneit-Barum, und Kult-Fernsehmoderator Carlo von Tiedemann.

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Genuss mit Verantwortung

(c) fb Frank Bertram

Lothar Gauß (l.) begrüßt Sozial- und Gesundheitspolitiker aus SPD- und Grünen-Landtagsfraktion im Urbockkeller zum Austausch über Suchtprävention.

Bier ist ein Genussmittel. Wer Bier herstellt, ist gleichzeitig ein alkoholproduzierendes Unternehmen. Und trägt Verantwortung dafür, dass aus dem Biergenuss keine Alkoholsucht wird. Das Einbecker Brauhaus stellt sich seiner Verantwortung seit vielen Jahrzehnten, arbeitet beispielsweise aktiv an Kampagnen wie „Don’t drink and drive“ mit. Zu einem Austausch über Fragen der Suchtprävention haben sich die Sozial- und Gesundheitspolitiker der SPD- und Grünen-Landtagsfraktionen bei ihrer Klausurtagung in Einbeck auch im Brauhaus getroffen – mit Vorstandsprecher Lothar Gauß, Betriebsratschef Knut Schiemann sowie Personalchef Werner Arzeus. Auf Stippvisite mit dabei war auch Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD).

Rund 30.000 Hektoliter des jährlichen Bierausstoßes von 600.000 Hektoliter sind alkoholfreies Bier. Die Einbecker Brauhaus AG wirbt nach den Worten ihres Vorstandssprechers aktiv für einen vernünftigen, maßvollen Umgang mit Biergenuss. Als regionales Unternehmen wirke man zwar tief in die Gesellschaft, „in vielen Bereichen nicht spektakulär“, so Lothar Gauß, unterstütze beispielsweise hiesige Vereine mit Fußbällen oder Anzeigen in der Stadionzeitschrift. Das Unternehmen habe sich aber zur Auflage gemacht, nicht mit jungen Menschen zu werben, es gebe keine Trikotwerbung bei Jugendmannschaften. Auch den Verkauf von Bier schon an 16-Jährige unterstützt das Brauhaus bewusst nicht. Mit 15 Auszubildenden, einer hohen Quote, will das Brauhaus lieber bewusst ein Zeichen setzen und jungen Menschen durch einen Arbeitsplatz eine Perspektive bieten – in der Heimat.

Sind Mitarbeiter einer Brauerei alkoholgefährdeter durch die Präsenz des Produktes, wollten die Sozialpolitiker wissen. Nicht mehr Probleme mit Alkohol im Betrieb als in anderen Unternehmen auch gibt es nach Angaben von Personalchef und Betriebsrat. Im Gegenteil sei man sogar eher sensibel für die Problematik – abgesehen von der Tatsache, dass in einer technisierten Brauerei mit großen Maschinen, Gabelstaplern und hoher Arbeitssicherheit ein absolutes Alkoholverbot logisch und unumgänglich ist. Seit vielen Jahren kooperiert das Einbecker Brauhaus mit dem Lukas-Werk bei der Suchtprävention. In der Vergangenheit sei in der Funktion des betrieblichen Suchtkrankenhelfers ein trockener Alkoholiker aktiv gewesen, der sich besonders glaubwürdig und erfahren um seine Kollegen kümmern und ihnen helfen konnte. Denn ja, schilderten Personalchef und Betriebsrat, es habe Probleme mit alkoholisierten Mitarbeitern gegeben. Inzwischen hat die Brauerei ein eigenes Alkoholmessgerät – auch als Druckmittel, das mit Konsequenz eingesetzt wird. Die Zeiten, in denen zwei Liter Freitrunk pro Tag noch in der Brauerei und damit während der Arbeitzeit laut Manteltarifvertrag für die Beschäftigten erlaubt waren, sind seit 40 Jahren vorbei.

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