Einbecker Bierblog

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Bierorden für den Morgenmann

Kuss für den Bierorden. Franky mit Karnevalspräsident Albert Eggers (r.).

Kuss für den Bierorden: Radiomoderator Franky mit Einbecks Karnevalspräsident Albert Eggers (r.).

Er ist der jüngste Mann in der Traditionsliste des Einbecker Bierordens. Und er ist garantiert der (zumindest bislang) einzige Ordensträger, der jeden Morgen um 3 Uhr aufsteht, um ins Funkhaus nach Hannover zu fahren. Und auch noch Spaß dabei hat. Und anderen Freude bereitet zu früher Stunde. Der Radiomoderator Frank Schambor, besser bekannt als Morgenmän Franky beim Privatsender ffn, ist mit dem 23. Einbecker Bierorden der Gesellschaft der Karnevalsfreunde und der Einbecker Brauhaus AG ausgezeichnet worden. In der Rathaushalle wurde dem 45-Jährigen aus Hannover die närrische Ehrung von Karnevalspräsident Albert Eggers verliehen. Der Radiomoderator hat den Einbecker Bierorden für seine Verbundenheit mit dem Bier und für besondere Verdienste um den Humor nicht nur in der fünften Jahreszeit erhalten, heißt es in der Verleihungsurkunde. Fröhlich schicke er viele Niedersachsen in seiner Radiosendung in den Tag. „Geld allein macht nicht glücklich“, bedankte sich Franky für den Orden, „man muss sich schon Bier davon kaufen.“

Wer jeden Tag in der Woche seit 17 Jahren morgens um 3 Uhr aufstehe, müsse Humor haben, sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek in ihrer Laudatio. Franky könne Menschen begeistern, habe ein großes Herz für Schwächere und Benachteiligte und stehe zu seinen eigenen Schwächen. Kugelbauch und Käppy seien jahrelang sein Markenzeichen gewesen, doch jetzt habe sich das Schwergewicht der niedersächsischen Radioszene um der Gesundheit willen den Magen verkleinern lassen, habe bereits 35 von 70 angestrebten Kilos abgenommen, zollte Michalek dem Mann mit der sonoren, einprägsamen Stimme Respekt. Vor allem auf Fastfood und das geliebte Bier zu verzichten sei schwer: „Spiele von Hannover 96 mit Hagenbuttentee zu sehen? Das wird eine harte Nummer“, formulierte die Laudatorin närrisch. Sie drücke aber die Daumen. Ganz auf Bier verzichten müsse er ja auch nicht, sagte Morgenmän Franky. Schließlich gebe es alternative Fakten – und dadurch eben einen Hopfen-Smoothie.

Der 45-Jährige erinnerte sich an seinen legendären Auftritt auf der ffn-Bühne in der Tiedexer Straße beim Einbecker Eulenfest vor 15 Jahren. Gut, dass es damals noch kein Facebook und keine Handys mit Kamera gegeben habe, sagte er launig: Der Tequila Pub in der Tiedexer Straße habe seinem Namen alle Ehre gemacht, nach dem Bühnenauftritt sei man in der Bar richtig versackt, morgens um halb 4 nackt auf dem Tresen getanzt.

Von damals wusste Franky es natürlich schon, aber vor der Bierordenverleihung hat sich der 45-Jährige in Hannover noch einmal versichert: Das in Einbeck sind nette Menschen. Das hätten ihm seine Vorgänger mit Einbecker Bierorden, Ministerpräsident Stephan Weil und Landtagspräsident Bernd Busemann, treuherzig versichert.

Eine Scharte hat der neue Bierordenträger versprochen wieder auszuwetzen: Dass Einbeck und das Bier im ffn-Stickersammelalbum „Niedersachsen sammeln Niedersachsen“ nicht ein einziges Mal vorkomme, hingegen Northeim drei Mal, werde es bei einer nächsten Auflage des Albums nicht mehr geben.

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Bier-Krimi

Bierige Einbecker Krimis.

Drei bierige Einbecker Krimis.

Der edle Gerstensaft aus Einbeck hat schon so manche Spuren hinterlassen. Und auch literarisch kann das Bier bereits seit mehr als zehn Jahren sehr gut mithalten. Freilich wäre mal wieder ein frisch gezapftes Lesevergnügen ganz schön… 2003 legte der Berliner Autor Jürgen Ebertowski mit „Das Vermächtnis des Braumeisters“ einen ersten Kriminalroman mit viel Bier- und Lokal-Kolorit vor. 2005 folgte mit „Hanse und Halbmond“ ein weiterer hopfig-historischer Romantext, bevor Jürgen Ebertowski im gleichen Jahr mit „Die Akte Einbeck“ ein in der heutigen Zeit spielender Krimi aus der Feder floss. Seitdem ist leider Dürre, was Literarisches aus Einbeck mit Biernote betrifft. Süffigen Stoff gibt’s doch genug.

Während es in dem um 1500 spielenden Braumeister-Vermächtnis um das geheime Bierrezept der Einbecker geht, das ein Osloer Kaufmann gerne hätte, um das im gesamten Hanse-Raum gerühmte Bier nicht mehr teuer importieren zu müssen, sondern vor Ort in Skandinavien selbst brauen zu können, verlaufen die Fäden im Hanse-Halbmond vom spätmittelalterlichen Einbeck, in dem ein Braumeister ermordet wird, nach Hamburg und Konstantinopel. Die von Ebertowski erdachten Roman-Figuren agieren in einem genau recherchierten historischen Umfeld, das macht die Bücher nicht nur für Einbecker und Einbeck-Kenner lesenswert.

An der „Akte Einbeck“, das übrigens zur Eröffnung des Einbecker Bierpfades 2005 im Sommer präsentiert und beim damals noch würdig und regelmäßig zelebrierten Hanse-Bankett in der Rathaushalle auch offiziell vorgestellt wurde, haben Krimifreunde ihre Freude, die sich im heutigen Einbeck auskennen, die genau wissen, wo der Wassergraben verläuft, in dem eine Leiche am Diekturm auftauchen kann, und die bei der Honoratioren-Runde mit Sparkassen-Beteiligung im Brodhaus ins Schmunzeln kommen. Aikido- und Japan-Anklänge dürfen dabei den Leser nicht stören, denn von denen gibt es reichlich beim studierten Sinologen und erklärten Kampfsportfreund Ebertowski. Über Krimi-Nachschub mit Einbecker Biernote würden sich viele freuen.

Bier-Botschafterin

Ihren Hut aus dem Dschungelcamp lässt die neue Einbecker Bierorden-Trägerin Rebecca Siemoneit-Barum zugunsten des Einbecker Bürgerspitals versteigern. Karnevals-Präsident Albert Eggers (r.) freut‘s.

Ihren Hut aus dem Dschungelcamp lässt die neue Einbecker Bierorden-Trägerin Rebecca Siemoneit-Barum zugunsten des Einbecker Bürgerspitals versteigern. Karnevals-Präsident Albert Eggers (r.) freut‘s.

Sie wechselte aus dem Dschungelcamp quasi direkt in die Bütt: In der Rathaushalle ist gestern Abend der Schauspielerin und Zirkus-Tochter Rebecca Siemoneit-Barum der Einbecker Bierorden der Gesellschaft der Karnevalsfreunde und der Einbecker Brauhaus AG verliehen worden. Da war die 37-Jährige erst wenige Stunden zurück aus Australien, wo sie bei der RTL-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ dabei war, dort allerdings früh ausschied. Und so hatte sie auch noch ihren Dschungel-Hut dabei, den Rebecca Siemoneit-Barum zugunsten des Einbecker Bürgerspitals versteigern ließ, 1600 Euro kamen da zusammen.

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