Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

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Geranien-Wasser aus dem Bierfass

Bald kommt Wasser aus dem Bierfass. Foto: Einbeck Marketing GmbH

Ein altes Einbecker Bierfass auf einem Anhänger, das vor Jahren als Ausschrankwagen bei Veranstaltungen gedient hat, wird Stück für Stück auf seine neue Nutzung als Gießmobil umgerüstet. Dann wird auch mit ihm das Gießwasser für die Geranien an den Laternen in der Einbecker Innenstadt bereitgestellt. Die üppig blühende Geranienpracht an den Straßenlaternen auf Marktplatz und Lange Brücke gehört seit mehr als zehn Jahren zur Tradition im sommerlichen Einbeck. Jahr für Jahr wird die Bepflanzung der gusseisernen Straßenlernen zur Verschönerung der Altstadt realisiert und regelmäßig gegossen. Was einmal mit einer Idee der „Interessengemeinschaft Lange Brücke / Marktplatz“ rund um Initiator Wolfgang Patzig begonnen hat, wird seit vergangenem Jahr dank weiterer Unterstützer fortgeführt. So können Lange Brücke und Einbecker Marktplatz weiterhin von Mai bis November blühen; seit Ende Juni 2017 werden neben den Geranien auch die beiden Hopfenpflanzungen der Einbecker Brauhaus AG mitgegossen. Wer Interesse hat, bei den regelmäßigen Gießeinsätzen zu helfen, ist gern gesehen. Durch einen langfristigen Schichtplan kann die Arbeit auf viele Engagierte verteilt werden: Zweimal wöchentlich, am Mittwoch Nachmittag und Sonntag Vormittag, werden die 36 Blumenkästen an den 18 Laternen gegossen.

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Bier und Fachwerk

23 Bilder mit Fachwerk-Motiven hängen im neu gestalteten Brodhaus.

Insgesamt 23 Bilder mit Fachwerk-Motiven aus Einbeck hängen im neu gestalteten Brodhaus am Marktplatz.

Bier und Fachwerk gehören in Einbeck seit altersher zusammen wie Hopfen und Malz. Nicht zuletzt die markanten Tordurchfahrten der Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert sind architektonische Zeugnisse einer Symbiose, sie waren Voraussetzungen für eine prosperierende Stadt, musste zum Brauen im Mittelalter doch die Sudpfanne durch eben diesen Torbogen. Eine lebendige und hochwertige Gastronomie mit Einbecker Bier trägt seit jeher als wirtschaftliche Grundlage zum Erhalt von Fachwerksubstanz bei. Und das soll jetzt noch verstärkt werden. Die Einbecker Brauhaus AG hat vor einigen Wochen das Brodhaus, ihr Gastronomie-Objekt am Marktplatz, für rund 150.000 Euro umfassend modernisiert. Entstanden ist nicht nur ein Wirtshaus mit Atmosphäre in dem seit mehr als 650 Jahren urkundlich belegten Haus der Bäckergilde, das seit 1972 der Brauerei gehört. Im Rahmen der so genannten Fachwerktriennale 2015 soll am Beispiel Brodhaus die Verbindung von Handwerkskunst und Braukunst sichtbar und in einem zeitgemäßen Rahmen präsentiert werden. Die vorhandenen Ansätze einer Markenbildung der klassischen Einbecker Themen Fachwerk und Bier sollen dabei weiter entwickelt werden. Touristisch versprechen sich die lokalen Akteure Einbecker Brauhaus, Stadt und Einbeck Marketing GmbH einiges.

Dr. Uwe Ferber (Moderator); Diana Joneitis (ADF), Gerald Strohmeier (Stadt Einbeck); Ulrich Meiser (Einbecker Brauhaus AG); Linda Cassel (Einbeck Marketing GmbH), Jürgen Höper (Stadt Einbeck); Prof. Manfred Gerner (ADF).

Fachwerktriennale vorbereitet (v.l.): Dr. Uwe Ferber (Moderator); Diana Joneitis (ADF), Gerald Strohmeier (Stadt Einbeck); Ulrich Meiser (Einbecker  Brauhaus AG); Linda Cassel (Einbeck Marketing GmbH), Jürgen Höper (Stadt Einbeck); Prof. Manfred Gerner (ADF). Foto: Stadt Einbeck

Die Fachwerktriennale 2015 „Impulse aus der Wirtschaft“ vereint 18 Projektideen aus Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg. Sie ist ein Beitrag zur nationalen Stadtentwicklungspolitik, die unter der Leitung der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V. (ADF) im Juni 2015 an den Start geht, die Vorbereitungen laufen bereits seit einigen Monaten. Die Stadt Einbeck nimmt zum dritten Mal an einer Fachwerktriennale teil.

Das Brodhaus, das bald auch von außen illuminiert werden soll, zeigt Stadtentwicklung am konkreten Objekt, ist Gasthaus und Aushängeschild zugleich. Tourismus und Gastronomie helfen, die historische Fachwerkstadt bekannt zu machen, sie zu erhalten und die Identität zu bewahren. „Eine stärkere Einbindung der Wirtschaft in kommunale Entwicklungen unserer Fachwerkstädte wird mit der Fachwerktriennale gezielt in Gang gebracht“, sagt Professor Manfred Gerner, Präsident der ADF. Wirtschaft wird halt in der Wirtschaft gemacht. „Fachwerkpapst“ Gerner wird darüber auch beim Neujahrsempfang der Einbeck Marketing GmbH am 30. Januar in Einbeck sprechen.

Moderne Gaststube des Brodhauses.

Moderne Gaststube des Einbecker Brodhauses am Marktplatz mit indirekter Beleuchtung, ochsenblutroten Deckenbalken und Fachwerk-Bildmotiven an den Wänden.

Eulenspiegelei

WM-Sieger Till.

WM-Sieger Till.

Er ist prägendes Element auf dem Einbecker Marktplatz: der Eulenspiegel-Brunnen. Die Steinfigur blickt zum Rathaus – und den dort tagenden Ratsherren und Ratsfrauen sprichwörtlich auf die Finger. Traditionell verkleiden die frisch gebackenenen Abiturienten in jedem Jahr die Brunnenfigur – und wenn Deutschland Fußball-Weltmeister wird wie im Sommer 2014, dann darf sich der Till schon mal die schwarz-rot-goldene Fahne unter den Arm klemmen. Der Eulenspiegel-Brunnen gehört zu Einbeck wie das Bier.

Aber warum steht dieser Brunnen seit mehr als sieben Jahrzehnten dort? Und was hat das alles mit Bier zu tun?

Der norddeutsche Schalk Till Eulenspiegel, so geht die Legende, war einst Braugeselle in Einbeck. Er soll eines Tages seinen Schabernack mit seinem Herrn, dem Brauer, getrieben haben, als dieser wegen einer Hochzeitsfeier das Haus während des Brauvorganges verlassen musste: Till sollte den Hopfen sieden, der ja nun einmal zu einem guten Einbecker Bier gehört. Doch er nahm den Hund des Brauers namens Hopf, warf ihn in die Braupfanne und kochte das arme Tier, bis diesem das Fleisch von den Knochen fiel… Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt – dieses Sprichwort soll seinen Ursprung in dieser Eulenspiegelei haben.

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