Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Archiv für das Schlagwort “Lothar Gauß”

Video: Einbecker Hoffest 2016

Beim Einbecker Hoffest 2016 hat Ministerpräsident Stephan Weil den Startknopf für die neue Flaschenabfüllung der Einbecker Brauhaus AG gedrückt.

Uralt, aber putzmunter

Sechs Hände, ein roter Knopf (v.l.): Vize-Brauhaus-Aufsichtsratschef Dr. Wilhelm Helms, Vize-Bürgermeisterin Cornelia Lechte, Vorstand Martin Deutsch, Ministerpräsident Stephan Weil, Vorstandssprecher Lothar Gauß, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Sechs Hände, ein roter Knopf (v.l.): Vize-Brauhaus-Aufsichtsratschef Dr. Wilhelm Helms, Vize-Bürgermeisterin Cornelia Lechte, Vorstand Martin Deutsch, Ministerpräsident Stephan Weil, Vorstandssprecher Lothar Gauß, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Der Mai-Ur-Bock 2016 ist am Sonnabend Mittag offiziell von Ministerpräsident Stephan Weil beim Hoffest der Einbecker Brauhaus AG angestochen worden. Wobei der Regierungschef bei seinem dritten Hammerschlag den Zapfhahn zunächst nicht ins Fass trieb, sondern vom Fass abschlug. Leichtes Erschrecken im durstigen Publikum. Mit ein ein wenig Nacharbeit jedoch war der Regler schnell doch noch ins Holzfass geschlagen, so dass der süffige saisonale Gerstensaft fließen und Vorstandssprecher Lothar Gauß die magischen Worte sprechen konnte: O’zapft is! Auch Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hatte beim Anstich des Fasses „Ainpöckisch Bier“ ein bisschen Probleme mit Hammer und Zapfhahn am Holzfass, letztlich konnte aber auch die jüngste Bockbier-Spezialität des Unternehmens beim Hoffest offiziell fließen. „Ein Bier mit einem hervorragend hellen Schaum, mit honig-karamellartigem Geschmack, mit einer leuchtend orangefarbenen Farbe“, hatte Vorstandsmitglied Martin Deutsch den Besuchern den Mund auf den naturtrüben Gerstensaft wässrig gemacht, das auf den Flaschen die markante Jahreszahl 1378 trägt – so lange lässt sich Einbecker Bier belegen.

„Uralt, aber putzmunter“ nannte Ministerpräsident Stephan Weil die Einbecker Brauerei. Der bekennende Bierfreund aus Hannover, seit 2014 Träger des karnevalistischen Einbecker Bierordens, drückte am „Tag des Deutschen Bieres“, in diesem Jahr gleichzeitig der 500. Geburtstag des Reinheitsgebotes, offiziell den roten Startknopf für die neue, die zweite Flaschenabfüllung. „Regionale Brauereien machen einen Gutteil der niedersächsischen Kultur aus“, sagte Stephan Weil. „Viele gute niedersächsische Privatbrauereien, die es vor 25 Jahren noch gab, gibt es heute nicht mehr. Hier in Einbeck erleben wir das Gegenteil: Ein Traditionsunternehmen, das auch durch schwere Tage hindurch gegangen ist, das sich aber entschieden hat nach vorne zu blicken und zu investieren.“ Wenn ein solches Unternehmen 15 Millionen Euro in die Hand nehme, dann sei das mehr als nur eine Investition, sagte der Ministerpräsident. „Sondern die Aussage: Wir glauben an die Zukunft!“

Täglich können jetzt in Einbeck in 14 bis 15 Stunden bis zu eine Million Flaschen vom Band laufen. Zwei Jahre Planung, zwei Jahre Bauzeit, dann war die Millionen-Investition in Flaschen- und Fass-Abfüllung sowie eine neue 3500 Quadratmeter große Verladehalle am Standort in der Papenstraße realisiert. Vorstandssprecher Lothar Gauß dankte den Mitarbeitern, denen während der Bauphase viel Flexibilität abverlangt worden sei und die teilweise unter freiem Himmel hätten abfüllen müssen. Und er dankte den Kunden, die der Einbecker Brauerei die Treue gehalten haben.

„Ich möchte mir Niedersachsen nicht vorstellen ohne die Einbecker“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Damit es die Brauerei nicht nur in 50 Jahren, sondern auch in 250 Jahren noch gebe, dafür leiste das Unternehmen heute einen Beitrag, bedankte sich Weil. „Ich wünsche Ihnen, dass die Kundschaft Ihnen die Bude einrennt, damit sie sich über die nächste Abfüllanlage bald Gedanken machen müssen.“

Dann strebte der Regierungschef zum nächsten Termin. Vorstandssprecher Lothar Gauß dankte Stephan Weil dafür, dass er zwischen der wichtigen VW-Aufsichtsratssitzung gestern und dem Besuch des Präsidenten der USA, Barack Obama, am morgigen Sonntag in Hannover eine Einbeck-Visite eingelegt habe. „Wir wissen das extrem zu schätzen.“

Ministerpräsident Stephan Weil konnte seinen Wissensdurst stillen. Er ließ sich von Vorstandssprecher Lothar Gauß die Investitionen erläutern: den Neubau der 3500 Quadratmeter großen Verladehalle bei fortlaufendem Betrieb, die komplett neue Fassabfüllung und den zusätzlich zur bestehenden Abfüllkapazität errichteten Flaschenkeller 2. Dort können weitere 30.000 Flaschen pro Stunde abgefüllt werden. Darüber hinaus wurde der bereits bestehende Flaschenkeller 1 mit einer Kapazität von 50.000 Flaschen pro Stunde modernisiert. Die Aufträge gingen überwiegend an heimische Handwerksbetriebe in der Region. Die zusätzliche Flaschenabfüllanlage und die Komponenten für den erneuerten Flaschenkeller 1 lieferte die Krones AG. Die moderne Flaschenwaschmaschine mit Wärmerückgewinnung führt zu erheblicher Wasser- und Energieeinsparung. Lothar Gauß: „Um technisch und logistisch zukunftsfähig zu sein, haben wir unseren Masterplan Schritt für Schritt umgesetzt. Die Modernisierungs- und Erneuerungsmaßnahmen in dem Bereich Fass- und Flaschenabfüllung und Prozesssteuerung ermöglichen einen noch ressourcenschonenderen Einsatz und effizientere Betriebsabläufe.“

(Aktualisiert 26.05.2016)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ministerpräsident beim Einbecker Hoffest

Ministerpräsident Stephan Weil (r.) mit Vorstandsprecher Lothar Gauß in der Einbecker Abfüllung. Archivfoto 2012

Ministerpräsident Stephan Weil (r.) mit Vorstandsprecher Lothar Gauß in der Einbecker Abfüllung. Archivfoto 2012

Die Biersteuer ist ja bekanntlich eine Landessteuer – also eine, die unmittelbar dem Land zugute kommt. Da schaut der Landesvater natürlich gerne mal in den Braustätten vorbei. Und wenn dann auch noch am Tag des deutschen Bieres in diesem Jahr 500 Jahre Reinheitsgebot gefeiert wird und der Erfinder des Bockbieres aus Niedersachsen kommt und das alles mit einem Hof-Fest feiert, hat Ministerpräsident Stephan Weil dem Werben vermutlich leichten Herzens nachgegeben. Zumal er als Träger des Einbecker Bierordens dann auch praktischerweise mal wieder außerhalb der närrischen Zeit in der Heimat guter Biere vorbei schauen kann. Weil besucht in diesem Jahr am 23. April nicht allein das Hof-Fest der Einbecker Brauerei und sticht dort das erste offizielle Fass Einbecker Mai-Ur-Bock an. Der Ministerpräsident wird an dem Tag auch die jüngsten Investitionen des Unternehmens ihrer Bestimmung übergeben. „Das bedeutet für die Einbecker Brauhaus AG eine große Ehre“, sagen die Vorstände Lothar Gauß und Martin Deutsch. „Wir sehen dieses als besondere Wertschätzung der Einbecker Brautradition.“ Am Standort Einbeck hat das Unternehmen mehr als 15 Millionen Euro in eine neue Fassabfüllung, eine zweite Flaschenabfüllanlage sowie in eine 3500 Quadratmeter große Verladehalle investiert. Alle Abfüll- und Logistikaktivitäten der Unternehmensgruppe (Einbecker, Göttinger, Martini, Kasseler, Nörten-Hardenberger, Härke) sind in Einbeck konzentriert.

Astrid Klinkert-Kittel mit Brauhaus-Vorstandsprecher Lothar Gauß.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel mit Brauhaus-Vorstandsprecher Lothar Gauß.

Natürlich lief Nörten-Hardenberger Pils in der Abfüllanlage, als die neue Landrätin des Landkreises Northeim, Astrid Klinkert-Kittel, während ihres Wahlkampfes die Einbecker Brauhaus AG jüngst besuchte. Die erste Frau an der Spitze des Landkreises war bis zu ihrer Wahl zur Landrätin in Nörten-Hardenberg mehr als vier Jahre lang die Bürgermeisterin, zuvor die Kämmerin der Flecken-Gemeinde. Bei ihrem ersten Besuch der Einbecker Brauerei zeigte sich für Klinkert-Kittel auch noch eine weitere Verbindung zu den Wirkungsstätten des Unternehmens: Die ehemalige Martini-Brauerei aus Kassel, dem Geburtsort der 52-Jährigen, gehört ebenso dazu. Vorstandssprecher Lothar Gauß und Markenvorstand Martin Deutsch erläuterten der Besucherin die Verbundenheit der Brauhaus AG mit dem Standort Einbeck und das Bewusstsein für die Region. Mit der Übernahme der Härke-Braumanufaktur Peine 2013 habe man sowohl den Standort Peine erhalten als auch Einbeck als Abfüllort gestärkt. Täglich laufen in 14 bis 15 Stunden bis zu eine Million Flaschen vom Band.

Verantwortung für Einbeck

Doppelseite der Brauerei in der Wirtschaftsbroschüre. (c) Connect

Doppelseite der Brauerei mit dem Vorstandsinterview in der neuen Wirtschaftsbroschüre. (c) Connect

So lange wie kein anderes Unternehmen in der Stadt ist die Einbecker Brauerei mit der Stadt und den Menschen hier verbunden. Das wird in der neuen Wirtschaftsbroschüre der Einbeck Marketing GmbH deutlich, die jetzt erschienen ist. Im Interview sieht der Brauhaus-Vorstand diese mehr als 600 Jahre dauernde Verbindung nicht als eine Bürde, sondern als Herausforderung. Die Brauerei sei Markenkern der Stadt Einbeck, die Qualität des Bieres habe freilich ebenso Wirkung auf das Image der Stadt. Das sei eine große Verantwortung, der sich die Einbecker Brauhaus AG jeden Tag aufs Neue stelle, erklären Lothar Gauß und Martin Deutsch in der Broschüre. „Das Brauhaus ist nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Auftraggeber für die Region. Das Brauhaus lebt von den Menschen, weil sie unser Bier kaufen. Und wir geben ihnen und den qualifizierten und engagierten Unternehmen etwas zurück, indem wir die Leistungen hier vor Ort einkaufen.“

Markantes Rot: Die neue Broschüre ist im Eicke'schen Haus in Einbeck erhältlich.

Markantes Rot: Die neue Broschüre ist im Eicke’schen Haus in Einbeck erhältlich.

Das in einer Auflage von 2500 Exemplaren produzierte 80-seitige Heft mit dem markanten roten Umschlag („Ein Portrait für Entscheider“) dient der Standortvermarktung Einbecks als Wirtschaftsstandort und wird über Unternehmen, die Wirtschaftsförderung der Stadt Einbeck sowie durch die Einbeck Marketing GmbH eingesetzt. In erster Linie richtet sich die Broschüre an ansiedlungswillige Unternehmen und Investoren sowie potenzielle Arbeitnehmer und Neubürger der Stadt. Interessierte können die Broschüre bei Einbeck Marketing im Eicke’schen Haus kostenfrei erhalten. Im Internet kann die Broschüre ebenfalls in Kürze eingesehen werden (www.einbeck-marketing.de/wirtschaft).

In dem Interview beantworten die Brauhaus-Vorständler auch, warum das Unternehmen im Herzen der Stadt braut – und nicht beispielsweise auf der Grünen Wiese. „Wir sind ein Brauhaus in der Stadt für die Stadt“, sagen Gauß und Deutsch. „Unsere Besucher können bei einer Führung die Abläufe des Bierbrauens noch so hautnah wie heute möglich beobachten – und die Innenstadt profitiert unmittelbar von den Gästen, die unser Haus besuchen. Letztlich sprachen immer aber auch wirtschaftliche Argumente für einen Verbleib im Zentrum.“ Die Einbecker Brauhaus AG habe hier am Standort Einbeck-Mitte rund 15 Millionen Euro investiert. „Alle Abfüll- und Logistik-Aktivitäten unserer Gruppe in Einbeck zu konzentrieren, sichert nicht nur Arbeitsplätze und den Standort. Es gibt gleichzeitig Fundament für langfristig wirtschaftliches Handeln.“

Die Einbecker Brauhaus AG kann nach den Worten des Vorstandes auf dem schrumpfenden Biermarkt nur bestehen, „wenn wir unsere Markenpersönlichkeit pflegen“, sagen Gauß und Deutsch. „Das Einbecker Brauhaus ist die Heimat des Bockbieres, wir haben das Bockbier erfunden, das ist unser Alleinstellungsmerkmal.“ Zudem vertreibe das Unternehmen seit mehr als 125 Jahren das Einbecker Bier in der exklusiven Individual-Flasche.

Spenden statt schenken

Martin Deutsch (l.), Michael Büchting. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Martin Deutsch (l.), Michael Büchting. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Keine Präsente zum Weihnachtsfest bekamen die Geschäftspartner der Einbecker Brauhaus AG, stattdessen spendete das Unternehmen an soziale Einrichtungen an seinen vier Standorten Einbeck, Göttingen, Kassel und Peine mit ihren Tochtergesellschaften Göttinger Brauhaus AG, Martini Brauerei in Kassel und der Braumanufaktur Härke in Peine.

In Einbeck freute sich Michael Büchting, Vorsitzender des Kuratoriums der Diakonie-Stiftung, über einen Scheck in Höhe von 1500 Euro für das Projekt „Neue Nachbarn“ der Flüchtlingshilfe. Den gleichen Betrag spende das Unternehmen in Göttingen an die Aktion „Keiner soll einsam sein“ und in Kassel für das Projekt „Advent“ gespendet. In Peine erhielt die Peiner Tafel 1250 Euro. „Als ortansässiges Unternehmen ist es uns eine besondere Freude, den Ehrenamtlichen der Diakonie-Stiftung das tägliche Arbeiten für die sozial bedürftigen Menschen mit dieser Spende ein wenig zu erleichtern und der Region etwas zurück zu geben“, erklärten beiden Brauhaus-Vorstände Lothar Gauß und Martin Deutsch.

Zum Geburtstag

(c) Niedersächsische Wirtschaft 1/2016

(c) Niedersächsische Wirtschaft 1/2016

Die Zeitschrift „Niedersächsische Wirtschaft“ der IHK Hannover berichtet in ihrer Ausgabe 1/2016 über die aktuelle Situation auf dem niedersächsischen Biermarkt – anlässlich des 500. Geburtstag des Reinheitsgebotes im Jahr 2016. Dabei kommt auch das Einbecker Brauhaus ausführlich zu Wort – und ist ebenso ausführlich im Bild zu sehen. Das Reinheitsgebot sei von enormer Bedeutung – als Zeichen der Transparenz gegenüber dem Verbraucher, wird Brauhaus-Vorstandssprecher Lothar Gauß zitiert. Die Craft-Bier-Bewegung betrachtet das Einbecker Brauhaus nicht mit Sorge, sondern eher mit großem Interesse – schließlich wird in Einbeck schon seit fast 700 Jahren handwerklich mit hoher Qualität gebraut, also Craftbeer hergestellt. Dass die Einbecker den Bier-Export stärker ins Auge fassen wollen, beispielsweise nach China, wie Vorstand Martin Deutsch bereits im Faktor-Magazin erklärte, kommt ebenso in dem interessanten Beitrag des IHK-Magazins vor. In Einbeck wird das Reinheitsgebot übrigens mit dem Hoffest begangen – am 23. April.

Beruf? Bier brauen

Gruppenbild (v.l.): Markus Körner, Marina Schreiber, Carolin Huchthausen, Jannick Will, Marty Garrels, Tim Marschner, Kim Adomat, Friedrich Burrer, Manfred Matschke, Knut Schiemann, Manuel Schilling, Lothar Gauß. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Gruppenbild (v.l.): Markus Körner, Marina Schreiber, Carolin Huchthausen, Jannick Will, Marty Garrels, Tim Marschner, Kim Adomat, Friedrich Burrer, Manfred Matschke, Knut Schiemann, Manuel Schilling, Lothar Gauß. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Damit in Einbeck auch in Zukunft der Gerstensaft gebraut werden kann, den Kenner so schätzen und die Brauerei an der Papenstraße die Heimat guter Biere bleibt, setzt die Einbecker Brauhaus AG auf den eigenen beruflichen Nachwuchs. Sechs neue Auszubildende haben am 1. August begonnen, drei davon wollen Brauer und Mälzer werden: Friedrich Burrer, Marty Garrels, Tim Marschner (Brauer und Mälzer), Carolin Huchthausen und Jannick Will (Industriekaufleute), sowie Manuel Schilling (Elektroniker für Betriebstechnik). Die Einbecker Brauerei sieht eine hohe Ausbildungsquote (aktuell acht Prozent) als ihre gesellschafts- und wirtschaftspolitische Verantwortung. Wobei nicht allein die Quantität beim Ausbildungsengagement zähle; die Qualität einer praxisbezogenen Ausbildung werde jedes Jahr durch gute Ergebnisse der Abschlussprüfungen dokumentiert, teilte jetzt das Unternehmen mit. Die neuen Auszubildenden wurden am ersten Ausbildungstag begrüßt von Vorstandssprecher Lothar Gauß, ihren zuständigen Ausbildern Manfred Matschke und Markus Körner, der Mitarbeiterin der Personalabteilung Karina Heider, dem Jugend- und Auszubildenden-Vertreter Mauritz Gabriel Becker sowie Betriebsratsvorsitzenden Knut Schiemann. Vorstandssprecher Lothar Gauß gratulierte den bisherigen Azubis Kim Adomat und Marina Schreiber (beide Industriekauffrau) zu ihren guten und sehr guten Prüfungsergebnissen. Erfolgreich legten Dennis Sauer (Informatikkaufmann) sowie Sebastian Mahrt und Francesco Marletta (Brauer und Mälzer) ihre Prüfungen ab. Alle fünf haben eine befristete Anstellung in ihrem erlernten Beruf erhalten.

Gabriels Gespräche an der Würzpfanne

Wie wird das Einbecker Bier gebraut: Darüber informierten Brauer Jörg Müller (r.) und Vorstand Walter Schmidt (2.v.r.) Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an der Würzpfanne im Sudhaus.

Blickte in die Würzpfanne: Sigmar Gabriel mit Brauer Jörg Müller (r.) und Vorstand Walter Schmidt (2.v.r.) im Sudhaus.

Wie war das noch mal mit den Münchnern? Die haben doch von den Einbeckern das Bier brauen gelernt, oder? Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel wollte es ganz genau wissen, ließ es sich von den Einbecker Brauhaus-Vorständen Lothar Gauß und Walter Schmidt noch eimal ganz genau erklären, als er am Donnerstag mit Verspätung, dann aber doch länger als erwartet die Brauerei in Einbeck besuchte. Empfangen wurde Gabriel von Vorstand und Betriebsrat (Knut Schiemann, Irina Bohne und Arnold Schwulera) der Brauhaus AG  sowie von Holger Eichele, Geschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, und Michael Scherer, Geschäftsführer Sozietät Norddeutscher Brauereiverbände, dessen Präsident Einbecker-Vorstand Lothar Gauß ist. Die Einladung an Gabriel hatte schon längere Zeit bestanden.

Laugenbrezel und Häppchen.

Laugenbrezel und Häppchen.

Guck mal, Roy: Vom legendären Biertreck konnte Gabriel dem CDU-MdB berichten.

Guck mal, Roy: Vom legendären Biertreck konnte Gabriel dem CDU-MdB berichten.

Für den Minister und ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten mit Wahlkreis Goslar war die Visite ein bisschen wie nach Hause kommen: 1982 hatte Sigmar Gabriel als Werkstudent in der damals zum Einbecker Brauhaus gehörenden Goslarer Brauerei gejobbt. Da seien dolle Dinge passiert, deutete Gabriel an, öffentlich erzählen mochte er die Anekdoten lieber nicht. Der SPD-Vorsitzende war offiziell in Einbeck zu Gast in der Brauerei, um sich über aktuelle Themen und Entwicklungen der Braubranche zu informieren. Der Bundeswirtschaftsminister verschaffte sich einen Eindruck über die Leistungsfähigkeit der deutschen Brauwirtschaft, Bier soll’s jedoch keins gegeben haben. Nach einem kurzen Rundgang durch das Sudhaus tauschten sich die Vertreter des Deutschen Brauer-Bundes sowie der Einbecker Brauhaus AG mit Sigmar Gabriel sowie den örtlichen Bundestagsabgeordneten Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) und Dr. Roy Kühne (CDU) in einem vertraulichen Hintergrund-Gespräch im Urbock-Keller aus. Laugenbrezeln, Schnittchen und Getränke warteten.

„Die Einbecker Brauhaus AG ist ein Unternehmen mit langer Tradition und überzeugt mit hoher Qualität und einer breiten Produktpalette“, ließ sich der Minister nach dem Gespräch zitieren. Nach seinem Kurzbesuch in Einbeck reiste Sigmar Gabriel vom Bad Gandersheimer Flugplatz per Hubschrauber zum nächsten Termin nach Lübeck.

Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD-MdB), Knut Schiemann (Vorsitzender), Irina Bohne und Arnold Schwulera,

Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD-MdB), Betriebsrat Arnold Schwulera, Betriebsrätin Irina Bohne, Vorstand Walter Schmidt, Knut Schiemann (Betriebsratsvorsitzender), Sigmar Gabriel, Vorstand Lothar Gauß, Holger Eichele, Michael Scherer (v.l.).

Ein Amber Ale auf die Dividende

Amber Ale von der Braumanufaktur Härke.

Amber Ale von der Braumanufaktur Härke.

Überschäumender Optimismus wäre übertrieben gewesen, aber nach siebenjähriger Durststrecke zeigten sich die Aktionäre der Einbecker Brauhaus AG heute bei der Hauptversammlung des Unternehmens durchaus zufrieden, hatten kaum kritisiche Fragen und beschlossen ohne großen Zeitverzug eine 6-Cent-Dividende: Nach kaum zweieinhalb Stunden war alles vorbei, konnten sich die Anteilseigner der Brauerei (147 Mitarbeiter) außer an der traditionellen Gulaschsuppe an einer Spezialität laben: Der Vorstand kredenzte ein nach dem Craftbier-Trend produziertes Amber Ale, das die Braumanufaktur Härke (Peine) speziell zum Hoffest am vergangenen Wochenende und für ausgewählte Gastronomie eingebraut hatte. Die 125-jähriges Jubiläum feiernde Härke-Brauerei gehört zur Einbecker-Gruppe.

Die Einbecker Brauhaus AG ist auch im jetzt bilanzierten Geschäftsjahr 2014 die Nummer 1 auf dem deutschen Bockbiermarkt. Das sagte Vorstandssprecher Lothar Gauß. Bei den Einbecker-Marken habe man im vergangenen Jahr 1,4 Prozent mehr Bier absetzen können, allerdings habe man feststellen müssen, dass die sehr positive Entwicklung bei Landbier und Kellerbier teilweise zulasten von Einbecker Pilsener gehe.

Die heutige Hauptversammlung war auch der erste öffentliche Auftritt von Martin Deutsch bei den Einbecker Bierbrauern. Der 50-Jährige aus Fürstenfeldbruck tritt im Oktober die Nachfolge von Walter Schmidt (64) an, der in den Ruhestand geht. Für Deutsch schließt sich nach eigener Aussage damit ein Kreis – „nach 400 Jahren“, wie der Bayer mit unüberhörbarer, leichter Dialekt-Note lächelnd den Aktionären berichtete. Denn vor 25 Jahren habe er erstmals während der Ausbildung zum Brauer und Mälzer beruflich Berührung mit Bier aus Einbeck gehabt. Dabei habe er natürlich gelernt, woher denn das Bockbier ursprünglich stammt und dass die Münchener den Einbeckern einst 1612 den Braumeister abgeworben hatten. Martin Deutsch, der mit Ehefrau Petra (Garten- und Landschaftbauerin) und ohne die zwei erwachsenen Söhne nach Einbeck ziehen wird, war nach Ausbildung und Studium zunächst in Kulmbach und Kaufbeuren tätig, und nach einem dreijährigen „Ausflug in den alkoholfreien Bereich“ bei Apollinaris/Schweppes dann insgesamt 13 Jahre für den Deutschland-Vertrieb der Paulaner-Brauerei München zuständig. Zuletzt arbeitet Martin Deutsch als Geschäftsführer Vertrieb/Marketing bei Schneider Weisse, bis ihn der Aufsichtsrat der Einbecker Brauhaus AG im März mit Wirkung vom 1. Oktober zum Vorstandsmitglied bestellt hat.

Aufmerksamer Beobachter: Martin Deutsch (links) wird ab Oktober neuer Vorstand der Einbecker sein, Walter Schmidt und Lothar Gauß (kl. Foto) begrüßten ihn.

Aufmerksamer Beobachter beim Aktionärstreffen: Martin Deutsch (links) wird ab Oktober neuer Vorstand der Einbecker Brauhaus AG sein, Walter Schmidt und Lothar Gauß (kl. Foto) begrüßten ihn. Foto/Montage

O’zapft is! Prost, Winterbock

Dr. Sabine Michalek hat bei der Eulenfest-Eröffnung auf dem Marktplatz mit drei Schlägen die Winterbock-Saison 2014 gestartet.

Dr. Sabine Michalek hat bei der Eulenfest-Eröffnung auf dem Einbecker Marktplatz mit drei kräftigen Schlägen die Winterbock-Saison 2014 gestartet. Bierkutscher Albert Eggers (hinten) assistiert.

Mit drei kräftigen Schlägen hat die Einbecker Bürgermeisterin die Winterbock-Saison 2014 eröffnet: Die Temperaturen draußen dürfen zwar ruhig noch ein wenig kühler werden für den gaumenschmeichelnden Genuss der winterlichen Bierspezialität als am vergangenen Stadtfest-Wochenende, aber beim Eulenfest wird seit ein paar Jahren das erste Fass mit Winterbock-Bier offiziell angestochen. So auch in diesem Jahr: zum 40. Geburtstag des Eulenfestes eine ganz besondere Gelegenheit, die ersten Tropfen des malzig-vollmundigen Bieres zu probieren.

Lothar Gauß, Dr. Sabine Michalek.

Lothar Gauß, Dr. Sabine Michalek.

Weiterlesen…

Beitragsnavigation