Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Archiv für das Schlagwort “Hopfengarten”

Hopfiges Ernterankfest

Amelie Claus, Julien Wilkens, Luca Dalkner, Justus Kaspereit und Viviane Hippauf (v.l.). Foto: Einbecker Brauhaus AG

Erste Ernte mit einem hopfigen Ernterankfest: Ein wenig spät waren die Azubis ja schon dran, Erntezeit für den Hopfen ist üblicherweise Anfang bis Mitte September. Aber es war ja auch das erste Mal, dass sie eigenhändig echten Hopfen (lat. humulus lupulus) im neuen Hopfengarten auf dem Brauereihof in Einbeck ernten konnten. Seit dem Frühjahr haben sich Amelie Claus, Julien Wilkens, Luca Dalkner, Justus Kaspereit und Viviane Hippauf in eigener Verantwortung um den brauereieigenen kleinen Hopfengarten gekümmert. Wilkens absolviert eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik, die anderen lernen im traditionsreichen Lehrberuf Brauer und Mälzer. Nebenbei haben alle viel über die Bedürfnisse der Hopfenpflanzen gelernt. Wichtig sind ausreichend Sonne, eine hohe Bodenfeuchte und ein möglichst tiefgründiger, gut durchwurzelbarer Boden. Viviane Hippauf: „Beim Gießen haben wir uns abgewechselt“.

„Wir möchten den Besichtigungsgästen der Brauerei zeigen, wie Hopfen beschaffen ist, wie die Pflanze sich anfühlt, wie sie riecht: Bier brauen mit allen Sinnen sozusagen“, sagt Luca Dalkner.

Die Auszubildenden wussten natürlich schon vor dem Gärtnern, das das Lupulin des Hopfens für die Bittere und für spezielle Aromen im Bier sorgt und der Hopfen eine haltbarmachende und schaumstabilisierende Wirkung entfaltet. Amelie Claus: „Hopfen ist die Seele des Bieres“. Hopfen ist eine Arzneipflanze und zweigeschlechtlich. Zum Brauen werden ausschließlich die weiblichen Dolden verwendet. Der jetzt geerntete Naturhopfen kommt nicht in den Biersud. „Dafür ist die Menge viel zu gering“, sagt Justus Kaspereit. Der Hopfen z.B. für Einbecker Brauherren Pils wächst nach wie vor alljährlich in dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt, der Hallertau. Dort werden rund 86 Prozent der deutschen und 34 Prozent der weltweiten Hopfenernte produziert.

Hopfen-Ernte mit dem Hubsteiger auf dem Brauereihof. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Hopfen im eigenen Garten

Haben ein Auge auf den Hopfengarten: die Brauer-Azubis der Einbecker Brauhaus AG.

Was braucht es für ein gescheites Einbecker Bier? Unter anderem natürlich Hopfen. Nun bekommt die Einbecker Brauerei ihren Hopfen zum Bier brauen natürlich in größeren Mengen. Aber um allen Besuchern einmal zu zeigen, wie eine Hopfenpflanze aussieht, hat das Unternehmen seit ein paar Wochen einen eigenen, kleinen Hopfengarten – passenderweise direkt vor dem Startpunkt zu den Brauereibesichtigungen. Hier kann den Gästen direkt an der wachsenden Pflanze erläutert werden, wie Hopfen beschaffen ist, wie er gedeiht, wie die Pflanze sich anfühlt, wie sie riecht: Bier brauen mit allen Sinnen sozusagen. Gepflegt werden die Hopfenpflanzen von den Brauer-Auszubildenden, die gemeinsam mit dem technischen Leiter Christoph Benseler ein wachsames Auge auf den Hopfen haben. Damit er wachse und gedeihe. Bereits vor zwei Jahren waren in Einbeck die ersten Innenstadt-Hopfenpflanzen am Möncheplatz gesetzt worden. Diese sind inzwischen gut empor gewachsen und zeigen jedem Innenstadt-Besucher, wie eine der wichtigsten Bierzutaten eigentlich aussieht.

Christoph Benseler wässert die Hopfenpflanzen.

Bier-Bannmeile

Einer von acht Steinen steht bei Kuventhal.

Einer von insgesamt acht Steinen der Bier-Bannmeile steht bei Kuventhal. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Sie stehen leicht verdeckt, versteckt am Straßenrand, und man muss schon sehr genau hinschauen, um sie zu erkennen. Die Gedenk-Stelen, die 1978 aufgestellt worden sind, erinnern an die Bannmeile rund um die Bierstadt Einbeck. Die Einbecker Brauhaus AG hat die acht Steine, jeweils postiert an den Standorten der ehemaligen Wachtürmen der Einbecker Landwehr, der Stadt Einbeck zum 600-jährigen Jubiläum in Erinnerung an den ersten Bier-Beleg geschenkt. Bei einem Bannmeilenmarsch wurden die acht Bannmeilen-Steine vom Rat der Stadt und von der Bevölkerung am 5. Mai 1979 besichtigt, so ist es im Archiv der Einbecker Brauerei notiert.

Was war die Bannmeile? Was war die Landwehr?

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