Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

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Der doppelte Winterbock-Anstich

Premiere: Vize-Bürgermeister Albert Thormann (l.) sticht das erste Fass Winterbock mit Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch an.

Doppelter Anstich für den Doppelbock: In diesem Jahr gab es erstmals zwei Anstiche für das Winter-Bier der Einbecker Brauhaus AG unmittelbar hintereinander. Am Donnerstag Abend hatte die Brauerei rund 60 Freunde, Kunden und Partner des Hauses in den Urbockkeller eingeladen, wobei Genuss, Geselligkeit und Gaumenfreude im Mittelpunkt des Abends standen, inklusive eines eigens kreierten Dunkelbock-Eis aus Wiebkes Milchhaus. „Bei 24, 25 oder 26 Grad ist der ideale Zeitpunkt und die richtige Witterung, um den Winterbock anzuzapfen“, scherzte Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch. Er dankte den Braumeistern seines Hauses, dass diese wieder einen süffigen Winterbock gebraut haben. Den er so beschrieben hat: „Schaum wie Schnee krönt den rötlich-dunklen Kupferton des Winter-Bocks, der das Aroma gebrannter Mandeln mit einem leichten Stachelbeeraroma harmonisch verbindet. Der Körper ist kräftig und wirkt mit ausgeprägter sowie ausgeglichener Bittere im Nachtrunk. Das malzbetonte Aromaprofil entfaltet sich optimal bei einer Trinktemperatur nicht unter 10 Grad Celsius.“

Im Keller der Brauerei griff der stellvertretende Bürgermeister Albert Thormann beherzt zum Hammer und ließ mit zwei geschickten Schlägen das Winter-Bockbier aus dem Holzfass. Der Hobbywinzer aus Salzderhelden gestand, dass dies eine Premiere gewesen und er der Lehrling gewesen sei. Für alles gebe es immer ein erstes Mal. „Er ist wieder da, der Winterbock, welch eine Freude“, sagte Thormann. „Es ist o’zapft, sagt man in Bayern.“

Da war es für Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek am Freitag Abend auf dem Marktplatz bei der Eröffnung des Eulenfestes mühsamer. Zahlreiche Schläge waren notwendig, bis hier der Winterbock aus dem Holzfass floss. Dafür war das Spätsommerwetter brilliant.

Poetry Slamer Gerrit Wilanek („Ich lese lustige Geschichten vor“) hatte dieses Mal im Urbockkeller nicht nur seinen Liebesbrief für das Einbecker Bier zur Hand, sondern machte sich auch auf Einbeck einen Reim: „Von einem der auszog, das Trinken zu lernen“. Einbeck und das Brauhaus sind für den modernen Dichter keine Unbekannten, ist er doch in Einbeck aufgewachsen und arbeitete sein Onkel als Braumeister früher im Einbecker Brauhaus. Als er als Kind diesen einmal in einen Supermarkt begleitete, stellte sein Onkel dort jemanden „mit Fremdbier“, wie er sagte, an der Kasse zur Rede: „Warum er denn kein Einbecker kaufe, ob er denn keine Ehre im Leib habe“, zitierte der Poet seinen Oheim. Eine der wichtigen Erfindungen neben der des Rades sei das Bockbier, reimte Wilanek. Und das stamme ja nun mal aus Einbeck. „Ohne Bockbier kein Buchdruck, vom Internet ganz zu schweigen.“

Es war ein bisschen mühsam, bis der Winterbock auf dem Marktplatz von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek aus dem Fass gelassen wurde.

Prost, Winterbock: Martin Deutsch und Albert Thormann.

Poetry Slam mit Gerrit Wilanek (r.) im Urbockkeller.

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Einbecker Bierkasten-Sitz

Joachim Dörge und Steffanie Noster.

Die Idee ist so einfach wie praktisch: Auf einem Bierkasten, in dem noch gefüllte Flaschen sind, kann man schlecht sitzen, man kann diesen ja auch nicht umdrehen, um die Kiste beispielsweise bei einer Feier vorübergehend als Hocker zu nutzen. „Einbecker dürfen das“, eine 2007 entstandene Initiative von Steffanie Noster (und der Einbecker Maler-Familie Dörge) mit allerlei Merchandising-Produkten unter diesem selbstbewussten Spruch, hat deshalb jetzt einen Sitz entwickelt, der perfekt auf einen Einbecker Bierkasten passt. Und zwar mit den Maßen nur ideal auf diesen 20-er Kasten aus der Heimat guter Biere. Auf dem gepolsterten Bezug aus unempfindlichem Kunstleder prangt der Schriftzug, wer den Sitz auf einen Bierkasten stellt, kann praktisch und bequem darauf sitzen. Und hat das Einbecker Bier auch immer unmittelbar griffbereit. Erstmals gibt es die in einer bislang kleinen Auflage in Handarbeit gebauten Bierkasten-Sitze beim Einbecker Eulenfest (12. bis 14. Oktober) an einem Stand der Initiative „Einbecker dürfen das“ und von Stadtfest-Veranstalter Einbeck Marketing GmbH zu erwerben.

Bier & Bratwurst in Thiais

Die Einbecker Delegation vor dem – ausverkauften – Stand (v.l.): Horst Gärtig, Michael Heraeus, Wolfgang Thies, Bernd Amelung, Gerhard Jünke, Angelika Hüneburg, Ulrich Minkner.

Rekord-Überschuss der Einbecker Delegation beim Gärtnerfest in Thiais zugunsten eines guten Zwecks: Mit dem Verkauf von 500 Bratwürsten und 500 Liter Einbecker Brauherren Pils haben die Einbecker 1500 Euro erwirtschaftet, den traditionell eine soziale Einrichtung in der französischen Partnerstadt Einbecks unweit von Paris erhält. Bernd Amelung als Delegationsleiter hat den Betrag im Beisein des Thiaiser stellvertretenden Bürgermeisters Dany Beucher an Angelo Rizza, den Vorsitzenden von „Voir autrement à Thiais“ („anders sehen in Thiais“) überreicht. „Voir autrement à Thiais“ ist eine Vereinigung von blinden und sehbehinderten Menschen, vergleichbar mit dem deutschen Blindenverband. Bereits seit 2001 ist die Stadt Einbeck – auf Initiative von Gerhard Jünke, Bernd Amelung und Elke Cieslik-Heisig – mit einem Bier- und Bratwurststand auf dem Gärtnerfest in der Partnerstadt Thiais vertreten. Die Einbecker Delegation freut sich bereits auf den Gegenbesuch der Thiaiser zum Eulenfest im Oktober. Der Weinstand auf der Landmeile in der Altendorfer Straße wird dann zugunsten des Fanfarenzuges Einbeck französischen Wein und einige andere Spezialitäten anbieten.

Wärmender Winterbock

Prost auf eine Winterbock-Saison: Die Brauhaus-Vorstände Martin Deutsch (l.) und Lothar Gauß (r.) mit „Bierkutscher“ Albert Eggers und Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek.

Prost auf eine Winterbock-Saison: Die Brauhaus-Vorstände Martin Deutsch (l.) und Lothar Gauß (r.) mit „Bierkutscher“ Albert Eggers und Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek.

Die drei Tage des Eulenfestes haben auch in diesem Jahr traditionell am Freitag mit dem Start Dutzender gelber Luftballons auf dem Marktplatz begonnen. Dort setzte – auch das ist inzwischen seit mehreren Jahren eine gute Tradition beim größten Stadtfest Südniedersachsens mit geschätzten 100.000 Besuchern –  Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek geübte drei Schläge ans erste Fass Einbecker Winterbock, damit der kaminrote Gerstensaft mit satten acht Volumenprozent fließen konnte. „Wärmend im Abgang“, pries Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch die winterliche Bockbier-Spezialität, die seit einigen Tagen bereits im Verkauf ist.

Der erste Winterbock

Prost, Winterbock: Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek mit Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch.

Prost, Winterbock: Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek mit Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch.

Wenn die Tage kürzer und kühler werden, darf es ruhig mal wieder ein kräftigeres Bier sein. Seit Jahren startet Mitte Oktober bei der Eröffnung des Eulenfestes die Winterbock-Saison der Einbecker Brauhaus AG. So auch gestern Abend, als das erste Fass auf der Marktplatz-Bühne offiziell angestochen wurde. Dabei gab es erstmals ein bayerisches Doppel: Der neue Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch, gebürtig aus Fürstenfeldbruck, ging Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (eine gebürtige Münchenerin) beim “O’zapft is!” zur Hand. Das Publikum vor der Bühne des Stadtfestes wartete schon durstig. Mit 18,2 Prozent hat Einbecker Winter-Bock die höchste Stammwürze aller Einbecker Bockbiere – und 7,5 Volumen-Prozent Alkohol. Ein süffiges Genuss-Bier mit dunklem Charakter, sagen gerne die Experten: Wenn es draußen kühler wird, ist drinnen Zeit für den dunklen Einbecker Winter-Bock. Das diesjährige Anzapfen kam indes ein wenig überraschend: Präparierten sich doch die Vertreter aus Stadtrat und der Partnerstädte gerade zum Kuscheltiere werfen, griffen die Akteure mit einem Mal zum Hammer und stochen an – von vielen Medienvertretern diesmal unbeobachtet, weil auf der anderen Bühnenseite stehend. Das Bierfass stand sowieso in diesem Jahr erstmals auf der anderen Bühnenseite. Am Biergeschmack freilich ändert das nichts. Prost, Winterbock!

Bierkutscher Albert Eggers schenkte ein.

Bierkutscher Albert Eggers schenkte ein.

Das Publikum auf dem Marktplatz bei der Eulenfest-Eröffnung wartete durstig.

Das Publikum auf dem Marktplatz bei der Eulenfest-Eröffnung wartete durstig.

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