Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

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Bier für Frauen

Szene aus „Bier für Frauen“ mit Felicitas Heyerick. Foto: Julia Lormis/Domfestspiele

Bier für Frauen – und selbstverständlich auch für Männer – gab es nur vor und nach der Vorstellung. Natürlich Einbecker Bier. Leider aber nicht während des Soloauftritts der wandlungsfähigen Akteurin mit mehreren Gesichtern. Nicht auf der Studiobühne, nicht bei den Zuschauern. „Bier für Frauen“ heißt das Theaterstück von Felicia Zeller, das in diesem Sommer fünf Mal auf der kompakten Empore der Klosterkirche in Brunshausen bei den Gandersheimer Domfestspielen gegeben wird (noch am 8., 14., 17. und 21. Juli).

Felicitas Heyerick, die „Buhlschaft“ aus dem „Jedermann“ vor dem Dom, hat sich der zusammenhanglosen, vermeintlich gehaltfreien Texte angenommen, denn „Bier für Frauen“ basiert auf in jahrelanger Trink- und Sprachrecherche gesammelten Gesprächsfetzen. Aus Worten und Sätzen, die frau so sagt nach einem, zwei oder mehr Gläsern Gerstensaft. Das Stück ergründet amüsant die Formen der weiblichen Kommunikation, die sich im Laufe massiven Bierkonsums verändert. Gelallt wird auf der Studiobühne aber nicht, das wäre auch zu platt, es geht feiner zu. Felicitas Heyerick macht zwar ein Fass auf, verschafft knapp eineinhalb Stunden lang den unterschiedlichsten alkoholisierten Frauenfiguren in ihrem leidenschaftlichen und mit viel brilliantem Gesang garnierten Bühnensolo gehopft wie gesungen unterhaltsam Ausdruck. Sie widerlegt einen Leserbriefschreiber, der mal der Süddeutschen Zeitung geschickt hatte, dass Frauen beim Bier trinken albern, dann träge und später zu nichts mehr zu gebrauchen seien. Felicitas Heyerick zeigt sehr schön, dass es auch anders sein kann. Alle Figuren, die sie darstellt, scheitern, die erfolgreiche Karrierefrau, die überforderte Mutter, die naive Tussi, die philosophische Therapeutin. Bier spielt dabei eine Rolle. Aber alle scheitern sie anders, im Leben und beim Sprechen mit ein paar Promille. Allen fehlt entweder das Geld, die Zeit, der richtige Job, der Partner oder alles zusammen. Der Alkoholkonsum spült die tieferliegenden Geschichten an die Oberfläche. Besonderes Lob an die Ausstattung, die Bierreklametafeln köstlich persifliert hat: Da wird beispielsweise der Franziskaner-Schriftzug zum „Frauenzimmer“. Leider hatte die Solistin nach der Premiere gegorenen Traubensaft im Glas. Trotzdem: Bier für Frauen!

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Das Glas zum Theater-Jubiläum

Erstmal ein alkoholfreies Einbecker Bier ins neue Spezialglas: Intendant Achim mit (v.l.) Aufsichtsratschef Uwe Schwarz, Bürgermeisterin Franziska Schwarz und Geschäftsführer Stefan Mittwoch.

Der Intendant der Gandersheimer Domfestspiele, Achim Lenz, ist nicht nur ein gekonnter Anzapfmeister. Er präsentierte jetzt kurz vor dem Start der 60. Spielzeit elegant das Jubiläumsbierglas, das er bei der Pressekonferenz im Kaisersaal der ehemaligen Abtei auch gleich mit (alkoholfreiem!) Einbecker Bier füllte und damit auf eine gelingende Jubiläumsspielzeit anstieß. Die Einbecker Brauhaus AG ist seit vielen Jahren Sponsor des Sommertheater vor der Stiftskirche. „Als großer Biertrinker werde ich das jetzt hier genüsslich kredenzen“, sagte Lenz unter den Augen des Aufsichtsratsvorsitzenden der Gandersheimer Domfestspiele, Uwe Schwarz, der Bad Gandersheimer Bürgermeisterin Franziska Schwarz und Festspiel-Geschäftsführer Stefan Mittwoch. „Das Einbecker ist eines des besten Biere, das es auf der Welt gibt“, sagte der Schweizer Lenz. Das 0,3-Liter-Relief-Glas ist bei den Domfestspielen erhältlich. Auch die Bierdeckel „Läuft bei uns!“, dem Festspielmotto der Saison, sind in der Region Bad Gandersheim im Einsatz.

Bierdeckel: Läuft!

Bier spielt im Festspielsommer eine weitere Rolle. „Bier für Frauen“ heißt das Theaterstück von Felicia Zeller, das ab 4. Juli fünf Mal in Kloster Brunshausen gespielt wird. Dort ist jeweils Platz für 70 Zuschauer. Felicitas Heyerick, die „Buhlschaft“ aus dem „Jedermann“ vor dem Dom, spielt und produziert das Stück. „Bier für Frauen“ basiert auf in jahrelanger Trink- und Sprachrecherche gesammelten Gesprächsfetzen. Es ergründet die Formen von weiblicher Kommunikation, die im Laufe massiven Bierkonsums entstehen. Was unterscheidet die weibliche Trinkkultur eigentlich so sehr von der männlichen? Sind die Gespräche unter Frauen nach ein, zwei oder auch mehreren Gläschen so anders als die Gespräche unter Männern? Seit wann führen Männer beim Trinken tiefgründigere Gespräche als Frauen? Felicitas Heyerick wagt sich an dieses amüsante und heikle Thema und nimmt sich der zusammenhanglosen, vermeintlich gehaltfreien Texte an. Während des Stücks wird kein Bier getrunken, kündigte Heyerick an. Weder auf der Bühne noch von den Zuschauern. Aber natürlich vor und nach dem Stück gibt es möglicherweise das eine oder andere Glas Einbecker Bier. Läuft!

Dieses Glas gibt’s zur Jubiläumsspielzeit mit neuem Bierdeckel und dem Festspielmotto.

Läuft!

Intendant Achim Lenz (l.) und Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch beim Ur-Bock-Anstich in Göttingen. Foto: Einbecker Brauhaus AG/Julia Lormis

Schon der erste Schlag mit dem Holzhammer saß: „Läuft bei uns“, freute sich Achim Lenz, der Intendant der Gandersheimer Domfestspiele. Denn so lautet auch das Spielzeitmotto der 60. Festspiele vor der Stiftskirche in Bad Gandersheim. Auf Einladung von Einbecker-Vorstand Martin Deutsch übernahm der Intendant der Domfestspiele beim zünftigen Anstich eines Fasses Einbecker Mai-Ur-Bocks im Zelt des Göttinger Bürger- und Schützenfestes das Amt des Anzapfmeisters.

Der Künstlerische Leiter des Gandersheimer Sommertheaters, Achim Lenz, wurde im Göttinger Festzelt unterstützt vom Musikalischen Leiter, Ferdinand von Seebach, und von den Schauspielern Miriam Schwan und Fehmi Göklü. Sie vermittelten mit den Gesangsstücken „Im Grünen irgendwo“ und „Zahnarzt“ aus dem Musical „Der kleine Horrorladen“ zur Überraschung der anwesenden Gäste einen kleinen Vorgeschmack auf die Domfestspiele, bei denen ab 22. Juni unter anderem „The Adams Family“ auf dem Spielplan steht.

Das Einbecker Brauhaus, langjähriger Sponsor und Förderer der Domfestspiele, wurde erstmalig im Jahr 1378 erwähnt und feiert somit in diesem Jahr das 640. Jubiläum. Seit 60 Jahren laufen die Aufführungen in Bad Gandersheim. „Zusammen ergibt das die schöne runde Zahl 700“, wies Vorstand Martin Deutsch in seiner Begrüßung auf die besondere Verbundenheit nicht nur in der Jubiläumsspielzeit hin.

Premiere im Sudhaus

Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch (r.) begrüßt Mitglieder des Ensembles im Sudhaus.

Das gab’s zuvor noch nie: ein Ständchen im Sudhaus der Einbecker Brauhaus AG zwischen Läuterbottich, Würzpfanne, Whirlpool und Maischbehältnis. Die Akustik ist gut dort, wo das Einbecker Bier gebraut wird, das wurde bei der Premiere im Sudhaus schnell deutlich. Einige Mitglieder des Ensembles der Gandersheimer Domfestspiele hatten für ihre Brauereibesichtigung eigens ein Lied getextet und haben dieses live vor Ort gesungen. Zur Melodie des Operettenklassikers „Wien, Wien, nur Du allein“ ging es natürlich um den Gerstensaft. „Bier, Bier, nur du allein, sollst das Getränk meiner Freude sein“, lautete der modifizierte Refrain. „Gleich wird das Fass frisch angezapft, schon komm’n die Leute angestapft. Bier, Bier, nur du allein, sollst das Getränk meiner Freude sein. Womit ich glücklich und selig bin, ist Bier, mein Einbecker Bier!“

Kultur im Sudhaus kann es auch künftig geben: Die Einbecker Brauhaus AG ist Sponsor des größten Freilichttheaters Niedersachsens, das 2018 zur 60. Spielzeit nach Bad Gandersheim einlädt. Und die Brauerei kann im kommenden Jahr 640 Jahre auf ihre älteste erhaltene Rechnung im Jahr 1378 zurückblicken. Gemeinsam bringe man es also auf 700 Jahre, sagte Vorstand Martin Deutsch, der die Ensemblemitglieder begrüßte. Und damit war das Ständchen perfekte Probe für Pläne im Jubiläumsjahr.

 

Einbecker Sommer

Einbecker in Gandersheim.

Einbecker in Gandersheim.

Bierkultur ganz besonderer Art wird seit einigen Jahren vor der Stiftskirche in Bad Gandersheim gepflegt. Bei den jährlich im Sommer stattfindenden Domfestspielen ist das Einbecker Brauhaus süffiger Sponsor eines Kultur-Events, das jedes Jahr deutlich mehr als 50.000 Menschen in die kleine Stadt mit dem großen Theater lockt. In diesem Sommer können die Besucher bis zum 16. August die Rockoper „Jesus Christ Superstar“ in einer modernen Inszenierung, die Geschichte der „Comedian Harmonists“ als Musical (ein Video von den Proben) und die Shakespeare-Komödie „Wie es euch gefällt“ erleben. Als Familienstück wird „EselHundKatzeHahn“ gespielt. Ob der Schirmherr der Gandersheimer Domfestspiele, Ministerpräsident Stephan Weil, in diesem Jahr persönlich vor der Stiftskirche auf der 999 Besucher Platz bietenden Tribüne ebensolchen nehmen wird, ist noch offen, bei der Premiere jedenfalls ließ er sich durch seine Kulturministerin vertreten. Er könnte als Einbecker Bierordenträger ein kühles Einbecker nach der Vorstellung genießen, na wenn das nicht lockt…

Auch beim Sommerfest der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin vor einer Woche floss Gerstensaft aus Einbeck aus dem Zapfhahn. Das Getränk aus der Heimat des Bockbieres kam, ein mir zugespieltes Foto zeigt viele geleerte Gläser, offenbar gut an in der Hauptstadt bei der Netzwerk-Veranstaltung mit mehr als 2500 Gästen. Einbeck wurde vor Ort durch seine höchste gewählte Repräsentantin vertreten: Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Auch Brauhaus-Vorstand Walter Schmidt war vor Ort.

Bockbier-Heimat in der Hauptstadt: Einbecker beim Sommerfest Niedersachsens in Berlin.

Bockbier-Heimat in der Hauptstadt: Einbecker beim Sommerfest Niedersachsens in Berlin.

 

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