Einbecker Bierblog

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Bockbier-Brand

Einbecker Bockbier-Brand. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Es gibt nur 341 Flaschen: Einbecker Bockbier-Brand. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Man nehme 1000 Liter Einbecker Winterbock des Jahres 2015 – und mache etwas noch Schöneres daraus. Ohnehin ist der seit 2008 produzierte Doppelbock eine der jüngsten Erfolgsgeschichten in der 700-jährigen Historie des Einbecker Bieres, weiß Marketing-Leiter Ingo Schrader. Doch wenn man nun dieses süffige Getränk noch veredelt, entsteht ein Produkt, das einem Whiskey ähnlich ist. Der Winterbock aus Einbeck ist in einer Kupferbrennblase bei der Weserbergland-Brennerei in Reileifzen an der Weser schonend destilliert worden; das Ergebnis durfte ein Jahr lang auf kleinen Fässern aus deutscher Eiche reifen – zum exklusiven Bockbier-Brand. Nur 341 handsignierte Flaschen gibt es von diesem Produkt mit 40 Volumenprozent. Das Aroma des Winterbocks, der malzige Geschmack und die rauchige Barriquenote sind unverkennbar. Genießen sollte man diese ungefärbte und unfiltrierte Spezialität pur und bei Zimmertemperatur (18 bis 22  Grad Celsius), rät Sebastian Budde von der Weserbergland-Brennerei. Klar ist: Ein nächster Jahrgang des Bockbier-Brand wird definitiv wieder etwas anders schmecken, denn es kommt ganz stark auf das Fass an, in dem er reift und ausgebaut wird. Die limitierten, handabgefüllten Flaschen á 350 Milliliter des diesjährigen Jahrgangs sind ausschließlich im Fan-Shop des Einbecker Brauhauses in Einbeck vor Ort erhältlich und kosten jeweils wertvolle 34,50 Euro.

Präsentieren den neuen Bockbier-Brand (v.l.): Ulrich Meiser und Ingo Schrader vom Einbecker Brauhaus, Sebastian Budde von der Weserbergland-Brennerei, Einbecks Bierkutscher Albert Eggers und Marketing-Mann Marcel Behlke vom Einbecker Brauhaus.

Präsentieren den neuen Bockbier-Brand (v.l.): Ulrich Meiser und Ingo Schrader vom Einbecker Brauhaus, Sebastian Budde von der Weserbergland-Brennerei, Einbecks Bierkutscher Albert Eggers und Marketing-Mann Marcel Behlke vom Einbecker Brauhaus.

Luther im Bierkeller

Winterbock-Abend im Urbockkeller.

Winterbock-Abend im Urbockkeller.

Bierkutscher Albert Eggers (l.) und Martin Luther (Bernhard Naumann).

Bierkutscher Albert Eggers (l.) und Martin Luther (Bernhard Naumann).

Marketing-Vorstand Martin Deutsch war ganz neidisch. Einen solchen Spruch, in heutiger Werbersprache gerne Claim genannt, sich auszudenken wie das der große Reformator (und Bierfreund) getan hat, der seit nahezu 500 Jahren bis heute gerne genommen wird, wenn es über das Einbecker Bier segensreich zu sprechen gilt, war wohlgetan: „Der Beste Trank den einer kennt, wird Einbecker Bier genennt.“ Man könne gar nicht oft genug danken, sagte Deutsch. Und Martin Luther war knapp 499 Jahre nach seinem berühmten Thesenanschlag leibhaftig im Einbecker Bierkeller, naja, in jedem Falle leibhaftig gut gegeben von Bernhard Naumann, Kirchmeister an der Stadtkirche zu Wittenberg. Dort, wo vor 222 Jahren der Gerstensaft erstmals eingelagert worden war, begrüßte das Einbecker Brauhaus rund 90 Kunden, Geschäftsfreunde aus Italien wie aus China und Vertreter aus hiesiger Politik und Verwaltung zu einem Winterbock-Abend. Der winterliche Doppelbock habe so viel Prozent, davon könne manche Partei nur träumen, sagte der Brauereivorstand launig. Die Gäste erwartete ein Abend im Zeichen von Genuss, Geselligkeit und Gaumenfreuden.  Gesanglich geprägt vom Ephoralen Quartett aus Elze. Dabei war auch und erstmals bei einer Veranstaltung in Einbeck vertreten Hans Albert Ruckdeschel vom Großaktionär IREKS. Bereits im Sommer eingebraut und drei Monate lang gereift, strahlt der Einbecker Winter-Bock glutrot leuchtend und mit kaminfeurigem Glanz. Im Antrunk malzaromatisch süß mit einem angenehmen Hopfenaroma und einer dezent herben Bittere, duftet der Einbecker Winter-Bock nach grüner Stachelbeere und karamellisierten Mandeln. Voll im Geschmack, gefolgt von einem wärmenden harmonischen Abgang, loben die Braumeister das winterliche Bier aus dem Einbecker Brauhaus. Mit mittlerweile geübten drei Schlägen nahm Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek den Anstich eines winterböckigen Fasses vor.

Die ersten Dosen…

Liegt gut in der Hand: die Pfanddose mit "Ainpöckisch".

Liegt gut in der Hand: die Pfanddose mit „Ainpöckisch“.

…des „Ainpöckisch Bier 1378“ sind auf dem Weg in den Handel. Abgefüllt wird das naturtrübe Starkbier bei einer befreundeten Brauerei in der Region, die über eine entsprechende Dosen-Abfüllmaschine verfügt. Und deutschlandweit in die Regale im Supermarkt oder an der Tankstelle und in der Gastronomie bringt das „Ainpöckisch“ in der 0,5-Liter-Pfanddose die exklusive Kooperation mit der MBG International Premium Brands GmbH aus Paderborn. Für MBG ist das „Ainpöckisch Bier 1378“ das erste Dosenbier im Sortiment. MBG etabliert nach eigener Darstellung bei 30.0000 Gastronomie-Kunden, 12.000 Tankstellen sowie 50.000 Kunden im Lebensmitteleinzelhandel vor allem Getränke-Marken in Deutschland und verfügt über eine entsprechend große Vertriebsmannschaft, die alle auf das „Ainpöckisch“ in der Halbliter-Dose eingeschworen worden sind. Wer das naturtrübe Bockbier gerne weiterhin aus der Flasche genießen möchte, kann dies seit wenigen Tagen auch mittels der 20-er Bierkiste tun, die im Handel erhältlich ist.

Die ersten Dosen „Ainpöckisch Bier 1378“ sind abgefüllt: Ingo Schrader (l.) und Ulrich Meiser von der Einbecker Brauhaus AG.

Die ersten Dosen „Ainpöckisch Bier 1378“ sind abgefüllt: Ingo Schrader (l.) und Ulrich Meiser von der Einbecker Brauhaus AG.

Die Dose deutschlandweit

Ab August in der Dose: Ainpöckisch Bier.

Ab August in der Dose: Ainpöckisch Bier.

Das Einbecker Brauhaus bringt seine neue naturtrübe Bockbier-Spezialität ab August nicht nur wie angekündigt in der Kiste außerdem auch in der Halbliter-Dose heraus. Es wird „Ainpöckisch Bier 1378“ in einer aufwändig gestalteten, mit Mattlack veredelten 0,5-Liter-Dose deutschlandweit zu kaufen geben – als nach eigenen Angaben erstes unfiltriertes Bockbier in der Dose. Heute hat das Unternehmen eine exklusive Kooperation mit der MBG International Premium Brands GmbH aus Paderborn bekannt gegeben – dem auch international agierenden Spezialisten auf diesem Gebiet. Für das Einbecker Brauhaus ist die Zusammenarbeit mit MBG nach eigener Darstellung ein wichtiger Schritt in das Einwegsortiment des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. „Wir freuen uns, mit MBG den erfahrenen Vertriebsprofi im Einweg-Portfolio für unsere Dose gewinnen zu können“, sagt der Einbecker Marketing-Vorstand Martin Deutsch. „Unsere eigene Vertriebsmannschaft wird im Kerngebiet Norddeutschland weiterhin die Fass- und Flaschenbierabsätze kompetent betreuen.“ Das „Ainpöckisch Bier 1378“ in der Dose beweise, dass MBG für neue Ideen in der Getränkeindustrie immer offen sei. MBG-Verkaufsdirektor Rudolf König: „Hier zeigt sich, dass sich traditionelle Brauspezialitäten und modernes Brand-Portfolio prima ergänzen können.“

Marketing nach Masterplan

„Wir verstehen uns, sind ein gutes Team“, sagt Lothar Gauß (links) über seinen neuen Vorstandskollegen Martin Deutsch.

„Wir verstehen uns, sind ein gutes Team“, sagt Lothar Gauß (links) über seinen neuen Vorstandskollegen Martin Deutsch, der seit einem Jahr im Hause ist.

Die Einbecker Brauhaus AG will nach Investitionen von insgesamt 20 Millionen Euro in Abfüllung und Logistik in den vergangenen Jahren in Zukunft ihre gesamte Kraft in Marketing und Vertrieb der Biermarken stecken. Das sagte Vorstandssprecher Lothar Gauß bei der 50. ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft. Nächste sichtbare Maßnahme: Das neue, bislang allein im Geschenkkarton verkaufte „Ainpöckisch 1378“ ist ab sofort im Bierkasten und ab August auch in der 0,5-Liter-Dose erhältlich. Den 2014 begonnenen Masterplan werde man 2016 abschließen, dann sei die Basis gelegt, sagte Gauß. Im Logistikbereich errichtet die Brauerei zurzeit eine zentrale Sortieranlage für das Mehrwegleergut, die vorbereitenden Arbeiten für eine weitere, 2500 Quadratmeter große Voll- und Leerguthalle im Logistikzentrum an der Hansestraße in Einbeck haben begonnen. Die 1,5-Millionen-Euro­-Investition wird starten, sobald die Baugenehmigung der Stadt Einbeck vorliegt. Alle Abfüll- und Logistikaktivitäten der Unternehmensgruppe (Einbecker, Göttinger, Martini, Kasseler, Nörten-Hardenberger, Härke) sind heute in Einbeck konzentriert.

In einem immer unberechenbareren Biermarkt mit rückläufigen Absatzzahlen setzen die Einbecker auf Wertigkeit ihrer Produkte. „Niedrige Preise führen nicht zu einem höheren Bierkonsum in Deutschland“, sagt Vorstandssprecher Lothar Gauß. Und nicht jedes Jahr kann beispielsweise eine Fußball-Europameisterschaft markante Absatz-Impulse bringen, dass die Verbraucher mehr Bier kaufen. Die Entscheidung, im August 2015 die Preise moderat erhöht zu haben, halten die Einbecker unverändert für richtig.

Vertrieb- und Marketing-Vorstand Martin Deutsch kündigte an, das Export-Geschäft wieder stärker in den Fokus zu nehmen. Schwerpunkt werde dabei das Bockbier sein, hier sei Einbeck schließlich die Heimat und müsse sich nicht mit anderen Pils-Sorten duellieren. Im Blick sind die Märkte in USA, China, Niederlande, Italien und Frankreich, hier gibt es laut Deutsch seit November auch erste viel versprechende Gespräche. Es gelte nun aber, erst einmal mit den Importeuren „warm“ zu werden. Auch Skandinavien, das Baltikum und England habe man im Blick. Fünf Delegationen aus China sind indes seit dem Amtsantritt des neuen Marketing-Vorstandes bereits in Einbeck gewesen, um sich in der Heimat des Bockbieres umzusehen. Martin Deutsch: „Das hat mich sehr überrascht.“ Schließlich würden die Chinesen dafür hohen Reiseaufwand betreiben.

Ainpöckisch im Kasten und in der Dose

Kulinarischer Botschafter Niedersachsen. (c) fb Frank Bertram

Jetzt auch im Kasten erhältlich, bald zudem in der Halbliterdose: Ainpöckisch Bier 1378.

Die Nachfrage ist gut, sehr gut sogar. Seit Verkaufsstart im März hat die Einbecker Brauerei mehr als 90.000 Kartons mit je sieben Flaschen der neuen, unfiltrierten Starkbier-Spezialität „Ainpöckisch Bier 1378“ abgesetzt. Das sagte Vorstandssprecher Lothar Gauß heute bei der Hauptversammlung der Aktionäre. Vor wenigen Tagen wurde das „Ainpöckisch“ als Kulinarischer Botschafter Niedersachsens ausgezeichnet. Und weil das neue Bockbier so gut läuft, ist es jetzt im traditionellen, 20-er Bierkasten im Handel erhältlich – lange ersehnt von den Fans. Und ab August auch in der 0,5-Liter-Dose. Damit steige man wieder in den beim Verbraucher gut nachgefragten Dosenmarkt ein, kündigte Gauß an. Die wertige Trage-Pappbox (mit Glas zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebotes) hatten die Brauer bewusst zum Start gewählt, um sich neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen. Auch das zeitgleich zum „Ainpöckisch“-Start anlaufende, saisonale Mai-Ur-Bock-Geschäft wollten die Marketing-Experten nicht mit einem parallelen „Ainpöckisch“ in der Kiste torpedieren. Die Maibock-Zeit ist nun vorbei, jetzt kommt das naturtrübe Bockbier mit der markanten „1378“ auf dem Etikett in der 20-Flaschen-Kiste zum Verbraucher. Viele Biergenießer, denen die neue Spezialität gut mundete, wussten allmählich auch schon nicht mehr wohin mit den Gläsern…

Die Braumeister aus Einbeck haben das „Ainpöckisch Bier“ zum Jubiläum des Reinheitsgebotes entwickelt, aber auch bereits mit Blick auf der Luther-Jahr 2017. „Es ergänzt unsere bisherige Bockbier-Range sehr gut“, sagte Vorstandssprecher Lothar Gauß.

Die von den Northeimer Spezialisten der Firma Thimm mit entwickelte Tragebox aus Pappe wird übrigens 2017, dem Luther-Jahr, modifiziert wieder zum Einsatz kommen, kündigte Marketing-Vorstand Martin Deutsch heute an. Dann will die Einbecker Brauerei auch mit einem Playmobil-Martin-Luther für ihr Bier werben, das der Reformator aus Wittenberg bekanntlich als den besten Trank gelobt hatte, den einer kennt…

Über das Geschäftsjahr 2015 berichteten Vorstand und Aufsichtsrat der Einbecker Brauhaus AG heute rund 240 anwesenden Aktionären.

Über das Geschäftsjahr 2015 berichteten Vorstand und Aufsichtsrat der Einbecker Brauhaus AG heute rund 240 anwesenden Aktionären in der Northeimer Stadthalle. Links Vorstandssprecher Lothar Gauß.

Selbstbewusster kulinarischer Botschafter

Brauhaus-Marketingleiter Ingo Schrader nahm die Auszeichnung von Ministerpräsident Stephan Weil entgegen.

Brauhaus-Marketingleiter Ingo Schrader nahm die Auszeichnung von Ministerpräsident Stephan Weil in Hannover entgegen.

Das „Ainpöckisch Bier 1378“ aus Einbeck sparte Ministerpräsident Stephan Weil bei seinem Rundgang in Hannover zu den 48 neuen Kulinarischen Botschaftern Niedersachsens aus. Aber nicht, weil er das neue Bockbier der Einbecker Brauhaus AG nicht probieren wollte. „Das habe ich schon getrunken, und das kann ich empfehlen“, sagte der Regierungschef, der Ende April das erste Fass der neuen Bockbier-Spezialität beim Hoffest der Brauerei in Einbeck angestochen hatte. „Hopfenbetont, vollmundig und selbstbewusst“ lobt die Jury das untergärig gebraute, unfiltrierte Bockbier mit 16 Prozent Stammwürze. Das neu kreierte „Ainpöckisch Bier“ der Einbecker Brauhaus AG erhielt die Prämierung erstmals und genauso wie das Einbecker Brauherren Pils, das bereits zum sechsten Mal ein kulinarischer Botschafter Niedersachsens ist.

Geprüft und ausgewählt werden die ausgezeichneten Produkte von einer unabhängigen Experten-Jury im Auftrag der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft. Der Markt mit den 48 kulinarischen Botschafter von Ainpöckisch bis Ziegenkäse war für Ministerpräsident Stephan Weil „eine kleine Grüne Woche“, gestand der SPD-Politiker mit Augenzwinkern, „ein Lichtblick im entbehrungsreichen Leben eines niedersächsischen Ministerpräsidenten“. Aber es gehe selbstverständlich nicht um sein persönliches Vergnügen, sagte Weil bei der Verleihungsfeier: Rund 700 Unternehmen mit etwa 7000 Beschäftigten produzieren im Agrarland Niedersachsen Lebensmittel, das sei nach der Auto- die zweitgrößte und eine wichtige Branche im Lande.

2016 beteiligten sich 97 Unternehmen mit insgesamt 177 verschiedenen Produkten am Wettbewerb Kulinarischer Botschafter Niedersachsen – nur beim ersten Mal 2010 gab es mit 180 Bewerbungen mehr Vorschläge. Die Chance auf eine Auszeichnung haben aber nur Lebensmittel, die in der jeweiligen Produktkategorie sensorisch makellos, geschmacklich überdurchschnittlich und damit beispielgebend sind. Der Herstellungsprozess muss für die Jury nachvollziehbar ohne verbilligende oder schönende Hilfs- oder Zusatzstoffe erfolgen. Meisterliches Können, Kreativität und Innovationskraft müssen für die Jury im Produkt erkennbar sein, um Botschafter werden zu können. Die Hauptbestandteile der Produkte sollen soweit möglich aus Niedersachsen stammen, produziert werden muss in Niedersachsen.

Die niedersächsische Marketinggesellschaft will mit dem zum siebten Mal seit 2010 ausgeschriebenen Wettbewerb die nachhaltige Qualität und Vielfalt heimischer Lebensmittel in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. „Viele Verbraucher wissen gar nicht mehr, dass wir sozusagen vor unserer Haustür Produkte haben, die internationalen Spezialitäten mit klingende Namen mindestens ebenbürtig sind“, sagt Geschäftsführer Dr. Christian Schmidt. 201 Produkte von rund 123 Herstellern dürfen inzwischen als „Kulinarische Botschafter Niedersachsen“ bezeichnet werden und das dazu gehörende Label tragen. „Sie sind Genuss- und Nachhaltigkeits-Aktivisten“, lobte Schmidt.

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Video: Einbecker Hoffest 2016

Beim Einbecker Hoffest 2016 hat Ministerpräsident Stephan Weil den Startknopf für die neue Flaschenabfüllung der Einbecker Brauhaus AG gedrückt.

Uralt, aber putzmunter

Sechs Hände, ein roter Knopf (v.l.): Vize-Brauhaus-Aufsichtsratschef Dr. Wilhelm Helms, Vize-Bürgermeisterin Cornelia Lechte, Vorstand Martin Deutsch, Ministerpräsident Stephan Weil, Vorstandssprecher Lothar Gauß, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Sechs Hände, ein roter Knopf (v.l.): Vize-Brauhaus-Aufsichtsratschef Dr. Wilhelm Helms, Vize-Bürgermeisterin Cornelia Lechte, Vorstand Martin Deutsch, Ministerpräsident Stephan Weil, Vorstandssprecher Lothar Gauß, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Der Mai-Ur-Bock 2016 ist am Sonnabend Mittag offiziell von Ministerpräsident Stephan Weil beim Hoffest der Einbecker Brauhaus AG angestochen worden. Wobei der Regierungschef bei seinem dritten Hammerschlag den Zapfhahn zunächst nicht ins Fass trieb, sondern vom Fass abschlug. Leichtes Erschrecken im durstigen Publikum. Mit ein ein wenig Nacharbeit jedoch war der Regler schnell doch noch ins Holzfass geschlagen, so dass der süffige saisonale Gerstensaft fließen und Vorstandssprecher Lothar Gauß die magischen Worte sprechen konnte: O’zapft is! Auch Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hatte beim Anstich des Fasses „Ainpöckisch Bier“ ein bisschen Probleme mit Hammer und Zapfhahn am Holzfass, letztlich konnte aber auch die jüngste Bockbier-Spezialität des Unternehmens beim Hoffest offiziell fließen. „Ein Bier mit einem hervorragend hellen Schaum, mit honig-karamellartigem Geschmack, mit einer leuchtend orangefarbenen Farbe“, hatte Vorstandsmitglied Martin Deutsch den Besuchern den Mund auf den naturtrüben Gerstensaft wässrig gemacht, das auf den Flaschen die markante Jahreszahl 1378 trägt – so lange lässt sich Einbecker Bier belegen.

„Uralt, aber putzmunter“ nannte Ministerpräsident Stephan Weil die Einbecker Brauerei. Der bekennende Bierfreund aus Hannover, seit 2014 Träger des karnevalistischen Einbecker Bierordens, drückte am „Tag des Deutschen Bieres“, in diesem Jahr gleichzeitig der 500. Geburtstag des Reinheitsgebotes, offiziell den roten Startknopf für die neue, die zweite Flaschenabfüllung. „Regionale Brauereien machen einen Gutteil der niedersächsischen Kultur aus“, sagte Stephan Weil. „Viele gute niedersächsische Privatbrauereien, die es vor 25 Jahren noch gab, gibt es heute nicht mehr. Hier in Einbeck erleben wir das Gegenteil: Ein Traditionsunternehmen, das auch durch schwere Tage hindurch gegangen ist, das sich aber entschieden hat nach vorne zu blicken und zu investieren.“ Wenn ein solches Unternehmen 15 Millionen Euro in die Hand nehme, dann sei das mehr als nur eine Investition, sagte der Ministerpräsident. „Sondern die Aussage: Wir glauben an die Zukunft!“

Täglich können jetzt in Einbeck in 14 bis 15 Stunden bis zu eine Million Flaschen vom Band laufen. Zwei Jahre Planung, zwei Jahre Bauzeit, dann war die Millionen-Investition in Flaschen- und Fass-Abfüllung sowie eine neue 3500 Quadratmeter große Verladehalle am Standort in der Papenstraße realisiert. Vorstandssprecher Lothar Gauß dankte den Mitarbeitern, denen während der Bauphase viel Flexibilität abverlangt worden sei und die teilweise unter freiem Himmel hätten abfüllen müssen. Und er dankte den Kunden, die der Einbecker Brauerei die Treue gehalten haben.

„Ich möchte mir Niedersachsen nicht vorstellen ohne die Einbecker“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Damit es die Brauerei nicht nur in 50 Jahren, sondern auch in 250 Jahren noch gebe, dafür leiste das Unternehmen heute einen Beitrag, bedankte sich Weil. „Ich wünsche Ihnen, dass die Kundschaft Ihnen die Bude einrennt, damit sie sich über die nächste Abfüllanlage bald Gedanken machen müssen.“

Dann strebte der Regierungschef zum nächsten Termin. Vorstandssprecher Lothar Gauß dankte Stephan Weil dafür, dass er zwischen der wichtigen VW-Aufsichtsratssitzung gestern und dem Besuch des Präsidenten der USA, Barack Obama, am morgigen Sonntag in Hannover eine Einbeck-Visite eingelegt habe. „Wir wissen das extrem zu schätzen.“

Ministerpräsident Stephan Weil konnte seinen Wissensdurst stillen. Er ließ sich von Vorstandssprecher Lothar Gauß die Investitionen erläutern: den Neubau der 3500 Quadratmeter großen Verladehalle bei fortlaufendem Betrieb, die komplett neue Fassabfüllung und den zusätzlich zur bestehenden Abfüllkapazität errichteten Flaschenkeller 2. Dort können weitere 30.000 Flaschen pro Stunde abgefüllt werden. Darüber hinaus wurde der bereits bestehende Flaschenkeller 1 mit einer Kapazität von 50.000 Flaschen pro Stunde modernisiert. Die Aufträge gingen überwiegend an heimische Handwerksbetriebe in der Region. Die zusätzliche Flaschenabfüllanlage und die Komponenten für den erneuerten Flaschenkeller 1 lieferte die Krones AG. Die moderne Flaschenwaschmaschine mit Wärmerückgewinnung führt zu erheblicher Wasser- und Energieeinsparung. Lothar Gauß: „Um technisch und logistisch zukunftsfähig zu sein, haben wir unseren Masterplan Schritt für Schritt umgesetzt. Die Modernisierungs- und Erneuerungsmaßnahmen in dem Bereich Fass- und Flaschenabfüllung und Prozesssteuerung ermöglichen einen noch ressourcenschonenderen Einsatz und effizientere Betriebsabläufe.“

(Aktualisiert 26.05.2016)

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Hoffest: Es ist angerichtet

Für den Fall der Wetterfälle haben die Besucher ein Zeltdach über dem Kopf.

Für den Fall der Wetterfälle haben die Besucher ein Zeltdach über dem Kopf.

Es ist angerichtet, alles vorbereitet für eine große Bier-Party aus mehrfachem Anlass: Heute haben viele fleißige Hände auf dem Brauereihof kräftig gewerkelt, Bühnentraversen errrichtet, Theken aufgebaut, Trinkbecher bereit gestellt, Strom- und Wasserleitungen verlegt und vieles mehr erledigt, so dass morgen, am 23. April, das diesjährige und mittlerweile vierte Hoffest der Einbecker Brauhaus AG steigen kann – am Tag der Bieres, am 500. Geburtstag des Reinheitsgebotes. Die 15-Millionen-Investitionen in der Abfüllung und in der neuen Verladehalle werden von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil offiziell übergeben. Zuvor sticht er um 13 Uhr gemeinsam mit der neuen Landrätin Astrid Klinkert-Kittel ein Fass Mai-Ur-Bock und ein Fass Ainpöckisch Bier an. Mit Spannung warten Beobachter darauf, wie viele Hammerschläge beide benötigen werden – und ob jemand bierduschen muss. Vor dem Anstich schlängelt sich ab 12.30 Uhr ein kleiner Biertreck mit der wertvollen Gerstensaft-Fracht durch die Einbecker Innenstadt (hier ist die Route zu finden). Und nach dem ganzen offiziellen Feiern startet dann um 14 Uhr die größte Bier-Party des Jahres in Einbeck, musikalisch vielfältig begleitet bis in den späten Abend von mehreren Bands, die für alle Geschmäcker etwas bieten. Ganz spontan sind um 18.30 Uhr auch noch „Deep Öhler“, die Jungs aus Einbeck, mit ihrem neuen, heute erscheinenden EM-Song „Allez Jogi“ (Video-Trailer hier) dabei und auf der Bühne „högscht konzentriert“ zu leben – mehr geht schon fast nicht mehr, denn Brauereibesichtigungen sind am Sonnabend ebenso möglich, der Fan-Shop ist geöffnet. Der Eintritt ist übrigens frei.

Bilder-Impressionen vom Aufbau:

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