Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Archiv für das Schlagwort “Bockbier”

Kräftig, süffig, malzig: neuer Einbecker Bockbier-Likör

Wenn dunkles Bockbier aus Einbeck auf echte Bourbon-Vanille und würzig-fruchtigen Cassia-Zimt trifft und eine Prise Gewürznelke hinzu kommt: Dann ist der neue Einbecker Bockbier-Likör im Glas, den die Weserbergland-Brennerei zusammen mit dem Einbecker Brauhaus kreiert hat.

Die Weserbergland-Brennerei von Sebastian Budde und die Einbecker Brauerei haben an dem neuen Einbecker Bockbier-Likör gemeinsam gearbeitet, der bisherige Winterbock-Likör war nicht mehr aktuell. Rezeptur, Geschmack und Design wurden nach fünf Jahren einem deutlich erkennbaren Relaunch unterzogen. Hergestellt wird das Produkt in der Weserbergland-Brennerei.

Weserbergland-Brennerei und Brauhaus AG sind Mitglieder im Regionalen Erzeugerverband Südniedersachsen. „Der neue Einbecker Bockbier-Likör ist ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit mit einem Hersteller aus unserer Region, mit dem es gemeinsam gelingt, die Wertschöpfung in der Region Südniedersachen zu halten“, sagt Brauereisprecher Ulrich Meiser.

Der Ausgangsstoff für den Bockbier-Manufaktur-Likör ist Einbecker „Ur-Bock Dunkel“. Dieser kräftig süffige und malzige dunkle Bock von den Erfindern des Bockbiers trifft „auf die betörende Opulenz der echten Bourbon Vanille und würzig-fruchtigen Cassia Zimt. Abgerundet durch eine kleine Prise Gewürznelke, ist er mit stattlichen 30% vol. ein Genuss für Liebhaber dunkler Einbecker Biere“, heißt es in der Produkt-Beschreibung.

Getrunken werden kann der Likör bei Zimmertemperatur in der kalten Jahreszeit. Oder gekühlt im Sommer. Denn der Einbecker Bockbier-Likör soll kein „Winter- oder Weihnachtsprodukt“ sein, sondern das ganze Jahr die Likörfreunde erfreuen.

„Der Likör wird, wie alle Produkte unseres Hauses, weder mit industriellen Aromen noch Farbstoffen gefertigt, sondern ist ein reines Produkt aus Bier, Zucker, hochreinem Alkohol und wirklich erlesenen Gewürzen“, sagt Sebastian Budde. „Der Unterschied in der Herstellung zu den bestehenden Bränden, die erst mühsam destilliert werden und dann mehrjährig zur Reifung auf Holzfässer kommen, ist beim Likör die fehlende Destillation“, beschreibt der Chef der Weserbergland-Brennerei. „Bei der Likörherstellung siedet das Bier ein zweites Mal im Kupferkessel, zusammen mit den feinen Gewürzen und dem Zucker, bevor es nach einer Filtration eine mehrmonatige dunkle und kühle Reife antritt.“ Für eine höhere Alkoholstärke vermählt Sebastian Budde mit seinen Team den Gewürzsud vor der Reife noch mit hochreinem Alkohol.

Die 350-ml-Flasche ist im Brauerei-Fanshop und in weiteren Verkaufsstellen in der Region, zum Beispiel bei der Einbecker Senfmühle oder im Klosterhof Brunshausen bei Bad Gandersheim erhältlich.

Hergestellt von der Weserbergland-Brauerei: Der neue Einbecker Bockbier-Likör. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Audienz beim „Bierpapst“

Bierprobe im urigen Fass im Einbecker Urbockkeller: „Bierpapst“ Conrad Seidl.

Hoher Besuch im Einbecker Brauhaus: „Bierpapst“ Conrad Seidl war jetzt für Dreharbeiten in Einbeck unterwegs und dabei selbstverständlich auch in der Brauerei zu Gast. Der Österreicher produziert zurzeit eine neue, zweite Staffel seiner Reihe „Beer-tastic!“, die wahrscheinlich ab Frühjahr 2021 in Streamingdiensten zu sehen sein wird. Eine der 26-minütigen Folgen, komplett auf Englisch gedreht, wird dabei in der Heimat des Bockbieres spielen. Bier und Kunst ist das übergreifende Thema der Filme, Braukultur spielt dabei eine wichtige Rolle. Produziert wird die Staffel von „Magic Entertainment“ von Cornelia und Christian Machacek. In Einbeck unterwegs war Conrad Seidl mit Stadtführerin Marion Bartels, die als Dreh-Scout so manche unbekannte Plätze zeigen konnte. Im Stadtmuseum informierte sich der „Bierpapst“ unter anderem über das älteste Bierfass Deutschlands und erhielt Informationen von Museumspädagogin Dr. Imke Weichert. Für eine Szene kam auch der PS-Speicher ins Spiel, in dem Seidl mit einem Twin-Mercedes fahren durfte und dabei dachte, er würde wohl nach einem Bockbier doppelt sehen, hat das Fahrzeug doch zwei Motorhauben in entgegen gesetzte Richtungen. Im Urbockkeller der Brauerei stand dann schließlich eine Bockbier-Verkostung an. Der „Bierpapst“ testete sämtliche Bockbier-Sorten der Einbecker und hatte dabei sichtlich Spaß.

Conrad Seidl kam bei seinem Einbeck-Besuch während des Geschichtstreffens des Brauwesens im Oktober vergangenen Jahres auf den Einbecker-Geschmack. Wer über Bockbier einen Film macht, kommt um die Heimat des Bockbieres ja ohnehin nicht herum. Der 62-jährige Wiener arbeitet als Journalist beim „Standard“, hat mehr als 35 Jahre über Politik geschrieben. „Wer sich den ganzen Tag mit Politik befassen muss, braucht nachher ein Bier“, sagt Seidl. „Oder auch zwei. So habe ich gelernt, wie ein Biersommelier zu verkosten, wie ein Beerjudge zu beurteilen und wie ein Beerwriter über Brauereien und ihre Braukunst zu schreiben.“ Durch seine Beschäftigung mit dem Thema Bier und Braukultur vermarktet sich Seidl selbst als „Bierpapst“.

Im Sudhaus (v.l.): Kai Arnemann (Brauer), Conrad Seidl, Max Diebel (Brauer), Cornelia und Christian Machacek (Produktionsfirma). Foto: Einbecker Brauhaus AG

„Bierpapst“ Conrad Seidl mit Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser.

Bei den Dreharbeiten und der Bockbierprobe: „Bierpapst“ Conrad Seidl. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Vor 50 Jahren auf dem Weg nach München

Auf der Bockbierstraße unterwegs: Werbung für den Biertreck 1969. Foto: Archiv Einbecker Brauhaus AG

Ein historisches Abenteuer in moderner Zeit unternahm die Einbecker Brauhaus AG auf Initiative ihres damaligen Brauereidirektors Karl-Ernst Lenz vor 50 Jahren: Im Mai 1969 bewegte sich 14 Tage lang begleitet von bundesweitem Medienecho ein historischer Biertreck von Einbeck nach München. Zwei Bierfuhrwerke, ein großer Planwagen für den Tross, acht Bierfässer mit insgesamt etwa acht Hektolitern Bockbier, 30 Reiter, Herolde und bewaffnete Knechte, die alle prächtige historische Kostüme tragen, reiten und fahren quer durch Deutschland über die „Bockbierstraße“ in die bayerische Metropole nach München. Ohne Einbeck gäb’s ja bekanntlich kein Bockbier. Nicht im Mai und nicht in München. Und damit diese im Laufe der Jahrzehnte zu verblassen drohende Botschaft möglichst viele vernehmen mögen, war Brauereidirektor Lenz auf die Idee des historischen Biertrecks in die bayerische Landeshauptstadt gekommen. Später folgten noch Biertrecks nach Lübeck (1972), ins Rheinland nach Bonn (1973) und nach Celle (1978). Premiere war aber vor 50 Jahren, im Mai 1969: Längst legendär sind Ziegenbock „Ator“ und der Film über dieses Unternehmen, der auch regelmäßig in der großen Bierausstellung im Einbecker Stadtmuseum gezeigt wird. Nach der Verabschiedung in Einbeck am 8. Mai auf dem Marktplatz kam der historische Biertreck am 22. Mai 1969 in München an. Auf dem „Platzl“ war ein kleines Festprogramm organisiert, wobei sich die Münchener Brauereien arg zurückhielten (außer der Ayinger).

Vor den Reden von Bürgermeister und Landtagspräsident hielt der Einbecker Brauereidirektor Lenz eine Ansprache „und übergibt zwei Fass harter Gulden als Olympia-Spende an die Olympia-Sieger Manfred Schnelldorfer und Erhard Keller„, wie es im Programm heißt. „Zum anderen spendet er 8 hl edlen Gerstensaftes für die Münchner Altersheime.“ Der damalige Juniorchef der Brauerei zu Aying, Franz Inselkammer, „verehrt den Einbecker Mannen 1 Zentner Leberkäs, 5 Kilo bayrischen Senf sowie 200 Liter des überall geschätzten Ayinger Pils“. Anschließend waren Ehrengäste „und 200 alte Münchner und Münchnerinnen zur bayrischen Brotzeit mit Einbecker Bier und Ayinger Pils“ eingeladen, heißt es in der Programmfolge. Darauf folgte ein zünftiges Unterhaltungsprogramm mit dem Abschluss: Peter Neu singt Gstanzl.

Ein Biertreck-Gespann von 1969 vor dem Einbecker Brauhaus in der Papenstraße (re. das Amtsgericht, im Hintergrund das Portal der Ratsschule). Foto: privat

Historischer Biertreck 1969 von Einbeck nach München. Fotos: Archiv Einbecker Brauhaus AG

Einbecker auf dem Kilimandscharo

Matthijs van den Berg auf dem Kilimandscharo.
Mit dabei: Einbecker Ur-Bock hell.
Foto: Matthijs van den Berg

Matthijs van den Berg aus Palo Alto (Kalifornien) hat mit seinem Bruder Stijn aus Groningen (Niederlande) vor wenigen Tagen in einer sehr anstrengenden, einwöchigen Tour den mit 5895 Metern höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo, bestiegen. Mit dabei: Einbecker Ur-Bock hell, sein absolutes Lieblingsbier. Das macht mal wieder deutlich: Einbecker gibt’s in aller Welt.

Bock-Box für Entdecker

Bock-Box für Entdecker.

Aus Einbeck in die ganze Welt – schon seit Jahrhunderten erfreut das Bier aus Einbeck nicht allein in der Region die Biergenießer. Weltweit kennt man den stärker eingebrauten Gerstensaft bereits lange. Er ist von jeher bei Bierkennern in vielen Ländern sehr beliebt, weil er einstmals haltbarer als andere Biere unbeschadet auch weitere Land- und Seewege überstanden hat und exportiert werden konnte. Jetzt gibt es ein neues Bockbier aus Einbeck, der Heimat des Ur-Bocks, das daran erinnern will: den Export-Ur-Bock. Ihn hat die Einbecker Brauhaus AG wie seine Saisonbockbiere in einem Sud eingebraut, der nicht dauerhaft im Sortiment ist – wenn dieser ausverkauft ist, dann ist er ausgetrunken. Markant-kräftig mit feiner Hopfennote ist das Export-Bockbier zwischen dem hellen und dem dunklen Ur-Bock angesiedelt. Opak, also nicht durchsichtig, ist das naturtrübe Bockbier, auch wenn es im Glas eingeschänkt nicht den Trübegrad hat wie das „Ainpöckisch 1378“.

Einmal um die ganze Welt und die Flaschen voller Bockbier.

Erhältlich ist das Export-Bockbier ausschließlich in der Pappbox in einer limitierten Sonderedition mit dem pfiffigen Namen „Entdecker-Bocks“. Neben sieben Flaschen ist ein Bierglas enthalten mit Relief-Wappen – und einem Hingucker auf dem Glasboden, der gut sichtbar wird, wenn das Bier ausgetrunken ist: „Seit 1378“ steht dort. Vorbild der Edition in der Pappverpackung ist die unter anderem im Reformationsjubiläumsjahr erhältliche Box mit Luthers Lieblingsbier, dem „Ainpöckisch 1378“. Auf der neuen „Entdecker-Bocks“ aus Pappe wird die Export-Biergeschichte des Einbecker Bieres erzählt: Schon zu Zeiten der mittelalterlichen Hanse im 14./15. Jahrhundert war das Bier aus Einbeck weit geführet, kam bis Reval, Amsterdam und Italien. Auch der bekannte Seeräuber Klaus Störtebeker dürfte hier und da mal ein Fass Einbecker Bieres auf der Nord- und Ostsee erbeutet und genossen haben. Dass die bayerischen Herzöge im frühen 17. Jahrhundert einen Braumeister aus Einbeck abwarben, um das Bier ainpöckischer Brauart auch in München zu brauen, ist bekannt. Weniger bekannt dagegen ist, dass Einbecker Bier im 19. Jahrhundert bis nach Australien, Asien, Südafrika und Südamerika exportiert worden ist und dort Medaillen und andere Auszeichnungen erhielt. Bei der Weltausstellung 1879 in Sydney beispielsweise ist das Bier der Einbecker Brauerei prämiert und ausgeschänkt worden. 1886 warb der Kaufmann und Importeur F. Stoltenhoff damit, dass er der Einzige war, der Export-Bockbier aus Einbeck nach Kapstadt einführen durfte. Einer der größten Importeure Asiens (Jebsen & Co.) brachte das Einbecker 1895 nach Hongkong. In Guatemala wurde das Export-Ur-Bock 1898 vom Ministerio de Formento mit dem Großen Preis ausgezeichnet.

Hingucker auf dem Glasboden.

Für das Export-Bockbier werden ausschließlich neue Einbecker-Glasflaschen verwendet, damit diese in der hochwertigen Verpackung eine gute Figur machen und nicht schon leichte Mehrwegspuren aufweisen, die nach mehrere Mehrweg-Umläufen unvermeidbar wären. Die neue „Entdecker-Bocks“ gibt es ausschließlich im Fan-Shop der Brauerei, bei der Einbecker Tourist-Information im Eicke’schen Haus und bei ausgewählten Getränkehändlern zu kaufen.

Export Ur-Bock, die neue naturtrübe Spezialität, ist zunächst nur einmal gebraut worden.

Bockbier-Brot

Brauhaus-Marketingleiter Ingo Schrader, Hendrik Biel und Karl-René Biel.

Bier kann man trinken, na klar! Aber was kann man mit Bier noch machen, speziell mit Bockbier, bei dem der hohe Malzanteil die Basis für viele gute Ideen sein kann? Ein Brot backen zum Beispiel. Zwei regionale Unternehmen vereinen daher jetzt Brot und Bier. Die Bäckerei Biel aus Delligsen, unter anderem mit drei Filialen in Einbeck präsent, und die Einbecker Brauhaus AG haben das „Bock-Brot“ präsentiert. „Ich glaube, wir haben da ein leckeres Produkt kreiert“, sagt Hendrik Biel, Verkaufsleiter in Biels Backhaus. „Gerade jetzt im Herbst: ein Pfundskerl aus der Heimat, der wunderbar in die Jahreszeit passt!“ Bäckermeister und Geschäftsführer Karl-René Biel, inzwischen die fünfte Generation des Traditionsunternehmens, stimmt seinem Bruder zu. Das „Bock-Brot“ ist ein Roggenmischbrot und mit hauseigenem Natursauerteig kräftig ausgebacken, dabei kommt als Flüssigkeit 50 Prozent Einbecker Ur-Bock ins Spiel. Mit Ur-Bock der Einbecker Brauhaus AG wird der Brotteig handwerklich hergestellt. Das Bockbier aus Einbeck vom Erfinder des Bockbieres gibt dem Brot den herzhaften Geschmack, Röstzwiebeln steuern die besondere Würze bei, der Alkohol verflüchtigt sich beim Backen. Heraus kommt ein kräftiges Stück Heimat, ein regionaler Pfundskerl, der in der kühleren Jahreszeit in allen 20 Filialen von Biels Backhaus im Gebiet zwischen Hameln und Seesen, zwischen Mahlerten und Northeim immer zum Wochenende erhältlich ist: donnerstags, freitags und sonnabends.

Biels Bockbier-Brot.

Winter, Weihnacht, Bockbier-Brand

Herbstlich-winterliche Spezialitäten aus dem Brauhaus.

Heute schon an Weihnachten denken, an Herbst und Winter: Mit Beginn des Monats Oktober startet die Einbecker Brauhaus AG ihre Saison und liefert den Winterbock- und Weihnachtsbier-Jahrgang aus. Bevor das erste Fass Einbecker Winterbock 2017 also bei der Eröffnung des Eulenfestes am 13. Oktober offiziell auf dem Marktplatz angestochen wird, können Clevere schon einen ersten Schluck der herbstlich-winterlichen Bockbier-Spezialität genießen. Mit dem Winterbock-Jahrgang 2016 ist nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr auch heuer wieder in Zusammenarbeit mit der Weserbergland-Brennerei aus Reileifzen der aktuelle Jahrgang  Bockbier-Brand entstanden. Bei der Premiere waren die Flaschen mit dem edlen Brand, einem Wiskey ähnlich, schnell vergriffen, weshalb es in diesem Jahr 890 Flaschen gibt. Diese limitierten, handabgefüllten Flaschen á 350 Milliliter sind im Fan-Shop des Einbecker Brauhauses in Einbeck vor Ort erhältlich.

Spritzig o’zapft

(c) fb Frank Bertram

Spritziger Anstich des ersten Mai-Urbock-Fasses durch Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek.

Einen Tag später war das Wetter besser, frühlingshafter, nicht so kühl fast wie beim Winterbock-Anstich im Oktober, wie Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch auf der Hof-Fest-Bühne flachste. Einen Tag später wäre vielleicht auch der Maibock-Anstich besser gelaufen, und nicht das Bier auf die Bühne… Aber: hätte, hätte… Als Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, beleibe nicht ungeübt in diesen Dingen, zum Start des diesjährigen Hof-Festes mit dem Hammer den Zapfhahn ins Holz-Fass treiben wollte, waren offenbar die ersten Schläge der Rathauschefin zu wuchtig für das Mai-Urbock-Fass, die Dichtung hielt nicht stand. Spritzig war somit der Auftakt des zum fünften Mal organisierten Festes auf dem Brauereihof. Und das meiste Bier lief unkontrolliert hinaus, da halfen auch keine eilig herbei geholten Becher mehr. Brauhaus-Vorstand Lothar Gauß rettete die kleine Panne spontan und lud die Gäste, die sich auf einen von der Bühne gereichten Krug Maibock gefreut hatten, zu einer „Hofrunde“ an den nahen Ausschank ein.

Der Laune der meisten Besucher tat der schaumige Start keinen Abbruch. Sie nutzten die Gelegenheit, auf dem Brauereihof und in der Verladehalle die Bier-Spezialitäten aus Einbeck ausgiebig zu kosten. Bestens unterhalten dabei von drei Live-Bands, den „Eichenbergern“„Captain Candy“ und zum Abschluss  „Boerney & die Tri Tops“. Brauerei-Besichtigungen waren beim Hof-Fest wieder gefragt, ebenso beliebt und gut besucht der Fan-Shop mit Souvenirs der Einbecker Brauhaus AG.

Vor dem offiziellen Maibock-Anstich zum Beginn des Hof-Festes war ein kleiner Biertreck zügig durch die Innenstadt zur Brauerei gezogen. Der aufgefrischte Bierwagen der Einbecker Brauhaus AG mit Bierkutscher Albert Eggers auf dem Bock wurde von zwei „Shire Horse“-Kaltblütern vom Birkenhof Hullersen gezogen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Neue Bockbierkutsche vorgestellt

Ein echter Hingucker: die neue Einbecker Bockbierkutsche.

Ein echter Hingucker: die neue Einbecker Bockbierkutsche.

Sie ist ein echter Hingucker, ist Ausschankwagen und Messestand gleichermaßen: die neue Bockbierkutsche der Einbecker Brauhaus AG. Mit einem Brauherren Pils wurde sie heute durch Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch und die Marketing-Veranwortlichen Ingo Schrader und Ulrich Meiser getauft. „Dieser Ausschankwagen unterstreicht die Bockbier-Kompetenz des Einbecker Brauhauses“, sagt Deutsch. Das Unikat in wertiger Optik in Grün-Schwarz ist von der Wagnerei Brohm aus dem Odenwald innerhalb von sechs Monaten nach Vorgaben der Brauerei in Handarbeit mit viel Eschenholz entwickelt und gebaut worden.

Holzspeichenräder.

Holzspeichenräder.

Die 7,25 Meter lange, 2,50 Meter breite und 3,30 Meter hohe Einbecker Bockbierkutsche mit den markanten Holzspeichenrädern ist mit modernster Technik ausgestattet, unter anderem mit sechs Fassbierleitungen, außerdem mit einer hydraulisch absenkbaren Tandemachse und einem ausgeklügelten LED-Lichtsystem. Erstmals zum Einsatz kommt die neue Bockbierkutsche bei der Internorga in Hamburg vom 17. bis 21. März 2017. Das Einbecker Brauhaus nimmt nach vielen Jahren der Abstinenz erstmals wieder an diesem Branchentreffen der Hotelerie und Gastronomie teil. Die Bockbierkutsche als Messestand ist dort auf dem Hamburger Messegelände in Halle B, Stand 213, im ersten Obergeschoss zu finden. Heute wurde die Bockbierkutsche, quasi als Generalprobe, auf dem Brauereihof in Einbeck von Mitarbeitern des Brauhauses, der Hanse Service Logistik und der Einbecker Getränke GmbH unter Messe-Echtbedingungen getestet. Das heißt, es gab Einbecker Mai-Urbock, Einbecker Brauherren alkoholfrei und Härke Amber Ale vom Fass, dazu eine Bockwurst mit Einbecker Senf.

Ulrich Meiser, Martin Deutsch und Ingo Schrader (v.l.) vor der Bockbierkutsche.

Ulrich Meiser, Martin Deutsch und Ingo Schrader (v.l.) vor der Bockbierkutsche.

 

Video

Bock auf Bier mit allen Sinnen

Wo ist der Unterschied? Bei der Bierverkostung wird's erläutert.

Wo ist der Unterschied? Bei der Bierverkostung wird’s erläutert.

Was ist das Charakteristische am Einbecker Brauherren Pils? Warum schmeckt ein Mai-Urbock so ganz anders? Und woher bekommt das Einbecker Dunkel seine Farbe? Diese und weitere Fragen konnte eine Bierverkostung beantworten, die das Einbecker Brauhaus den Gästeführern, Mitarbeitern der Tourist-Info und des Museums der Stadt Einbeck im „Brodhaus“ ermöglichte. Einbeck und Einbecker Bier gehörten schließlich zusammen, und wenn alle Beteiligten sich gemeinsam für ein nachhaltiges Besuchserlebnis einsetzten, stärke das insgesamt das Image der Bier- und Fachwerk-Stadt, sagte Ulrich Meiser vom Einbecker Brauhaus. Sehen, riechen, schmecken und fühlen – alle Sinne wurden bei der Bierverkostung angesprochen, Einbecker Biersorten von Alkoholfrei bis Winterbock im Vergleich zu anderen (Weizen, Ale, Rotbier) ausführlich getestet. Dabei erfuhren die Teilnehmer viele wissenswerte Details, etwa dass zum Brauen von einem Hektoliter Bier in Einbeck sechs Hektoliter Wasser notwendig sind. Dass der Röstgrad des Malzes die Farbe bestimmt. Dass heute Hopfenpellets eingesetzt werden, um besser dosieren zu können. Am Ende stand bei allen die Erkenntnis, dass im Sortiment der Einbecker Brauerei für jeden Geschmack das richtige Bier vorhanden ist.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Beitragsnavigation