Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Archiv für das Schlagwort “Bierflasche”

Einbecker Dunkel mit der Kettensäge

Martin Deutsch, Ingo Schrader und Robert Hesse (v.l.) mit der Holzflasche auf dem Brauereihof.

Eine etwa 1,70 Meter große Bierflasche „Einbecker Dunkel“ aus Eichenholz wird künftig am Wegesrand der Brauereibesichtigungen auf dem Areal der Einbecker Brauhaus AG stehen. Die 300 Kilo schwere Holzflasche hat jetzt Robert Hesse, Seniorchef des gleichnamigen Traditions-Möbelhauses in Garbsen, an das Einbecker Brauhaus übergeben, Vorstand Martin Deutsch und Marketingleiter Ingo Schrader nahmen sie auf dem Brauereihof in Empfang. Der 82-jährige Möbelhauschef ist dem Brauhaus seit Jahren eng verbunden. Entstanden ist die Skulptur am Rande der Niedersachsen-Meisterschaft im Speed Carving, dem Holzschnitzen mit der Motorsäge also. Ende April hatten zehn Carver auf dem Möbelhaus-Gelände bei Hannover die Kettensägen angesetzt und aus Holz verschiedene Figuren für verschiedene Sponsoren kreiert, anschließend geschliffen. Für das Einbecker Brauhaus lag eine Bierflasche natürlich nahe. Thomas „Tommy“ Weijenberg aus den Niederlanden hat das Eichenholz so bearbeitet, dass am Ende die überdimensionale typische Einbecker Bierflasche heraus kam. Die Schrift „Einbecker Dunkel“ wurde eingebrannt.

Auf dem Weg der Brauereibesichtigungen soll die Holzflasche in Zukunft zu sehen sein.

300 Kilo schwer ist die Holzflasche.

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Platz für 3,5 Millionen Bier-Flaschen

Viel Platz ist in der neuen Logistikhalle. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Die Einbecker Brauhaus AG hat eine neue Logistikhalle in ihrem Zentrum an der Hansestraße in Betrieb genommen. Diese Halle bietet auf 2500 Quadratmetern insgesamt Platz für 4000 Paletten Vollgut, das sind mehr als 3,5 Millionen Flaschen frisches Bier. „Durch die Größe der neuen Halle und den Wegfall von internem Werkverkehr verbessern wir die Warenverfügbarkeit für unsere Großhändler,“ sagt Thomas Asmer, Leiter des Logistikzentrums. „Unser Ziel sind kurze Wege.“ Den Nutzen haben nach Angaben der Einbecker Brauhaus AG vor allem die Abholer des Getränkefachgroßhandels.

Der Erweiterungsbau mit einer Investitionssumme von rund 1,5 Millionen Euro ist erforderlich geworden durch eine steigende Zahl von Artikeln und durch die Konzentration der Abfüllung am Standort Einbeck. Außerdem benötigt das Einbecker Brauhaus mehr Platz für die Sortierung des Flaschenleerguts und die Verpackung von Kleingebinden. Die freitragende Hallen-Konstruktion sorgt dafür, dass die Fläche optimal ausgenutzt werden kann. Durch eine moderne Heizungstechnik (so genannte Dunkelstrahler) ist die Halle frostfrei, der Staub wird reduziert.

Die neue Logistikhalle ist der Abschluss des 2014 begonnenen Masterplans. „Die Gesamtinvestitionen von 20 Millionen Euro haben sich gelohnt“, sagt Vorstandssprecher Lothar Gauß. „Dadurch konnten wir die Wirtschaftlichkeit und die Durchlaufzeiten in allen Bereichen deutlich erhöhen.“

Bescherung am Brauhaus

Weihnachtszeit am Einbecker Brauhaus.

Allen Leserinnen und Lesern des Einbecker Bierblogs eine bockbierige Bescherung, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch. Auf ein Neues in 2018!

Und nicht vergessen, zur Bescherung den Evergreen zu hören, der nur echt ist auf Einbecker Bockbierflaschen geblasen…

Auf der Einbecker Flasche geblasen

Aus der Einbecker Bierflasche kann man wunderbar den Gerstensaft aus der Heimat guter Biere trinken. Auf der Einbecker Bierflasche kann man aber auch wunderbar Weihnachtslieder blasen. Wenn man es kann. Und die Flaschen richtig gefüllt oder geleert sind. Der Posaunenchor Holtensen-Hullersen unter Leitung von Günter Mielke hat jetzt eine Idee von Petra Deutsch in die Tat umgesetzt und in gut 22-köpfiger Besetzung das Luther-Lied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ auf der Bierflasche intoniert. Der Chor hat gezeigt, dass man es kann. Und wie man es kann. Dabei sei es zunächst gar nicht so leicht gewesen, den richtigen Ton auf der Flasche zu treffen, wie Günter Mielke berichtete. Zunächst habe man im kleinen Kreis und einem Klavier ausprobiert, welche Töne aus der Flasche bei welcher Füllmenge kamen und dies auf einer Tabelle notiert. Klar: je weniger in der Flasche ist, desto tiefer ist der Ton. Aber acht verschiedene Töne sind insgesamt bei dem Luther-Lied notwendig. Zwei Mitglieder des Posauenchores kamen dann auf den Gedanken, die Töne zu wiegen. „Das war die entscheidende Idee“, sagt Mielke. „So hatten wir exakt die Töne, die wir brauchten für das Lied.“ Es komme aber nicht nur aufs Gewicht an, um die passenden Töne zu erhalten, sondern auch wie man in bzw. (wie bei einer Querflöte) über die Flasche puste. Ein Besonderheit mussten die Mitglieder des Posauenchores außerdem beachten, denn sie wollten auf den Flaschen mit naturtrübem Bockbier „Ainpöckisch 1378“ blasen: Unten aber sammelt sich die Hefe, und die musste komplett aus den Glasflasche ausgewaschen werden, um die richtigen Töne erhalten zu können. Denn als die Hefe und damit der Schaum unten in der Flasche blieben, kamen unterschiedliche Töne heraus. Drei Mal hat der Posaunenchor geprobt, bevor in der neuen Empfangshalle des Einbecker Brauhauses mit seiner Treppe erfolgreich Premiere war.

Verantwortung für Einbeck

Doppelseite der Brauerei in der Wirtschaftsbroschüre. (c) Connect

Doppelseite der Brauerei mit dem Vorstandsinterview in der neuen Wirtschaftsbroschüre. (c) Connect

So lange wie kein anderes Unternehmen in der Stadt ist die Einbecker Brauerei mit der Stadt und den Menschen hier verbunden. Das wird in der neuen Wirtschaftsbroschüre der Einbeck Marketing GmbH deutlich, die jetzt erschienen ist. Im Interview sieht der Brauhaus-Vorstand diese mehr als 600 Jahre dauernde Verbindung nicht als eine Bürde, sondern als Herausforderung. Die Brauerei sei Markenkern der Stadt Einbeck, die Qualität des Bieres habe freilich ebenso Wirkung auf das Image der Stadt. Das sei eine große Verantwortung, der sich die Einbecker Brauhaus AG jeden Tag aufs Neue stelle, erklären Lothar Gauß und Martin Deutsch in der Broschüre. „Das Brauhaus ist nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Auftraggeber für die Region. Das Brauhaus lebt von den Menschen, weil sie unser Bier kaufen. Und wir geben ihnen und den qualifizierten und engagierten Unternehmen etwas zurück, indem wir die Leistungen hier vor Ort einkaufen.“

Markantes Rot: Die neue Broschüre ist im Eicke'schen Haus in Einbeck erhältlich.

Markantes Rot: Die neue Broschüre ist im Eicke’schen Haus in Einbeck erhältlich.

Das in einer Auflage von 2500 Exemplaren produzierte 80-seitige Heft mit dem markanten roten Umschlag („Ein Portrait für Entscheider“) dient der Standortvermarktung Einbecks als Wirtschaftsstandort und wird über Unternehmen, die Wirtschaftsförderung der Stadt Einbeck sowie durch die Einbeck Marketing GmbH eingesetzt. In erster Linie richtet sich die Broschüre an ansiedlungswillige Unternehmen und Investoren sowie potenzielle Arbeitnehmer und Neubürger der Stadt. Interessierte können die Broschüre bei Einbeck Marketing im Eicke’schen Haus kostenfrei erhalten. Im Internet kann die Broschüre ebenfalls in Kürze eingesehen werden (www.einbeck-marketing.de/wirtschaft).

In dem Interview beantworten die Brauhaus-Vorständler auch, warum das Unternehmen im Herzen der Stadt braut – und nicht beispielsweise auf der Grünen Wiese. „Wir sind ein Brauhaus in der Stadt für die Stadt“, sagen Gauß und Deutsch. „Unsere Besucher können bei einer Führung die Abläufe des Bierbrauens noch so hautnah wie heute möglich beobachten – und die Innenstadt profitiert unmittelbar von den Gästen, die unser Haus besuchen. Letztlich sprachen immer aber auch wirtschaftliche Argumente für einen Verbleib im Zentrum.“ Die Einbecker Brauhaus AG habe hier am Standort Einbeck-Mitte rund 15 Millionen Euro investiert. „Alle Abfüll- und Logistik-Aktivitäten unserer Gruppe in Einbeck zu konzentrieren, sichert nicht nur Arbeitsplätze und den Standort. Es gibt gleichzeitig Fundament für langfristig wirtschaftliches Handeln.“

Die Einbecker Brauhaus AG kann nach den Worten des Vorstandes auf dem schrumpfenden Biermarkt nur bestehen, „wenn wir unsere Markenpersönlichkeit pflegen“, sagen Gauß und Deutsch. „Das Einbecker Brauhaus ist die Heimat des Bockbieres, wir haben das Bockbier erfunden, das ist unser Alleinstellungsmerkmal.“ Zudem vertreibe das Unternehmen seit mehr als 125 Jahren das Einbecker Bier in der exklusiven Individual-Flasche.

Bierflaschen als Requisite

Kiste mit Bierflaschen - leider nicht aus Einbeck...

Kiste mit Bierflaschen – leider nicht aus Einbeck…

Für die passenden Requisiten war gesorgt, natürlich dürfen da in Einbeck auch immer ein paar Bierflaschen nicht fehlen. Selbst alte Straßenschilder belebten die Szenerie in der Tiedexer Straße, der Häuserzeile mit den meisten hohen Toreinfahrten aus dem 16. Jahrhundert, durch die früher die Braupfanne ins Haus kam. Wer wollte, konnte sich am Internationalen Museumstag in Einbeck bei einer gemeinsamen Aktion von Stadtmuseum und PS-Speicher in die 1950-er Jahre zurück versetzt fühlen. Manche ließen sich auch nicht lange bitten, und so entstand mit wenigen Handgriffen eine täuschend echte Straßenszene aus der Wirtschaftswunderzeit. Wobei die Vespa, das „Wanderer“-Motorrad und die Kleidungs-Accesoires durchaus passend waren, an den Bierflaschen „arbeiten“ wir dann jedoch nochmal: Denn im Bollerwagen stand keine Kiste mit Einbecker Bierflaschen aus den 50-er Jahren. Die andere Marke sei jetzt mal hier verschwiegen…

Bierhalle

5000 Biere, ein Land, vier Zutaten.

5000 Biere, ein Land, vier Zutaten.

Eine komplette Halle huldigt bei der Grünen Woche in Berlin noch bis Sonntag dem Bier. Ausschließlich um den Gerstensaft geht es bei der weltgrößten Landwirtschafts-, Garten- und Verbrauchermesse in Halle 12: ProBier heißt die mehrdeutige Überschrift am Eingang, und in der Tat gibt es das Bier dort nicht allein zum Betrachten…wenn die erwarteten 400.000 Besucher jeder nur einen winzigen Schluck…

In der Halle können sich die Besucher von der Marken- und Sortenvielfalt großer wie kleiner Brauereien überzeugen – von Bayern bis Belgien. Und natürlich ist die Heimat des Bockbieres präsent: Auf der Bierwand des Deutschen Brauer-Bundes (5000 Biere, ein Land, vier Zutaten) finden sich mehrere Flaschen aus der Einbecker Brauerei.

Einbecker E mittendrin.

Einbecker E mittendrin.

Nicht nur, aber vor allem in der Halle 12 können sich Grüne-Woche-Besucher durch die internationale Welt des Gerstensaftes probieren. Da sind Dampfbiere, Honig- und Glühbiere und weitere Spezialitäten versammelt. Doch der Mensch lebt nicht vom Bier allein, auch eine gescheite Wurst dazu darf’s sein. Und auch die gibt es hier passend zum Biererlebnis.

Ab einer Investition von 1200 Euro kann jeder im eigenen Zuhause zum Brauer werden, erfahre ich in gleicher Halle. Eine Firma zeigt ihre Kessel mit Fassungsvermögen von 20 bis 500 Litern, in denen sich jede Biersorte ohne umrühren zu müssen herstellen lässt. Alle Brauschritte finden in einem einzigen Gefäß statt, dank einer patentierten Malzrohr-Technik wird die Bierwürze automatisch umgewälzt. Da mag ja ein jeder nun ein Bier nach dem ganz eigenen Gusto kreieren können in der heimischen Küche. Aber Skepsis bleibt angebracht. Sollten wir das nicht lieber den Fachleuten überlassen? Der Brotback-Automat fliegt oftmals in der Küche schließlich auch nach erster Euphorie-Phase ungenutzt auf den Dachboden. Und die Eismaschine setzt Staub an, weil Gelati dann doch besser vom Italiener unseres Vertrauens schmeckt. Ein bisschen wäre Bier in Einbeck selbst in der Küche zu brauen wie Eulen nach Athen zu tragen in der Heimat guter Biere!

Bier-Orte

Bierflaschen im Bürgerhaus Kreiensen.

Bierflaschen im Bürgerhaus Kreiensen.

Es gibt natürlich mehrere Orte in der Heimat guter Biere, an denen der Gerstensaft gelobt, gepriesen und genossen wird – Museen, Heimatstuben, schlaue Schaufenster… Gesammelt werden Gefäße und andere Gerätschaften wohl an ebenso vielen Orten, da dürften noch in einigen Party-Kellern und Gartenhäusern wahre Schätzchen warten.

In der Bier-Abteilung des Stadtmuseums in Einbeck beispielsweise können die Besucher Informationen buchstäblich abzapfen: Die bierige Ausstellung erzählt von ungewöhnlichen Zutaten und von der Bier-Herstellung, von Erfindungen zum Verpacken und von manchen seltsamen Bräuchen rund um das Einbecker Bier. Biergläser, Pokale, Schilder und Humpen aus acht Jahrhunderten sowie das nach eigenen Angaben älteste vollständig erhaltene Bierfass Deutschlands regen zum Probieren von Infohappen an. Bier gibt’s leider selten eins, meistens keins.

Auch in der Heimatstube im Bürgerhaus Kreiensen sind alte Bierflaschen in unterschiedlicher Altersklasse (leer) zu finden. Das in der seit 2013 zu Einbeck gehörenden Ortschaft das Einbecker Bier gepriesen wird, ist eine süffige Integrationsleistung des rührigen Heimatvereins.

Sehenswert: Schlaufenster in der Hullerser Straße.

Sehenswert: Schlaufenster in der Hullerser Straße.

Und selbst die seit einem Jahr das Grau Fenster um Fenster aus leer stehenden Ladengeschäften in der Innenstadt vertreibende Bürgerinitiative kann seit einiger Zeit in einem ihrer „Sch(l)aufenster“ einige sehenswerte Devotionalien über Einbecker Bier zeigen. In der Hullerser Straße ist ein Teil der privaten Sammlung von Siegfried Dietrich aus Ahlshausen zu sehen. Gläser, Flaschen, Wimpel, aber auch ein Kalender des Biertreck 1969 lassen den Schaufensterbummel erquicklich werden.

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