Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Archiv für das Schlagwort “Bier”

Einbecker ist mit dem Radler da

Sind mit dem Radler da: die Brauhaus-Mitarbeiterinnen Theresa Vorwig (l.) und Catharina Koch im PS-Speicher.

(c) Einbecker Brauhaus

Stilecht in der Fahrradabteilung des PS-Speichers präsentierte das Brauhaus heute sein neuestes Produkt: Einbecker ist mit dem Radler da. Und zwar mit einem absolut alkoholfreiem Radler. Das neue Mischgetränk enthält überhaupt keinen Alkohol und ist damit das Bier für die Mobilität. Damit unterscheidet es sich vom bereits (und auch weiterhin) erhältlichen Einbecker Radler. Das verwendete Pils-Bier wird bei der Neuheit so lange entalkoholisiert, bis es wirklich 0,0 Prozent ist. Weiterer Unterschied: Das neue Einbecker Radler alkoholfrei 0,0 % enthält keinen Süßstoff, sondern Zucker (und ist deshalb pasteurisiert). Und es ist in der original Einbecker Flasche zu kaufen, nicht in der Longneck-Flasche. Einbecker-Vorstand Martin Deutsch lobte die Hopfennote und das Zitronenaroma des neuen Getränks, das eine angenehme Süße habe und das ideale Sommergetränk sei: „Das Radler Alkoholfrei mit 100 Prozent Geschmack und 0,0 Prozent Alkohol ist die perfekte Erfrischung für alle, die auf Alkohol, aber nicht auf vollen Genuss verzichten möchten – die ideale Mischung aus Einbecker Alkoholfrei 0,0 Prozent und fruchtig-frischer Zitronenlimonade begeistert durch ihren vollmundigen und natürlichen Geschmack.“ Das neue Produkt ist ab sofort im Handel erhältlich, im Sechserträger genauso wie im 20-er Bierkasten. Leider könne man das neue Produkt durch Verzögerung bei den Anlagenherstellern erst jetzt im Spätsommer präsentieren, bedauerte Deutsch. Aber: Der nächste Sommer kommt bestimmt.

Zitronen gehören dazu: 50 Prozent alkoholfreies Bier und 50 Prozent Zitronenlimonade machen das Einbecker Radler alkoholfrei.

Schützenfest mit Bier aus dem „Stübchen“

Rainer Schoppe (l.) und Jürgen Koch mit dem Bier-„Stübchen“, mit „Schirm, Charme und Melone“, einer damals beliebten TV-Serie, und der Rosette am Revers in den Einbecker Stadtfarben rot-gelb. Foto: Hans-Werner Anhalt

Eines der schönsten, größten und aufwändigsten Schützenfeste, die Einbeck erlebt hat, fand vor 50 Jahren statt. Fünf Tage lang bei bestem Wetter feierten die Einbecker und ihre Gäste, berichtet Hans-Werner Anhalt (79), damals einer der Beteiligten beim Stadt- und Kreisschützenfest 1969 und Gründungs-Hauptmann des zwei Jahre zuvor gebildeten „Einbecker Bürgerkorps“. Als Geschenk der Einbecker Brauhaus AG erhielt damals das Bürgerkorps ein „Stübchen“ aus Holz, ein Krug mit 3,6375 Litern Inhalt. Einer der Höhepunkt des von der „Einbecker Schützengilde von 1457 e.V“ organisierten Schützenfestes war damals die Fahnenweihe für das Bürgerkorps. Im Zuge des Festes fand auch das Einbecker Fassrollen statt. Am Festsonntag damals wurde unter anderem auch die damalige (erste) Einbecker Bürgermeisterin Auguste Jünemann (SPD) von Spielmannszügen geweckt, bevor es nach der Fahnenweihe einen großen Festumzug durch Einbeck mit Ziel Tummelplatz (dort steht heute die BBS) gab. Das „Einbecker Bürgerkorps“ wurde Anfang des neuen Jahrtausends aufgelöst, die Fahne ins Stadtmuseum gegeben.

Hopfen im eigenen Garten

Haben ein Auge auf den Hopfengarten: die Brauer-Azubis der Einbecker Brauhaus AG.

Was braucht es für ein gescheites Einbecker Bier? Unter anderem natürlich Hopfen. Nun bekommt die Einbecker Brauerei ihren Hopfen zum Bier brauen natürlich in größeren Mengen. Aber um allen Besuchern einmal zu zeigen, wie eine Hopfenpflanze aussieht, hat das Unternehmen seit ein paar Wochen einen eigenen, kleinen Hopfengarten – passenderweise direkt vor dem Startpunkt zu den Brauereibesichtigungen. Hier kann den Gästen direkt an der wachsenden Pflanze erläutert werden, wie Hopfen beschaffen ist, wie er gedeiht, wie die Pflanze sich anfühlt, wie sie riecht: Bier brauen mit allen Sinnen sozusagen. Gepflegt werden die Hopfenpflanzen von den Brauer-Auszubildenden, die gemeinsam mit dem technischen Leiter Christoph Benseler ein wachsames Auge auf den Hopfen haben. Damit er wachse und gedeihe. Bereits vor zwei Jahren waren in Einbeck die ersten Innenstadt-Hopfenpflanzen am Möncheplatz gesetzt worden. Diese sind inzwischen gut empor gewachsen und zeigen jedem Innenstadt-Besucher, wie eine der wichtigsten Bierzutaten eigentlich aussieht.

Christoph Benseler wässert die Hopfenpflanzen.

Einbecker Bierordenträger ist „Botschafter des Bieres“

Julia Klöckner und Sigmar Gabriel. Foto: DBB/CHLietzmann

Sigmar Gabriel erzählt sie gerne, und er hat sie schon oft erzählt: die Geschichte, die ihn mit dem Einbecker Bier verbindet. Anfang der 1980-er Jahre hat der ehemalige Außenminister, Vizekanzler, SPD-Vorsitzende, Wirtschaftsminister und niedersächsische Ministerpräsident in den Semesterferien als Bierfahrer in der damaligen Niederlassung der Einbecker Brauerei in Goslar gearbeitet. 2001 wurde Sigmar Gabriel mit dem Einbecker Bierorden der Karnevalsfreunde und der Brauhaus AG ausgezeichnet. Damals war er noch Ministerpräsident in Niedersachsen. Jetzt, da er sich anschickt, der Politik komplett den Rücken zu kehren, ist der Goslarer zum Botschafter ernannt worden, zum „Botschafter des Bieres“ 2019. Damit ist er der erste Einbecker Bierordenträger, der quasi befördert worden ist. Das Botschafter-Amt hat Sigmar Gabriel beim Deutschen Brauertag in Berlin von einer Weinkönigin übernommen, von einer ehemaligen jedenfalls: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) war im vergangenen Jahr „Botschafterin des Bieres“.

Sigmar Gabriel sagte mit Blick auf die Auszeichnung laut einer Pressemitteilung des Deutschen Brauer-Bundes: „Als Niedersachse, dessen Heimat seit jeher für eine reiche Braukultur bekannt ist, fühle ich mich den Brauereien verbunden. Während meiner Studienzeit habe ich sogar einmal in einer Brauerei gearbeitet und konnte erstmals hinter die Kulissen des Brauhandwerks blicken. Ich freue mich, den Titel des Botschafters ein Jahr lang führen zu dürfen. Deutsche Brauereien stehen symbolhaft für Nachhaltigkeit, Tradition und Innovation. Sie pflegen nicht nur eine Jahrtausende alte Tradition des Bierbrauens, sondern stellen sich durch konsequente Modernisierung auf die Herausforderungen der Zukunft ein. Sie sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum, sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Handelspartner für Landwirte und andere Zulieferbranchen und stehen für eine weltweit einmalige Vielfalt von Bieren.“

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) ernennt seit 2002 „Botschafter des Bieres“. Mit diesem Titel ehren die deutschen Brauer Menschen, die sich durch außergewöhnliches Engagement auszeichnen. Frühere Botschafter des Bieres waren die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (2018), Ministerpräsident Winfried Kretschmann (2017), Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert (2016), Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (2015), Grünen-Parteichef Cem Özdemir und die Moderatorin Sonya Kraus (2014), Bundeskanzleramtschef Peter Altmaier (2013), die Europaabgeordnete Renate Sommer (2012), die Moderatorin und Sängerin Ina Müller und Unionsfraktionschef Volker Kauder (2010/2011), die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (2009), Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (2008), der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (2007), der vormalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (2006), der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (2005), die Schauspielerin und Moderatorin Jessica Schwarz und der ehemalige Ministerpräsident Peter Müller (2004), die Moderatorin Barbara Schöneberger und der vormalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (2003) sowie Moderator Manuel Andrack und der ehemalige Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt (2002).

Sigmar Gabriel an der Würzpfanne im Sudhaus der Einbecker Brauhaus AG. Archivfoto

Bier-Pendler

In der Verladehalle wird geladen. Der Shuttle pendelt zwischen der Papenstraße und der Logistik in der Hansestraße.

Sie sind präsent im Stadtbild, denn sie sind werktags ständig von morgens bis zum späten Nachmittag unterwegs: die Shuttle-Lkw der vom Einbecker Brauhaus beauftragten Spedition, die die Brau- und Abfüllstätte in der Papenstraße mit dem Logistikzentrum in der Hansestraße verbinden. Die 40-Tonnen-Lkw-Auflieger, in die fünf Gabelstapler-Ladungen hinein passen, strahlen im neuen Design. Alle drei Auflieger sind komplett neu und können auf dem innerbetrieblichen Transport durch das westliche Einbeck glänzen. Jeder Fahrer ist mehr als 20 Mal pro Werktag auf der Pendelstrecke unterwegs. Einer der drei Auflieger ist als „Bockbringer“ im schwarzen Bockbier-Design auf der Straße, die anderen beiden Auflieger leuchten im Einbecker Grün. Die Zugmaschine bringt den Auflieger aus Richtung Neustädter Kirchplatz durch die Brauerei, quasi auf der historischen Papenstraße, und nimmt aus der Verladehalle einen anderen Auflieger mit. Hinter der Verladehalle verlässt der Lkw nach diesem Tausch die Brauerei wieder über die Hägermauer in Richtung Logistik.

Neuer Shuttle-Auflieger in der Verladehalle der Brauerei, 25 Tonnen Ladegewicht passt da hinein.

Die Lkw-Auflieger haben eine Speziallänge, damit sie die enge Passage an der Hägermauer befahren können.

Der 40-Tonnen-Auflieger, der hier mit dem Lkw die Brauerei verlässt, ist gut 13 Meter lang.

Neuer Auflieger für den Shuttle, hier im Brauhaus-Grün.

Bier im Regionalregal

Ulrich Meiser reicht Einbecker Bier bei der Eröffnung des Regionalregals in Göttingen. Foto: Regionaler Erzeugerverband Südniedersachsen

Viele der regionalen Produkte verlassen „den Schutz des Hofladens“, wie es Dr. Cord Stoycke vom niedersächsischen Verbraucherschutzministerium so schön ausdrückte, und stellen sich nun dem Wettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel. Das Bier aus Einbeck steht dort schon länger – und dennoch gehört der Gerstensaft aus der Heimat guter Biere natürlich dazu, wenn der Regionale Erzeugerverband Südniedersachsen (mit Geschäftsstelle direkt neben der Einbecker Brauerei) sein neues „Regionalregal“ präsentiert. Mehr als 25 Lebensmittel aus der Region gibt es im Supermarkt ab sofort an einer zentralen Stelle: Der Regionale Erzeugerverband Südniedersachsen hat die ersten zwei Regionalregale der Marke „Kostbares Südniedersachsen“ aufgestellt, weitere sollen folgen. Sie bieten im Rewe-Markt von André Riethmüller in Göttingen-Geismar und im Edeka-Markt von Thomas Köhler in Göttingen-Grone vom Honig über den Ketchup bis zum Kaffee eine umfangreiche Palette regionaler Produkte gebündelt an einem Ort. Und natürlich Einbecker Bier.

„Wir versuchen den Orientierung suchenden Verbrauchern eine von Ehrlichkeit geprägte Unterstützung zu geben“, sagte Siegfried Kappey, Vorsitzender des Erzeugerverbandes, zur Motivation seines Vereins. Die Einbecker Brauhaus AG ist dort Mitglied, unterstützt die Idee. Er dankte allen Unterstützern und Partnern, die es ermöglicht hätten, nach drei Jahren vorbereitender Aufbauarbeit im Verband nun das Regionalregal für Supermärkte anzubieten. Den zwei ersten Exemplaren in Göttingen sollen weitere in der Region folgen. Wer die regionale Idee lebe wie die beiden Kaufleute mit ihren Märkten könne ebenfalls ein Regionalregal in seinem Lebensmittelmarkt aufstellen, sagte Kappey.

Dabei handelt es sich um ein Standardregal mit einem markanten, sonnengelben Design, das in Breite und Tiefe je nach aufgenommenen Produkten variiert werden kann. An den Seitenwänden informieren einige der Produzenten über ihre Betriebe und das, was sie herstellen. Das Standardregal wird ergänzt von einer mit gleichem Logo für den Verbraucher erkennbaren Kühltheke, beispielsweise für Wurstwaren. Hinzu kommt außerdem ein Obst- und Gemüseregal, in dem die Kunden Kartoffeln, Gemüse oder Äpfel finden.

Der 2016 gegründete Verein mit inzwischen mehr als 125 Mitgliedern und seiner Geschäftsstelle in Einbeck vergibt die Marke „Kostbares Südniedersachsen“ an seine Mitgliedsbetriebe, die die Kriterien erfüllen. Voraussetzung dafür, die Marke zu erreichen, ist die Herkunft der Rohstoffe und die Be- und Verarbeitung: Sie muss in den Landkreisen Northeim, Göttingen/Osterode, Goslar oder Hildesheim verortet sein. Ausnahmen sind möglich, der Rohkaffee einer Rösterei kommt beispielsweise natürlich nicht aus dem Landkreis. Und Transparenz ist dem Regionalverband sehr wichtig. Echt, ehrlich, regional – diesen Anspruch des Regionalen Erzeugerverbandes Südniedersachsen zu definieren und bei den Mitgliedsbetrieben zu überprüfen ist Aufgabe des sechsköpfigen Qualitätsausschusses unter der Leitung von Jürgen Hoffmeister.

Dr. Cord Stoycke vom niedersächsischen Verbraucherschutzministerium freute sich darüber, dass die teilnehmenden regionalen Produzenten den Schritt „aus dem Schutz des Hofladens in den Lebensmitteleinzelhandel“ gegangen seien, wie er sagte. „Das Ministerium steht hinter der regionalen Vermarktung.“ Sie biete Frische, Nähe und Transparenz und trage dazu bei, eine Identität für die Region zu schaffen.

„In der Region wird viel Gutes produziert – das wird hier deutlich“, sagte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bei der Eröffnung des ersten Regionalregals. Landrat Bernhard Reuter zollte Anerkennung für den Mut der Produzentenfamilie, jetzt gebündelt im Lebensmittelmarkt präsent zu sein. „Es wird sich lohnen“, ist Reuter sicher. Es gebe immer mehr Menschen, die qualitative Lebensmittelmittel zu schätzen wüssten. Das regionale Bewusstsein, das immer mehr steige, sei nicht zuletzt auch bei den von mehr als 10.000 Menschen besuchten Regionaltagen in Waake im vergangenen September deutlich geworden. Der Landrat appellierte an die Verbraucher, die Chance zu nutzen und im Regionalregal zuzugreifen. „Ich dachte, das wäre eine kleine Nische, aber es ist eine große Fläche.“

André Riethmüller, Landrat Bernhard Reuter und Siegfried Kappey (v.l.) am Regionalregal.

Vor dem neuen Regionalregal im Supermarkt (v.l.): Rewe-Kaufmann Andre Riethmüller, Erzeugerverband-Vorsitzender Siegfried Kappey, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Edeka-Kaufmann Thomas Köhler, Jörg Helmsen von der Marketinggesellschaft Niedersachsen und Dr. Cord Stoyke vom niedersächsischen Verbraucherschutzministerium.

Pünktlich zum Fest: Einbecker in Keene

Weihnachtsbeleuchtung über der Hullerser Straße unweit der Brauerei. Archivfoto

Frohe Botschaft für alle Einbecker Fans in Einbecks Partnerstadt Keene in den USA: Wie der stellvertretende Bürgermeister Albert Thormann auf Facebook vermeldet, gibt es jetzt Einbecker Bier (endlich) auch in New Hampshire. Seit 2002 sind Einbeck und Keene partnerschaftlich verbunden.

Allen Freunden des Einbecker Bieres und dieses Blogs damit ein bieriges Christfest, frohe Weihnachten und einen guten Jahreswechsel. Dabei darf Einbecker eigentlich nie fehlen. Egal wo.

 

Neues Bier-Brot

Hendrik Schulze (l.) mit Einbecker-Marketingleiter Ingo Schrader. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Ein Brot, gebacken mit Winterbock aus Einbeck, das gibt’s jetzt in den Filialen der Feinbäckerei Thiele. „Eine perfekte Zutat zur Verfeinerung des echten Brotgeschmacks“, sind sich der Marketingleiter der Einbecker Brauhaus AG, Ingo Schrader, und Thiele-Filialleiter Hendrik Schulze einig. Das exklusive Bier-Brot sei ein wahrer Genuss, und zwar nicht nur für Bierliebhaber, heißt es in einer Presseinformation. Handwerkliche Kreativität in Südniedersachsen habe das dunkle, malzige Einbecker Winter-Bockbier mit bestem Mehl aus der Region vereint zu einem saftigen aromatischen Bier-Brot. Die Feinbäckerei Thiele feiert in diesem Jahr ihr 140-jähriges Bestehen. Die neue Brotsorte ist nicht die erste mit Einbecker Bier, jedoch die einzige erhältliche.

Einbecker Bierkasten-Sitz

Joachim Dörge und Steffanie Noster.

Die Idee ist so einfach wie praktisch: Auf einem Bierkasten, in dem noch gefüllte Flaschen sind, kann man schlecht sitzen, man kann diesen ja auch nicht umdrehen, um die Kiste beispielsweise bei einer Feier vorübergehend als Hocker zu nutzen. „Einbecker dürfen das“, eine 2007 entstandene Initiative von Steffanie Noster (und der Einbecker Maler-Familie Dörge) mit allerlei Merchandising-Produkten unter diesem selbstbewussten Spruch, hat deshalb jetzt einen Sitz entwickelt, der perfekt auf einen Einbecker Bierkasten passt. Und zwar mit den Maßen nur ideal auf diesen 20-er Kasten aus der Heimat guter Biere. Auf dem gepolsterten Bezug aus unempfindlichem Kunstleder prangt der Schriftzug, wer den Sitz auf einen Bierkasten stellt, kann praktisch und bequem darauf sitzen. Und hat das Einbecker Bier auch immer unmittelbar griffbereit. Erstmals gibt es die in einer bislang kleinen Auflage in Handarbeit gebauten Bierkasten-Sitze beim Einbecker Eulenfest (12. bis 14. Oktober) an einem Stand der Initiative „Einbecker dürfen das“ und von Stadtfest-Veranstalter Einbeck Marketing GmbH zu erwerben.

Als es in der Bierstadt noch Studentenleben gab

Auszug aus einer mehrseitigen Bier-Zeitung der Studentenvereinigung Unitas von 1874/75.

Dass Einbeck eine Bierstadt ist, weiß jeder. Dass Einbeck bei Studierenden beliebt ist, auch. Dass es aber einstmals nicht nur in Göttingen, sondern in Einbeck selbst ein durchaus reges Studentenleben gab, wissen heute nur noch Geschichtsinteressierte. Das Stadtarchiv Einbeck hat in diesen Tagen an diese Vergangenheit erinnert und dabei eine Bier-Zeitung von 1874/75 bei Facebook veröffentlicht, die dort im Original vorliegt. Darin sind verschiedene Zeichnungen zu sehen, bei denen natürlich das Bier eine große Rolle spielt und beispielsweise angeregt wird, dass die Hörsäle ja besser gefüllt wären mit Studenten, wenn dort ein gut gezapftes Bier gereicht würde…

1871 gründete Dr. Emil Kirchner in Einbeck eine technische Privatschule, das „Technikum“. Kirchner wollte technische Facharbeiter und Ingenieure ausbilden. Er gründete auch einen burschenschaftlichen Verein, in dem alle Studenten vertreten sein sollten, „Unitas“ genannt. Aus dieser großen Verbindung spalteten sich verschiedene Korporationen wie Bavaria, Germania, Thuringia usw. ab, es gab Gesangvereine, einen Fechtclub, einen Literaturclub, Kegelclub und sogar einen Schlittschuhclub, weiß das Einbecker Stadtarchiv zu berichten.

Von den feucht-fröhlichen Abenden der „Unitas“ zeugt die Bier-Zeitung mit ganz besonderen Zeichnungen, die Bezug auf den Unterricht oder auch auf die Einbecker Häuser nehmen, die nur aus einem bestimmten Grund vorkragend erbaut wurden…

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