Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Archiv für das Schlagwort “Berlin”

Kunst und Bier

Pfarrer Christhard-Georg Neubert, das Künstlerduo  Gilbert & George aus London, Prof. Walter Smerling und Bischof Dr. Markus Dröge (v.l.) vor der Kirche St. Matthäus, Berlin. Foto: Einbecker Brauhaus AG

In der Hauptstadt wird jetzt immer öfter bei offiziellen Gelegenheiten mit einem Einbecker Bier angestoßen. Und Martin Luther macht’s sozusagen möglich. Als in Berlin die Ausstellung „Luther und die Avantgarde“ eröffnet wurde, hatten die Künstler und die Festgäste ein Luther-Glas gefüllt mit Einbecker Bier in der Hand. Landesbischof Dr. Markus Dröge kannte es noch vom Parlamentarischen Abend in der Niedersachsen-Landesvertretung. Mit „Luther und die Avantgarde“ rückt bis 17. September 2017 in Wittenberg, Berlin und Kassel in großem Umfang die zeitgenössische Kunst in den Fokus des evangelischen Jubiläums-Sommers und der Weltausstellung Reformation. Die Kasseler kennen ja schon das Bier aus der Heimat guter Biere – schließlich gehören Martini und Kasseler zur Brauhaus-Familie. In Berlin und Kassel bei der Documenta ergänzen künstlerische Sonderpräsentationen in Kirchengebäuden die zentrale Wittenberger Ausstellung. Das Duo Gilbert & George ist mit seiner Kunst in die St. Matthäus-Kirche am Berliner Kulturforum eingezogen – ein Novum im Werk der Künstler aus London, die eher für eine antiklerikale Haltung bekannt sind. Die beiden Turner-Preisträger, die sich selbst als Teil ihrer Kunst inszenieren, zeigen eine Auswahl ihrer „Sündenbock-Bilder“. Diese wollen das Nervensystem, den Zustand und die Ängste der multikulturellen, multireligiösen, technisch hochgerüsteten Gesellschaft von heute beschreiben. Die Ausstellung von Gilbert & George versteht die Stiftung St. Matthäus als einen Beitrag der Kirche zum kritischen Dialog, zu dem es auch gehört, gefährliche Feindbilder zu benennen, abzubauen und zur Versöhnung beizutragen, ohne die Wirklichkeit zu beschönigen. Kuratiert wird die Ausstellung von einem international tätigen Team, bestehend aus Walter Smerling, Sprecher des Kuratoriums und Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur, Bonn.

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Luthers Lieblingsbier im Berliner Parlamentsfokus

Deutscher Bundestag/Achim Melde

Norbert Lammert. Foto: Deutscher Bundestag/Achim Melde

Markus Dröge. © A.Savin, Wikimedia Commons

Markus Dröge. © A.Savin, Wikimedia Commons

Der Deutsche Brauer-Bund rückt das Einbecker Bier im Lutherjahr in Berlin in den Fokus des Deutschen Bundestages: Bei einem parlamentarischen Abend soll an den großen Reformator und seine Liebe zum Bier erinnert werden – am Beispiel des Ainpöckisch Bier aus Einbeck, der Heimat der Bockbiere. Festredner ist Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), der als amtierender Botschafter des deutschen Bieres gemeinsam mit dem evangelisch-lutherischen Bischof von Berlin, Markus Dröge, mit einem Ainpöckisch Bier anstoßen wird. Der Deutsche Brauer-Bund thematisiert auf seinem traditionellen parlamentarischen Abend am 28. März in Berlin das besondere Verhältnis von Luther zum Bier. „Es ehrt uns sehr, dass unser Ainpöckisch Bier aus Einbeck als einziges Bier an diesem Abend ausgeschenkt wird“, sagt Martin Deutsch, Vorstand der Einbecker Brauhaus AG. Kürzlich ist auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ auf Luthers Verbindung zum Einbecker Bier aufmerksam geworden und berichtet darüber in Teil 1 einer Blog-Serie. Die Einbecker Brauhaus AG ist nach eigenen Angaben die einzige Brauerei in Deutschland, die das offizielle Lutherjahr-Logo der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nutzen darf.

Wie eng die Verbindung zwischen Luther und dem Einbecker Bier war, zeigt der immer wieder gerne zitierte überlieferte Ausspruch vor dem Reichstag zu Worms. Als ihm Herzog Erich von Braunschweig zur Erquickung eine silberne Kanne Ainpöckisch Bier schickte, bedankte er sich mit den Worten: „Der beste Trunk, den einer kennt, wird Ainpöckisch Bier genennt.“ Das geschichtsträchtige Bier gibt es seit 2016 wieder im Handel: Die Einbecker Brauerei hatte im vergangenen Jahr nach altem Rezept den ersten Sud der naturtrüben Bockbier-Spezialität „Ainpöckisch Bier 1378“ gebraut. Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ wird nun eine Sonder-Geschenkverpackung mit sieben Flaschen Luthers Lieblingsbier und einem limitierten Jubiläumsglas angeboten. Übrigens auch in einem Versand-Online-Shop.

Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ gibt es eine Sonder-Geschenkverpackung mit sieben Flaschen Luthers Lieblingsbier und einem limitierten Jubiläumsglas. Foto: Einbecker Brauhaus

Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ gibt es eine Sonder-Geschenkverpackung mit sieben Flaschen Luthers Lieblingsbier und einem limitierten Jubiläumsglas. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Weil ein Fan…

Ministerpräsident Stephan Weil (links) und Vorstand Martin Deutsch. Foto: Einbecker Brauhaus AG/Tom Gerhardt

Ministerpräsident Stephan Weil (links) und Vorstand Martin Deutsch beim Sommerfest in Berlin. Foto: Einbecker Brauhaus AG/Tom Gerhardt

…des Einbecker Bieres auch beim Sommerfest der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin zum Brauherren Pils greift: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ist zurzeit gut auf den Gerstensaft aus Einbeck zu sprechen. Drei Mal innerhalb weniger Wochen kam der Träger des Einbecker Bierordens (2014) im 500. Jahr des Reinheitsgebotes lobenswert auf Bier aus Einbeck zurück. Beim Hof-Fest Ende April stach der Regierungschef und bekennende Bierfreund nicht nur das erste Fass der neuen, natürtrüben  Bockbierspezialität „Ainpöckisch Bier 1378“ offiziell an, er gab auch die Millionen-Investitionen im Bereich Abfüllung und Logistik per Knopfdruck frei. Und bezeichnete die Brauerei aus Einbeck nicht nur als „uralt, aber putzmunter“. Weil sagte auch: „Ich möchte mir Niedersachsen nicht vorstellen ohne die Einbecker.“ Gesagt, getan: Der Ministerpräsident muss das auch nicht. Anfang Juni zeichnete Stephan Weil das neue Einbecker 1378-Bockbier als Kulinarischen Botschafter Niedersachsens aus. Und jetzt ließ sich der Politiker natürlich gerne beim Sommerfest des Landes Niedersachsen in den Ministergärten von Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch auf ein kühles Helles aus Einbeck einladen. Bleibt zu hoffen, dass er beim bevorstehenden Wanderurlaub auch auf Einbecker Bier und nicht eines aus der Landeshauptstadt zurück greift…

Einbecker Sommer

Einbecker in Gandersheim.

Einbecker in Gandersheim.

Bierkultur ganz besonderer Art wird seit einigen Jahren vor der Stiftskirche in Bad Gandersheim gepflegt. Bei den jährlich im Sommer stattfindenden Domfestspielen ist das Einbecker Brauhaus süffiger Sponsor eines Kultur-Events, das jedes Jahr deutlich mehr als 50.000 Menschen in die kleine Stadt mit dem großen Theater lockt. In diesem Sommer können die Besucher bis zum 16. August die Rockoper „Jesus Christ Superstar“ in einer modernen Inszenierung, die Geschichte der „Comedian Harmonists“ als Musical (ein Video von den Proben) und die Shakespeare-Komödie „Wie es euch gefällt“ erleben. Als Familienstück wird „EselHundKatzeHahn“ gespielt. Ob der Schirmherr der Gandersheimer Domfestspiele, Ministerpräsident Stephan Weil, in diesem Jahr persönlich vor der Stiftskirche auf der 999 Besucher Platz bietenden Tribüne ebensolchen nehmen wird, ist noch offen, bei der Premiere jedenfalls ließ er sich durch seine Kulturministerin vertreten. Er könnte als Einbecker Bierordenträger ein kühles Einbecker nach der Vorstellung genießen, na wenn das nicht lockt…

Auch beim Sommerfest der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin vor einer Woche floss Gerstensaft aus Einbeck aus dem Zapfhahn. Das Getränk aus der Heimat des Bockbieres kam, ein mir zugespieltes Foto zeigt viele geleerte Gläser, offenbar gut an in der Hauptstadt bei der Netzwerk-Veranstaltung mit mehr als 2500 Gästen. Einbeck wurde vor Ort durch seine höchste gewählte Repräsentantin vertreten: Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Auch Brauhaus-Vorstand Walter Schmidt war vor Ort.

Bockbier-Heimat in der Hauptstadt: Einbecker beim Sommerfest Niedersachsens in Berlin.

Bockbier-Heimat in der Hauptstadt: Einbecker beim Sommerfest Niedersachsens in Berlin.

 

Bierhalle

5000 Biere, ein Land, vier Zutaten.

5000 Biere, ein Land, vier Zutaten.

Eine komplette Halle huldigt bei der Grünen Woche in Berlin noch bis Sonntag dem Bier. Ausschließlich um den Gerstensaft geht es bei der weltgrößten Landwirtschafts-, Garten- und Verbrauchermesse in Halle 12: ProBier heißt die mehrdeutige Überschrift am Eingang, und in der Tat gibt es das Bier dort nicht allein zum Betrachten…wenn die erwarteten 400.000 Besucher jeder nur einen winzigen Schluck…

In der Halle können sich die Besucher von der Marken- und Sortenvielfalt großer wie kleiner Brauereien überzeugen – von Bayern bis Belgien. Und natürlich ist die Heimat des Bockbieres präsent: Auf der Bierwand des Deutschen Brauer-Bundes (5000 Biere, ein Land, vier Zutaten) finden sich mehrere Flaschen aus der Einbecker Brauerei.

Einbecker E mittendrin.

Einbecker E mittendrin.

Nicht nur, aber vor allem in der Halle 12 können sich Grüne-Woche-Besucher durch die internationale Welt des Gerstensaftes probieren. Da sind Dampfbiere, Honig- und Glühbiere und weitere Spezialitäten versammelt. Doch der Mensch lebt nicht vom Bier allein, auch eine gescheite Wurst dazu darf’s sein. Und auch die gibt es hier passend zum Biererlebnis.

Ab einer Investition von 1200 Euro kann jeder im eigenen Zuhause zum Brauer werden, erfahre ich in gleicher Halle. Eine Firma zeigt ihre Kessel mit Fassungsvermögen von 20 bis 500 Litern, in denen sich jede Biersorte ohne umrühren zu müssen herstellen lässt. Alle Brauschritte finden in einem einzigen Gefäß statt, dank einer patentierten Malzrohr-Technik wird die Bierwürze automatisch umgewälzt. Da mag ja ein jeder nun ein Bier nach dem ganz eigenen Gusto kreieren können in der heimischen Küche. Aber Skepsis bleibt angebracht. Sollten wir das nicht lieber den Fachleuten überlassen? Der Brotback-Automat fliegt oftmals in der Küche schließlich auch nach erster Euphorie-Phase ungenutzt auf den Dachboden. Und die Eismaschine setzt Staub an, weil Gelati dann doch besser vom Italiener unseres Vertrauens schmeckt. Ein bisschen wäre Bier in Einbeck selbst in der Küche zu brauen wie Eulen nach Athen zu tragen in der Heimat guter Biere!

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