Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Als es in der Bierstadt noch Studentenleben gab

Auszug aus einer mehrseitigen Bier-Zeitung der Studentenvereinigung Unitas von 1874/75.

Dass Einbeck eine Bierstadt ist, weiß jeder. Dass Einbeck bei Studierenden beliebt ist, auch. Dass es aber einstmals nicht nur in Göttingen, sondern in Einbeck selbst ein durchaus reges Studentenleben gab, wissen heute nur noch Geschichtsinteressierte. Das Stadtarchiv Einbeck hat in diesen Tagen an diese Vergangenheit erinnert und dabei eine Bier-Zeitung von 1874/75 bei Facebook veröffentlicht, die dort im Original vorliegt. Darin sind verschiedene Zeichnungen zu sehen, bei denen natürlich das Bier eine große Rolle spielt und beispielsweise angeregt wird, dass die Hörsäle ja besser gefüllt wären mit Studenten, wenn dort ein gut gezapftes Bier gereicht würde…

1871 gründete Dr. Emil Kirchner in Einbeck eine technische Privatschule, das „Technikum“. Kirchner wollte technische Facharbeiter und Ingenieure ausbilden. Er gründete auch einen burschenschaftlichen Verein, in dem alle Studenten vertreten sein sollten, „Unitas“ genannt. Aus dieser großen Verbindung spalteten sich verschiedene Korporationen wie Bavaria, Germania, Thuringia usw. ab, es gab Gesangvereine, einen Fechtclub, einen Literaturclub, Kegelclub und sogar einen Schlittschuhclub, weiß das Einbecker Stadtarchiv zu berichten.

Von den feucht-fröhlichen Abenden der „Unitas“ zeugt die Bier-Zeitung mit ganz besonderen Zeichnungen, die Bezug auf den Unterricht oder auch auf die Einbecker Häuser nehmen, die nur aus einem bestimmten Grund vorkragend erbaut wurden…

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