Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Luthers Lieblingsbier in Berlin

Auf Martin Luther in Berlin ein „Ainpöckisch Bier“ (v.l.): Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch, Katja Köhler als „Katharina von Bora“, Bundesernährungsminister Christian Schmidt, Hallertauer Bierkönigin Christina Burgstaller und Bischof Dr. Markus Dröge.

Es war des Reformators Lieblingsbier, das Einbecker. „Den besten Trank, den einer kennt…“ Dieser Ausspruch von Martin Luther vor 500 Jahren ist bis heute bekannt. Und so war es naheliegend, wenngleich auch eine große Ehre, dass das Einbecker Brauhaus AG beim Parlamentarischen Abend des Deutschen Brauer-Bundes in Berlin der exklusive Bierpartner war, als es galt, das Reformationsjubiläum zusammen mit Evangelischer Kirche und der Politik zu feiern. Der Deutsche Brauer-Bund hat bei einem Parlamentarischen Abend unter dem Titel „Luther und das Bier“ gemeinsam mit der Einbecker Brauhaus AG und der Evangelischen Kirche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft angestoßen. Bei einem Brauherren Pils oder einem „Ainpöckisch Bier 1378“, dem Lutherbier aus Einbeck, kamen rund 400 Besucher miteinander ins Gespräch. Mit dabei in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin waren auch mehrere Vertreter aus Einbeck, an der Spitze Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Aus der Politik wurden die Bundestagsvizepräsidenten Claudia Roth (Grüne) und Johannes Singhammer (CSU), die heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) und Dr. Roy Kühne (CDU) gesichtet. Unter den Gästen waren auch zwei leibhaftige Bierköniginnen: Christina Burgstaller aus der Hallertau und Sabine-Anna Ullrich aus Franken, die noch bis Juni als siebte Bayerische Bierkönigin amtiert.

Dr. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, erinnerte im Lutherjahr an die Hochzeit des Reformators, zu der dieser Einbecker Bier vom Wittenberger Stadtrat geschenkt bekommen habe. Was Luther könne, das habe er auch einmal versuchen wollen, berichtete Dröge, und so habe er sich als Theologie-Student 1983 anlässlich seiner damals bevorstehenden Hochzeit mit Hinweis auf den 500. Geburtstag des Reformators Luther an das Einbecker Brauhaus gewandt und um eine Bierspende gebeten. Diese sei erhört worden, ein kleines Fässchen mit vier Glaskrügen habe eines Tages vor seiner Tür gestanden.

Der für Bier fachlich zuständige Bundesminister Christian Schmidt (CSU) vertrat den kurzfristig verhinderten Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) und brachte Reinheitsgebot und Reformation in Zusammenhang: Nur ein Jahr liege zwischen den Ereignissen vor inzwischen fünf Jahrhunderten, zwischen dem bayerischen Reinheitsgebot und dem Thesenanschlag zu Wittenberg. 100 Jahre später habe man in Bayern einen Braumeister aus Einbeck abgeworben, weil das eigene Bier nicht gelang, schmunzelte Schmidt: Wenn das mal nicht zusammenhänge…

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3 Gedanken zu „Luthers Lieblingsbier in Berlin

  1. Hat dies auf Einbecker Politik-Blog rebloggt und kommentierte:

    Bundestagspräsident musste zwar kurzfristig absagen, amüsant war’s trotzdem.

  2. Karl Klammer sagte am :

    Die Landeskirche heißt übrigens bereits seit 2003 Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

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