Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Brocken-Bock

Hartmut Möllring (l.) und Walter Schmidt. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Hartmut Möllring (l.) und Walter Schmidt vor dem ersten Winterbock-Fass. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Höchster Biergenuss auf 1141 Metern Höhe: Zum dritten Mal inzwischen haben die Einbecker Brauhaus AG und der Brockwirt zum offiziellen Anstich des neuen Jahrgangs des Einbecker Winterbock-Bieres eingeladen. Auf dem höchsten Berg Norddeutschlands, auf dem Brocken. Dort, wo sonst eher der Auerhahn sein Revier hat. Im Goethesaal der Brockenwirtschaft hat Hartmut Möllring (63), früher Finanzminister in Niedersachsen und heute Minister für Wirtschaft und Wissenschaft in Sachsen-Anhalt, zusammen mit Brauhaus-Vorstand Walter Schmidt den Winterbock angestochen. Das Fass hat erheblichen Widerstand geleistet, berichten Teilnehmer der Veranstaltung, und so ging der ein oder andere Tropfen Winterbock daneben… Zum Trinken soll aber noch ausreichend vom Stimmungsaufheller für die kalte Jahreszeit vorhanden gewesen sein… Mit 18,2 Prozent hat Einbecker Winterbock die höchste Stammwürze aller Einbecker Bockbiere und 7,5 Volumen-Prozent Alkohol.

Rund 150 Gäste aus Einbeck und Wernigerode waren der Einladung der Einbecker Brauhaus AG und der Brockenwirte Hans und Daniel Steinhoff auf den Brocken gefolgt, den zünftigen Anstich und frohgestimmte Stunden in bieriger Runde auf dem Brocken mitzufeiern. Im vergangenen Jahr hatte Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek das Fass Winterbock auf dem Brocken angestochen. Auch in diesem Jahr war sie dabei.

Für die Einbecker Gäste begann die Tour mit einer Busfahrt vom Brauereihof nach Wernigerode und von dort mit einer Sonderfahrt mit der dampfenden Schmalspurbahn auf den Brocken. Die Blaskapelle St. Andreasberg sorgte für die musikalische Abrundung des Abends.

Martin Luther übrigens hätte am Datum der Veranstaltung, am Reformationstag (Feiertag in Sachsen-Anhalt, nicht aber in Einbeck) auf dem Brocken, doppelten Grund zur Freude gehabt. Dem Reformator wird ja das glühende Bekenntnis zum Einbecker Bier nachgesagt, das dank einer Spende des Rates der Stadt Wittenberg 1525 auch auf seiner Hochzeit fließen konnte. 1521 auf dem Reichstag zu Worms soll Luther den Ausspruch geprägt haben, den Einbecker bis heute gerne zitieren: „Den besten Trank, den einer kennt, der wird Einbecker Bier genennt.“

Bierdeckel der Einbecker Brauhaus AG aus dem "Luther-Jahr" 1983.

Bierdeckel der Einbecker Brauhaus AG aus dem „Luther-Jahr“ 1983.

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