Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Brauerei im Kamerasucher

Teilnehmer des Fotostammtisches auf dem Dach der Brauerei, im Hintergrund der Marktkirchturm. Foto: Heiko Voges

Motive, überall Motive: Die Mitglieder des Einbecker Fotostammtisches haben an einer speziellen Brauereibesichtigung teilgenommen. Unter der Führung von Ulrich Meiser von der Einbecker Brauhaus AG erfuhren die Anwesenden neben interessante Details über die Geschichte des Einbecker Bieres ebenso Wissenswertes über die aktuelle Art des Brauens sowie Logistik und Verfahrensabläufe in der Einbecker Brauerei. Und vor allem hatten die Teilnehmer die seltene Gelegenheit, auch Bereiche zu betreten, die eigentlich für Besucher nicht zugänglich sind. Und sie konnten und durften dort fotografieren. Mehr als drei Stunden waren die elf Teilnehmer im Brauhaus unterwegs. Spektakuläre Bilder boten sich auch vom Dach, mit Einbeck als Hintergrundkulisse im Novembernebel. Auch die Flaschenabfüllanlage bot den Hobbyfotografen zahlreiche interessante Motive. 2020 sollen die entstandenen Aufnahmen zum Thema „Bier in der Region Einbeck“ im Rahmen von Austellungen der Öffentlichkeit gezeigt werden. Der Fotostammtisch unter Leitung von Fotografenmeisterin Sabine Mischke ist ein Arbeitskreis, der durch Kooperation der Kreisvolkshochschule Northeim und des PS-Speicher möglich wurde. Teilnehmen kann jeder, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Regelmäßiger Treffpunkt ist die PS-Lernwerkstatt in Einbeck am Hullerser Tor 5a. Die Treffen finden monatlich und ab Januar 2020 am jeweils letzten Sonntag des Monats statt und dauern in der Regel von 15 bis 18 Uhr.

Teilnehmer des Fotostammtisches in der Brauerei mit Ulrich Meiser vom Einbecker Brauhaus (r.). Foto: Heiko Voges

Süßer die Flaschen nie klingen

Ulrich Meiser, Ulf de Boer, Thomas Schlüter.

Sie verwandeln die Grüße aus dem Einbecker Brauhaus zu den diesjährigen Festtagen in Töne und Bilder: Ulf de Boer und Thomas Schlüter haben das Video produziert, in dem der Weihnachtssong „Jingle Bells“ von einer durchs Sudhaus fahrenden Modelleisenbahn auf mehr oder weniger gefüllten Bierflaschen angeschlagen wird. Als die beiden Männer aus Greene und Kreiensen von Vorstand Martin Deutsch und Betriebsratschef Knut Schiemann gefragt wurden und ein aus Japan stammendes Video mit der Grundidee sahen, gingen sie gleich voller Elan ans Werk und ließen ihre Kreativität spielen. Die beiden gelernten Schlosser kannten das Video aus dem Jahr 2017, in dem der Posaunenchor Holtensen-Hullersen das Lied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ blies. Nun galt es, mit einer Modelleisenbahn so an unterschiedlich gefüllten Bierflaschen vorbei zu fahren, dass mit dem Anschlagen der Glasflaschen in den unterschiedlichen Tonhöhen die weihnachtliche Melodie entsteht. Insgesamt rund 70 Stunden Arbeit stecken in dem Projekt, bei dem beiden Tüftler einige Hürden zu überwinden hatten: Wie schnell darf der Zug fahren? Dürfen die Flaschen auf den Waggons voll sein? Wann werden sie zu schwer? Wie bekommt man den Klöppel an die Flasche? Letztlich haben Ulf de Boer und Thomas Schlüter eine Bierflasche durchbohrt, um die Klöppel an den Federn zu befestigen. „Wir hatten viel Spaß“, berichten die beiden Einbecker-Fans. Auch die Videoaufnahme, gefilmt mit einer GoPro-Actionkamera, gelang natürlich nicht gleich bei der ersten Einstellung. Mal lief jemand durchs Bild, mal fehlte der Dampf aus dem Schornstein der Lokomotive. Am Ende aller Mühen stand die Aufnahme, die jetzt auf der Website der Einbecker Brauhaus AG auf dem Youtube-Kanal der Brauerei online ist. In den Tagen bis Weihnachten werden außerdem alle Mails, die im Brauhaus verschickt werden, in der Signatur einen Link zu dem Video enthalten. Die ersten Fans haben das Video schon einmal vorab sehen dürfen, Ulf de Boer und Thomas Schlüter haben viel Respekt geerntet. „Dafür hat sich’s schon gelohnt“, lächeln beide zufrieden.

Brauherren in der Dose

Präsentieren die neue Einbecker Dose (v.l.): Sören Wolff (Verkaufsdirektor Handel Einbecker Brauhaus), Ulrich Meiser (Leiter PR Einbecker Brauhaus), Ingo Schrader (Leiter Marketing Einbecker Brauhaus), Nico Sauk (Auszubildender Einbecker Brauhaus), Fred Matthes (Rewe Alfeld), Ingo Peterhans (Gebietsverkaufsleiter Einbecker Brauhaus), Hella Dettendorfer (Auszubildende Einbecker Brauhaus).

Einbecker Brauherren, das Pils aus der Heimat guter Biere, gibt es jetzt auch in der Dose. Im Getränkemarkt, dem frequenzreichsten Verkaufspunkt, präsentierten Sören Wolff (Verkaufsdirektor Handel), Ingo Schrader (Marketingleiter) und Ulrich Meiser (PR-Chef) jetzt das Halbliter-Biergefäß aus Aluminium. Die Einbecker Brauhaus AG reagiert damit auf gestiegene Nachfrage nach Dosenbier. Bislang hatten die Einbecker nur das „1378“ und mal ein Saisonbier (Mai-Urbock) in Dosen abfüllen lassen, beim Bierstadtlauf ist die Dose ein Mannschaftspreis. Jetzt steigt das Unternehmen mit dem Mengenbringer Brauherren in den Wachstumsmarkt Dosenbier ein. „Wir bekennen uns auch weiterhin zum bewährten Mehrwegsystem“, betont Sören Wolff. „Die Halbliterdose ist aber ein zusätzliches Angebot an unsere Kunden.“ Abgefüllt werden die Dosen nicht in Einbeck, sondern von einer beauftragten Brauerei.

Die Bierdose gilt als praktisches Unterwegs-Gebinde. Sie hat selbst fast kein Gewicht und ist im Gegensatz zu Glas kaum bruchanfällig. Zudem ist die Dose schneller zu kühlen und vor allem beispielsweise für den Outdoor- und Festival-Einsatz gedacht. Aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen und entsprechenden Social Media Kanälen bekannt wurde, dass Fußballfans aus Einbeck die neue Einbecker-Dose schon beim Championsleaguespiel der Dortmunder in Barcelona im Handgepäck hatten.

Markantes Design mit dem prägnanten Einbecker „E“.

Die neue Einbecker Brauherren-Dose ist ein auffälliger Hingucker, auf ihr prangt das große rote Einbecker „E“. Darüber freut sich Marketingmann Ingo Schrader: „Das mattglänzende Design ist richtig gut gelungen. Die bedruckbare Fläche schlägt die einer Flasche um Längen, die Dose gilt als Mini-Litfasssäule“.

Die Dose ist längst kein Wegwerfartikel mehr. Sie kann an allen Einweg-Rückgabestellen und entsprechenden Automaten ordentlich entsorgt werden. Das Material wird durch Recycling dauerhaft wiederverwendet. Gerade in Deutschland, wo das Recycling durch das höhere Einwegpfand unterstützt wird, liegt die Recyclingquote von Dosen etwa bei 95 Prozent. Die Einbecker Brauer setzen beim Verpacken konsequent auf Pappe statt Plastik. Die aufgestapelten Paletten etwa werden nicht mit Folie verschweißt.

Der Handel wird durch die Dose von der aufwändigen Sortierung des Leerguts etwas entlastet. Für Fred Matthes beispielsweise, den Chef des Rewe-Marktes in Alfeld, liegen Handling- und Logistik-Vorteile im wahrsten Wortessinn „auf der Hand“. Er habe seit langem beobachtet, dass Kunden neben den Einbecker Bieren in der Mehrwegkiste auch sehr gern Halbliterdosen kauften.

Ulrich Meiser nennt einen Qualitätsaspekt der 0,5-Liter-Dose: „Bier ist ein Frischeprodukt, es sollte kühl und dunkel gelagert werden. Die Dose bietet perfekten Schutz vor Lichteinfluss.“ Auch deshalb habe das Einbecker Brauhaus die Entscheidung zur Sortimentserweiterung getroffen. Wer möchte, kann das Brauherren natürlich auch weiterhin in der Mehrwegflasche trinken, der seit 1851 typischen grünen Relief-Flasche übrigens.

In 24-er Paletten gibt’s die neue Halbliterdose zu kaufen.

Bierorden 2020 für Sven Tietzer

Sven Tietzer bei einer TV-Reportage im Einbecker Brauhaus. Foto: Einbeck Marketing

Der Einbecker Bierorden 2020 der Gesellschaft der Karnevalsfreunde Einbeck und der Einbecker Brauhaus AG wird an den NDR-Moderator Sven Tietzer verliehen. Der 44-Jährige folgt auf Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), haben Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser und Karnevalspräsident Henry Peter heute bekannt gegeben. Mit dem Einbecker Bierorden werden seit 1994 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur ausgezeichnet, die Humor besitzen sowie Freude und Spaß am Leben ausstrahlen.

Der Bierorden 2020 wird am 24. Januar in der Rathaushalle verliehen. Er habe „eine große Affinität zu Bier im Allgemeinen und Einbecker im Speziellen“, lässt sich Sven Tietzer zitieren. „Ich würde ihn als sehr unterhaltsam und bodenständig beschreiben“, sagt Karnevalspräsident Henry Peter. Sven Tietzer, geboren in Uelzen, ist im Vorharz bei Goslar aufgewachsen, verheiratet und Vater von zwei Töchtern.

Der NDR-Moderator ist bekannt durch seine spontane, experimentierfreudige Art und gilt als erfahrener, unterhaltsamer Live-Reporter. Ein fahrbarer Untersatz in allen Variationen ist Sven Tietzers Leidenschaft. „Treckerfahrer dürfen das“ heißt eine Reihe im NDR-Fernsehen.

Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser hat Tietzer im März dieses Jahres in Einbeck begrüßen können. Damals wurde für eine Folge von „Tietzer reist“ im Einbecker Brauhaus und im Brodhaus gedreht. Reporter Sven Tietzer hat dabei kräftig angepackt, um die Frage zu klären, auf welchem Weg das Bier aus der Brauerei in den Gastronomie-Zapfhahn kommt.

Philipp Jörns, Markus Henze und Henry Peter von der Gesellschaft der Karnevalsfreunde Einbeck mit Ingo Schrader und Ulrich Meiser vom Einbecker Brauhaus (v.l.). Foto: GdKE/Einbecker Brauhaus AG

Hopfiges Ernterankfest

Amelie Claus, Julien Wilkens, Luca Dalkner, Justus Kaspereit und Viviane Hippauf (v.l.). Foto: Einbecker Brauhaus AG

Erste Ernte mit einem hopfigen Ernterankfest: Ein wenig spät waren die Azubis ja schon dran, Erntezeit für den Hopfen ist üblicherweise Anfang bis Mitte September. Aber es war ja auch das erste Mal, dass sie eigenhändig echten Hopfen (lat. humulus lupulus) im neuen Hopfengarten auf dem Brauereihof in Einbeck ernten konnten. Seit dem Frühjahr haben sich Amelie Claus, Julien Wilkens, Luca Dalkner, Justus Kaspereit und Viviane Hippauf in eigener Verantwortung um den brauereieigenen kleinen Hopfengarten gekümmert. Wilkens absolviert eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik, die anderen lernen im traditionsreichen Lehrberuf Brauer und Mälzer. Nebenbei haben alle viel über die Bedürfnisse der Hopfenpflanzen gelernt. Wichtig sind ausreichend Sonne, eine hohe Bodenfeuchte und ein möglichst tiefgründiger, gut durchwurzelbarer Boden. Viviane Hippauf: „Beim Gießen haben wir uns abgewechselt“.

„Wir möchten den Besichtigungsgästen der Brauerei zeigen, wie Hopfen beschaffen ist, wie die Pflanze sich anfühlt, wie sie riecht: Bier brauen mit allen Sinnen sozusagen“, sagt Luca Dalkner.

Die Auszubildenden wussten natürlich schon vor dem Gärtnern, das das Lupulin des Hopfens für die Bittere und für spezielle Aromen im Bier sorgt und der Hopfen eine haltbarmachende und schaumstabilisierende Wirkung entfaltet. Amelie Claus: „Hopfen ist die Seele des Bieres“. Hopfen ist eine Arzneipflanze und zweigeschlechtlich. Zum Brauen werden ausschließlich die weiblichen Dolden verwendet. Der jetzt geerntete Naturhopfen kommt nicht in den Biersud. „Dafür ist die Menge viel zu gering“, sagt Justus Kaspereit. Der Hopfen z.B. für Einbecker Brauherren Pils wächst nach wie vor alljährlich in dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt, der Hallertau. Dort werden rund 86 Prozent der deutschen und 34 Prozent der weltweiten Hopfenernte produziert.

Hopfen-Ernte mit dem Hubsteiger auf dem Brauereihof. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Geschichtstreffen des Brauwesens

Brauhaus-Mann Ulrich Meiser (r.) begrüßt den „Bierpapst“ Conrad Seidl.

In die Heimatstadt des Bockbieres kamen am langen Einheitswochenende gut 100 Teilnehmer des Jahrestreffens der renommierten Gesellschaft für Geschichte des Brauwesens (GGB). Der 1913 in Berlin gegründete Verein mit heute rund 300 Mitgliedern kümmert sich satzungsgemäß um die Jahrtausende alte Geschichte des Bieres und seiner Rohstoffe, die Entwicklung der Bierherstellung, des Brauhandwerks und der Brautechnologie hin zur Brauwissenschaft. Er fördert die Forschung regionaler und lokaler Brauereigeschichte, hält in Berlin eine exzellente Bibliothek mit historischen Beständen bereit. In Einbeck trafen sich Mitglieder aus der Brauwirtschaft (Brauereien, Mälzereien, Zulieferbetriebe), aber auch aus der Geschichtsforschung, Archäologie, Biologie, Ethnologie sowie Sammler von Brauereigegenständen oder brauhistorisch interessierte Bierfans. Im Urbockkeller der Einbecker Brauhaus AG, die Mitglied des Vereins ist und das Treffen nicht zum ersten Mal veranstaltete, konnte Brauhaus-Exportchef Ulrich Meiser unter anderem auch den „Bierpapst“, den bekannten Bierjournalisten Conrad Seidl aus Wien begrüßen. Die 100 Teilnehmer kamen aus Deutschland, aber auch aus Dänemark, der Schweiz oder Österreich in die Heimat guter Biere, um sich auszutauschen.

Erstmals habe man neben der formalen (82.) Mitgliederversammlung auch einen Veranstaltungsteil mit drei Fachvorträgen ins Programm des Jahrestreffens genommen, sagte Vorsitzender Dr. Josef Fontaine zur Begrüßung. Dieser Teil fand im Benz-Victoria-Saal des PS-Speichers statt; das Oldtimermuseum konnten die Bier interessierten Besucher ebenso anschauen wie das Stadtmuseum (mit dem ältesten, vollständig erhaltenen Bierfass Einbecks, einem Originalexponat aus dem 15. Jahrhundert) oder natürlich die Einbecker Brauerei selbst. Auch Stadtführungen und ein Betriebsbesuch bei KWS standen auf dem Programm des GGB-Treffens.

Rund 100 Teilnehmer waren bei der Versammlung der GGB im PS-Speicher.

Ingo Weidig, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Einbecker PS-Speicher, nahm sich der Einbecker Biergeschichte an und arbeitete in seinem kulturwissenschaftlichen Vortrag („Heimat vs. Identität“) heraus, wie viel Einbeck im Einbecker steckt (eine ganze Menge, das Einbecker E sei allgegenwärtig).

Dr. Stefan Hanke, Leiter der Bitburger Versuchsbrauerei, schilderte die interessanten Versuche unter Federführung der Hochschule Trier, ausgehend von der altorientalen so genannten Ninkasi-Hymne mit Hilfe eines nachgebauten Lochbodengefäßes zu maischen und gären zu lassen, am Ende wie im Mittelalter Bier herzustellen und sozusagen nebenbei aus dem entstehenden Treber ein Brot zu backen.

John Brauer von der „European Brewery Convention“ berichtete über Ergebnisse des Schöps-Projektes in Breslau/Wroclaw. Dort ist ausgehend von (nur geringen bekannten) historischen Erkenntnissen des „Breslauer Schöps-Bieres“ 2015 ein neues Brauhaus mit Gastronomie entstanden, das heute jährlich rund 5000 Hektoliter des neuen Kultbieres produziert und vor allem vor Ort absetzt. Der Bürgermeister möchte das vollmundig-malzige „Schöps“ gerne zum offiziellen Stadtbier erklären lassen.

Ann-Kathrin Bode führte die Besucher der GGB durch das Sudhaus.

GGB-Vorsitzender Dr. Josef Fontaine (links), Ulrich Meiser (Einbecker Brauhaus AG) und GGB-Geschäftsführer Alexander Hofmann mit der Dankesurkunde für erwiesene Gastfreundschaft beim Jahrestreffen in Einbeck.

Ingo Weidig (PS-Speicher) sprach über das Einbecker Bier.

Dr. Stefan Hanke erzählte von mittelalterlichem Brauen.

John Brauer berichtete über „Breslauer Schöps“.

Einbecker Laster in Gabun

Ein über 30 Jahre alter Einbecker Bierlaster ist Ralf Jurkschat in Gabun in Zentralafrika begegnet. Der Brauer und Mälzer macht eine Afrikadurchquerung mit einem Unimog, heißt es aus dem Einbecker Brauhaus. „Der Lkw war nach unserer Vermutung früher für die Firma Trinks Getränke-Logistik, Goslar, auf Niedersachsens Straßen unterwegs“, sagt Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser. Das schließe man aus der (ehemals) weißen Fahrerkabine mit dem blauen Farbstreifen. Solche Lkw wurden hierzulande vor über 20 Jahren ausgemustert und verkauft. Der Mercedes-Dreiachser der SK-Klasse ist aber offenbar unverwüstlich und tut in Zentralafrika nach wie vor seinen Dienst. In Deutschland sind aus Gründen der Ladungssicherheit und der Praktikabilität jetzt nur noch feste Lkw-Aufbauten ohne Plane und Spriegel in Gebrauch, erklärte Meiser. Ob in Afrika unter der Plane (Einbecker) Bier transportiert wird, ist nicht bekannt – und auch eher unwahrscheinlich.

Mehr als 30 Jahre alter Einbecker-Bierlaster in Gabun. Foto: Ralf Jurkschat/Einbecker Brauhaus

Sportlich an die Bannmeile erinnert

An den Bannmeilen-Steinen entlang führte die Radroute.

Laufen, walken, wandern, mit dem Fahrrad, dem Mountainbike oder dem Oldtimer fahren – es gab am Sonntag verschiedene Möglichkeiten, an die Bannmeile zu erinnern und den 40. Geburtstag der Steine zu feiern, die zum 600-jährigen Bierbeleg-Jubiläum einst in Einbecks Landwehr-Orten aufgestellt worden waren. Die verschiedenen Teilnehmer legten dabei unterschiedliche Strecken zurück. Ziel aller war am Ende der Bannmeilenstein auf der Hube. Beim Start wurde bekannt, dass die acht Bannmeilensteine von Dietrich Evers gearbeitet worden sind; der Künstler aus Wiesbaden hatte damals auch das Wandmosaik im Sudhaus gestaltet.

Vertreter der Einbecker Brauhaus AG und des Einbecker Sportvereins und des Einbecker Automobilclubs als Veranstalter begrüßten die Teilnehmer auf dem Brauereihof. 1978 waren die Steine einst aufgestellt worden, im Mai 1979 gab es dann zur offiziellen Einweihung einen Marsch zu allen acht Standorten. Dabei waren auch die Ratsmitglieder, erinnerten sich jetzt Martin Wehner und Bernd Amelung an das Ereignis vor 40 Jahren. Teilweise sei man gewandert, habe aber streckenweise auch einen Pferdewagen genutzt. Von dem man freilich nach der Hube habe absteigen müssen, weil die Strecke hinunter zum Leineturm zu steil sei. Die beiden ehemaligen Ratsherren wanderten mit nach Kuvental und waren auch abschließend auf der Hube dabei. Per Pedale waren die heutigen Ratsmitglieder Antje Sölter und Hans-Jörg Kelpe am Start.

Auf jedem Bannmeilenstein sind auch die Ausmaße der Landwehr zu erkennen, außerdem wo die einzelnen Türme standen.

Die Oldtimer-Teilnehmer mussten Wertungsaufgaben an den Bannmeilensteinen erledigen.

Auch der „Bockbringer“-Oldtimer war am Start.

Start für Wanderer wie Oldtimer war auf dem Brauereihof.

Begrüßung (v.l.): Martina Voigt und Wulf Mißling (ESV), Ulrich Meiser (Brauhaus), Jürgen Herbst (ESV), Alexander Krempig EAC), stellvertretende Bürgermeisterin Antje Sölter.

Erinnerungen: Bernd Amelung und Martin Wehner mit Ulrich Meiser und Hans-Jörg Kelpe (v.l.).

Vom Brauereihof ging es los.

Mountainbiker waren auch am Start.

Die Biker fuhren alle Bannmeilensteine an, hier in Pinkler.

Auf der Hube drehten die Läufer ihre Waldrunde.

Einbecker ist mit dem Radler da

Sind mit dem Radler da: die Brauhaus-Mitarbeiterinnen Theresa Vorwig (l.) und Catharina Koch im PS-Speicher.

(c) Einbecker Brauhaus

Stilecht in der Fahrradabteilung des PS-Speichers präsentierte das Brauhaus heute sein neuestes Produkt: Einbecker ist mit dem Radler da. Und zwar mit einem absolut alkoholfreiem Radler. Das neue Mischgetränk enthält überhaupt keinen Alkohol und ist damit das Bier für die Mobilität. Damit unterscheidet es sich vom bereits (und auch weiterhin) erhältlichen Einbecker Radler. Das verwendete Pils-Bier wird bei der Neuheit so lange entalkoholisiert, bis es wirklich 0,0 Prozent ist. Weiterer Unterschied: Das neue Einbecker Radler alkoholfrei 0,0 % enthält keinen Süßstoff, sondern Zucker (und ist deshalb pasteurisiert). Und es ist in der original Einbecker Flasche zu kaufen, nicht in der Longneck-Flasche. Einbecker-Vorstand Martin Deutsch lobte die Hopfennote und das Zitronenaroma des neuen Getränks, das eine angenehme Süße habe und das ideale Sommergetränk sei: „Das Radler Alkoholfrei mit 100 Prozent Geschmack und 0,0 Prozent Alkohol ist die perfekte Erfrischung für alle, die auf Alkohol, aber nicht auf vollen Genuss verzichten möchten – die ideale Mischung aus Einbecker Alkoholfrei 0,0 Prozent und fruchtig-frischer Zitronenlimonade begeistert durch ihren vollmundigen und natürlichen Geschmack.“ Das neue Produkt ist ab sofort im Handel erhältlich, im Sechserträger genauso wie im 20-er Bierkasten. Leider könne man das neue Produkt durch Verzögerung bei den Anlagenherstellern erst jetzt im Spätsommer präsentieren, bedauerte Deutsch. Aber: Der nächste Sommer kommt bestimmt.

Zitronen gehören dazu: 50 Prozent alkoholfreies Bier und 50 Prozent Zitronenlimonade machen das Einbecker Radler alkoholfrei.

Bier brauen und verkaufen erlernen

Zwei neue Auszubildende und ein Praktikant haben zum Monatsbeginn bei der Einbecker Brauhaus AG einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Sie verstärken in den nächsten drei Jahren das Team von aktuell zehn Azubis in der Brauerei. Sophia Werner möchte Industriekauffrau werden, Amelie Claus den Beruf der Brauerin und Mälzerin erlernen. Julius von Meien-Vogeler ist Praktikant im Bereich Vertrieb. Vorstand Martin Deutsch, die Ausbilder Manfred Matschke und Markus Körner, Betriebsratsvorsitzender Knut Schiemann sowie Julia Thöne als Jugend- und Auszubildendenvertreterin begrüßten die neuen Auszubildenden an ihrem ersten Arbeitstag. Deutsch betonte in seiner Begrüßung veränderte Rahmenbedingungen in der Ausbildung gegenüber der Vergangenheit. Ihre Abschlussprüfung erfolgreich bestanden haben Lukas Wiegand (Industriekaufmann) und Frau Catharina Koch (Industriekauffrau). Beide haben eine befristete Anstellung bei der Einbecker Brauhaus AG in ihrem erlernten Beruf erhalten, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die neuen und ausgelernten Auszubildenden der Einbecker Brauhaus AG mit Vorstand, Ausbildern, Betriebsratsvorsitzendem und Auszubildendenvertreterin, hintere Reihe v.l. Knut Schiemann, Markus Körner, Lukas Wiegand, Julius von Meien-Vogeler, Manfred Matschke, vordere Reihe v.l. Amelie Claus, Sophia Werner, Julia Thöne, Martin Deutsch (es fehlt Catharina Koch).

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